A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tipps&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Grim Tales: Zu Unrecht verdächtigt


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 27.05.2015
Deutsch (Sammler): 02.08.2015


Teil 8 - kurz und in weiten Teilen langweilig
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Als du die Polizei rufst, weil ein Mann erstochen in deinem Wohnzimmer liegt, kannst du dich an nichts mehr aus dieser verhängnisvollen Nacht erinnern. Das Opfer ist Howard Kelly, ein 24jähriger Collegestudent. Die Polizei hat keinen anderen Verdächtigen als dich. Doch durch deine Fähigkeit, Dinge in der Vergangenheit zu sehen, stellt sich schnell heraus, wer den Studenten getötet hat. Die Frage ist: Warum?

Es stehen 4 Modi zur Auswahl, inklusive eines, der individuelle Einstellungen zulässt. Als Hilfen gibt es die Karte und den Tipp; die Karte zeigt allerdings nicht aktuelle, sondern allgemein noch vorhandene Aufgaben an und ist nicht immer zuverlässig. Gebraucht wird sie aber nicht, denn du bewegst dich stets nur in einem sehr kleinen Bereich und nach den ersten zwei, drei Schritten ist meist eh nur eine Reihenfolge einzuhalten, in der du Dinge erledigen kannst. Der Tipp spielt auch Teleporter und ist weder in dieser, noch als Hinweisgeber immer zuverlässig. Dazu kommt, dass er zwischendurch gern mal komplett den Geist aufgibt.

Du machst dich also auf die Suche nach der Wahrheit. Und jeder Teil der Wahrheit wird durch 5 Gegenstände herausgefunden, die du in der Vergangenheit einer Person findest. Sammlerspieler sollten sich nicht durch die 5 Kapitel täuschen lassen; das Spiel ist kurz - und diese fünf Kapitel beinhalten nur drei Vergangenheiten. Geschichtlich gesehen, ist es zu Beginn wirklich spannend, zumindest für die, die Tante Gray bereits aus den Vorgängern kennen. Doch schon bald ist die Spannung aufgehoben, kehrt nicht mehr zurück und das Ende ist auch in keinster Weise bemerkenswert.

Bei den Wimmelbildern gibt es verschiedene Varitionen: Die Umrisssuche mit zwei (oder keiner) Intaktion - suche Einzelteile für anschließende Wortsuchliste; dort braucht dann jeder Begriff zwei damit verbundene Teile (z.B.: Wikinger= Axt und Helm), eine bisher unbekannte Variante. Aber die Einzelteilsuche für die Wortsuchliste gibt es auch ohne jegliche danach folgende Interaktion bei der Objektsuche. Außerdem vorhanden: die Wortsuchliste mit Interaktionen und einem zusätzlichen Objekt hinter jedem gefunden Gegenstand; dies ergibt dann am Ende den Zugang zum Inventarobjekt. spielt man eine Einzelteilsuche, bis das Objekt komplett ist, das zum Erhalt des Inventargegenstandes benötigt wird. Allerdings: Die Objekte springen nicht nur, sondern stechen quasi ins Auge. Abwechslungsreich? Ja, aber gleichzeitig auch belanglos bis hin zur Langeweile.

Leider auch hier und bei Elephant Games Standard: Dümmliche Aufgaben im Abenteuerbereich, die jeglicher rationalen als auch spielerischen Logik widersprechen. Und warum sollte ein NEUSTART nötig sein, wenn man ausschließlich mit dem Bleistift über ein Papier gehen muss? Oder blind Perlen an ein Armband klickt, wobei diese automatisch an die richtige Stelle gesetzt werden? Man lässt dir nicht einmal den Freiraum, um zu spielen, sondern begrenzt die Möglichkeiten auf das einzig Richtige. Auch "Versuch macht kluch"-Versionen sind nicht sonderlich einfallsreich. Die Puzzles sind in den ersten 2/3 des Spieles so simpel, dass es einem fast die Tränen der Enttäuschung in die Augen treiben kann, wenn man auch nur einen Hauch von Freude an Puzzles in Wimmelbild-PUZZLE-Abenteuern hat. Für die "Superpuzzles" gilt das nur bedingt. Denn hier kommt es vor, dass, will man es komplett lösen, ein Teil davon endlos spielen muss. Nicht weil es grundsätzlich schwer ist, sondern weil z.B. bei einem Drehpuzzle kaum zu erkennen ist, was überhaupt dargestellt wird. Oder was zusammen gehören könnte. Nicht schlecht ist die Puzzle-Suchszene über drei unterschiedliche "Etagen", allerdings gilt auch hier: es gibt wenig zu tun und was du zu tun hast, ist auf den ersten Blick zu erkennen. Ein einziges Puzzle (das es aber nur in der Sammler-Edition) gibt, benötigt ein wenig Köpfchen.

Erfreulich dagegen ist das Schweizer Messer, das mit verschiedenen Funktionen für einige Zeit im Inventar verbleibt und auch andere Dinge werden manchmal zweifach benutzt. Bei den Grafiken allerdings lässt es schon wieder nach, da diese größtenteils sehr dunkel gehalten sind; etwas was bei vielen Spielern nicht gut ankommt.

Persönlich finde ich die im Hauptmenü vorhandene Neustartfunktion des Profiles einfach furchtbar. Da sie (wie in einigen Spielen) gleich neben der "Weiter" Schaltfläche angebracht ist, kann man sich leicht verklicken und schwupps, ist das Profil weg.... und man kann von vorn anfangen. Wer erneut spielen will, kann jederzeit über die Profile ein neues anlegen; sogar das alte löschen und so ein neues mit dem alten Namen erstellen. Da braucht es keinen Neustart, der sicher das ein oder andere Mal für eine unliebsame Überraschung sorgt.

Ein hilfreicher Tipp: Es ist sinnvoll, das Inventar festzustellen - es passiert leider, dass sich ein nicht festgestelltes Inventar nicht mehr öffnen lässt. Die Lösung ist zwar simpel, aber nicht nutzerfreundlich: Gehe zum Hauptmenü und starte das Spiel von dort aus neu.

Die Sammler-Extras: Veränderliche Objekte in einigen Szenen (um eine Auszeichnung) zu erhalten und Puzzleteile, um sich Mosaiks anschauen zu können. Es gibt nach Abschluss des Bonuskapitels noch einen Geheimraum, in dem du nach und nach 12 Sterne sammeln kannst, wenn du alle Puzzle und Minispiele noch einmal löst. Ausserdem besagt Auszeichnungen, Musik, Konzeptkunst und Hintergründe. Das Bonuskapitel hat mit der Hauptgeschichte nichts zu tun und ist im durchschnittlichen Zeitfenster, was mehr ist, als das Hauptspiel von sich behaupten kann.

In Teil 8 geht Elephant Games mit Grim Tales: Zu Unrecht verdächtigt fast ausschließlich auf ausgelatschten Trampelpfaden. Die Geschichte beginnt gut, lässt aber schnell nach. Alles andere wird maximal im letzten Viertel mehr als nur beiläufig. Und während die Wimmelbilder zumindest noch mit abwechslungsreichen Varianten punkten können, sind die Puzzles kaum ihren Namen wert. Für die Sammleredition gilt das in Gänze; die Normalversion ist kein kompletter Fehlkauf, aber sicherlich auch kein Gewinn.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top