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Grim Tales: Das Vermächtnis


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 07.01.2012

Deine Schwester hast du schon viel zu lang nicht mehr gesehen und als du die Einladung zur Taufe deines Neffen erhältst, freust du dich sehr darauf, sie endlich wieder zu sehen. Mit der Heirat ihrer großen Liebe und der Geburt des Sohnes schien Lucy's Leben wie die Erfüllung all ihrer Träume. Doch kaum erreichst du das Schloss in dem sie lebt, siehst du, dass nicht alles zum Besten steht. Ein Unfall, Werwölfe und das Schloss völlig verlassen lassen nichts Gutes verheißen.

Frei bewegst du dich durch das Gebäude und lernst bald Caine kennen, einen ruhelosen Urahnen der Familie. Durch ihn wurde über die Familie ein Fluch gelegt, sie werden zu Werwölfen. Deine Aufgabe ist es, den Fluch zu lösen und so Schwester, Schwager und Neffe zu retten, die alle schon dieses Schicksal erlitten haben. Dein Weg führt dich dabei nicht nur durch das Schloss, sondern auch in die Erinnerungen deiner Schwester.

Die Grafiken sind wirklich schön und absolut klar. Auch die Wimmelbild-Szenen weisen zwar den üblichen Müll auf, die gesuchten Gegenstände aber sind gut zu finden. Interaktive Objekte gibt es keine. Was fehlt, ist der Ahhhhh-Effekt, den man noch beim Vorgänger, Grim Tale: The Bride hatte. Inventarobjekte, die du aus Wimmelbildern, aus den Szenen oder durch das Lösen von Puzzlen erhältst, sind zum Teil mehrfach zu gebrauchen.

Der Tipp, in zwei der drei zur Wahl stehenden Modi vorhanden, lädt sich wie üblich schnell oder langsam auf, ebenso wie die Überspringfunktion, die auch nur in zwei der drei Modi zur Verfügung steht. Ausserhalb der Wimmelbild-Szenen gibt der Tipp Texthinweise. Hier schießt er manches Mal über das Ziel hinaus und erklärt mehr, als man eigentlich wissen möchte. Oder schickt dich, um ein Inventarobjekt in einem Puzzle abzulegen, obwohl du noch andere Gegenstände für dieses Puzzle benötigst.

Die Puzzle sind zum großen Teil leider wenig anspruchsvoll, sondern eher reine Geduldspiele. Es braucht Zeit bist sie gelöst hast, aber sie machen nicht immer Spaß, weil sie einfach zu lange dauern. Andere sind Logik- und Zahlenpuzzle, die ohne Zweifel gut gemacht sind, allerdings auf der einfachen Seite, so dass auch Anfänger sich leicht zurecht finden werden.

Neben dem Texthinweis steht dir als weiteres Hilfsmittel eine Karte zur Verfügung. Der größte Vorteil der Karte besteht natürlich darin, dass er dich durch Klick in die gewünschten Räumlichkeiten bringt. Die Ausrufezeichen, die eine "verfügbare" Aufgabe anzeigen sind allerdings irreführend. Denn es wird alles angezeigt, was du irgendwann dort mal zu tun hast. So ist von Beginn an ein Rätsel an einem Porträt im Kaminzimmer zu lösen. Das aber kann erst kurz vor Schluss erledigt werden. Wenn du also nicht weißt, wo du als nächstes hinmusst, benutze den Tipp. Um dort hin zu gelangen, benutze die Karte.

Es ist viel Vor- und Zurück. Du wirst oft für einen Gegenstand woanders hin müssen, dann wieder zurück, dann noch mal und noch mal. Durch die Karte aber ist das nicht unbedingt Zeit schinden, wie bei so vielen anderen Entwicklern. Die etwa 3,5 - 4 Stunden Spielzeit der Normalversion sind tatsächlich dem aktiven spielen geschuldet, nicht dem Versuch, ein Spiel länger erscheinen zu lassen als es ist. Die Collector-Edition bietet noch ca. 30 Minuten zusätzliche Zeit. Da der Strategy Guide auf Grund des Texthinweises nicht gebraucht wird, wäre dies oder der Wunsch nach weiteren Hintergründen oder Bildschirmschonern der einzige Grund für einen Kauf. Diese 30 Minuten sind sicherlich nicht schlecht, im Gegenteil, aber sie rechtfertigen nicht den fast dreifachen Preis einer Collector-Edition.

Auch bei Elephant Games rächt es sich, wenn man zu schnell zu viele Spiele macht. Grim Tales: Das Vermächtnis ist ein schönes Spiel, dass ohne Zweifel viel Spaß macht, die Geschichte ist rund (soweit die Verwandlung in Werwölfe oder das mangelnde Erstaunen der Hauptfigur darüber rund sein können) und hat ein echtes Ende (was bei vielen Serien heute, die aus einem Spiel drei machen, ja schon ein echter Pluspunkt ist), es bietet viel Abwechslung, ist nicht langweilig. Nur im Vergleich mit anderen Spielen des Entwicklers sieht man, dass vor allem grafisch die kleinen Details vernachlässigt werden, die ein gutes, schönes Spiel zu einem sehr guten Spiel machen. Das aber tut der Spielfreude keinen Abbruch, es ist ein Spiel zum genießen.

 


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