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Grim Tales: Bloody Mary


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Names

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 02.08.2013
Deutsch (Normal): 09.12.2013

Mittelmäßige Fortsetzung, die die Erwartungen nicht erfüllt
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Während wir mit dem Auto nach Hause fahren, klingelt das Telefon. Unsere Nichte Jackie ist dran, die uns angsterfüllt bittet, sie abzuholen und von diesem schrecklichen Ort fortzuholen. Derzeit befindet sie sich auf einer Privatschule in Blackville, wohin das Pensionat vor kurzem hingezogen ist. Dort angekommen, erwartet uns ein gruseliges Szenario. Ein Kinderwagen, der von selbst hin und her rollt, Puppen, die mit einem Messer an die Wand getackert wurden und Kinder, mit leuchtenden roten Augen und unheimlichen Kräften. Was steckt hinter all dem, und was hat Bloody Mary damit zu tun?

Trotz des gruseligen Schauplatzes ist die Elephant Games-Welt bunt. Auch die Szenen, die nachts spielen, sind farbenfroh, detailgenau und sehr klar zu erkennen. Kleines Manko ist wieder mal, dass die Akteure, die mit uns sprechen, ihren Mund nicht bewegen, und mit erstarrten Minen in unsere Richtung blicken. Lichtblick ist da unser kleiner Helfer Chucky, ein Streifenhörnchen, das uns höher gelegene Gegenstände bringt und in kleine Ecken kriecht, um uns zu unterstützen.

Anfänglich können wir aus drei Schwierigkeitsgraden wählen, die aber jederzeit über die Optionen änderbar sind. Im einfachen Modus werden die Spieler angesprochen, die Neulinge sind. Alle signifikanten Orte glitzern, der Hinweis-Button lädt schnell auf. Der fortgeschrittene Modus unterscheidet sich durch das Wegfallen des Funkelns und in der Aufladezeit des Hinweisgebers. Der dritte Schwierigkeitsgrad ist für all diejenigen geeignet, die komplett ohne Hilfestellung spielen möchten, da Tipp und überspringen nicht verfügbar sind.

Für alle Spieler steht eine Karte zur Verfügung, die wir mit einem Klick öffnen können. Unser aktueller Standort ist dort hinterlegt, zusätzlich stehen Ausrufezeichen für Orte, an denen noch etwas zu erledigen ist, irreführenderweise muss es nicht zum momentanen Zeitpunkt sein. So kann es vorkommen, dass es nur so vor Ausrufezeichen wimmelt, wir aber überhaupt nicht wissen, wo wir als nächstes hinsollen bzw. was wir ausführen können. Zudem werden noch verschlossene und unerforschte Bereiche angezeigt, die die Unübersichtlichkeit leider nur noch komplettieren.

Hinter der Karte ist das Tagebuch versteckt. Um darin zu lesen, müssen wir zuerst den Lageplan anwählen, dann unser Notizbuch. Verlassen können wir es nur wieder auf dem gleichen Weg, ein einfacher Klick wäre hier wirklich schön gewesen. Zusätzlich ist über der Inventarleiste ein Feld angebracht, in dem wir die aktuelle Aufgabe sehen können. Das in der Sammleredition beigefügte Handbuch blättert nicht selbstständig mit und mit den Lösungen zu den umfangreicheren Spielen hat man es sich relativ leicht gemacht und teilweise nur die Regeln nochmal erklärt. Gerade beim zweiten Minispiel werden sich ungeübte Spieler mit Sicherheit die Zähne ausbeißen.

Allerdings sind viele der optisch ansprechenden 16 Rätsel auf sehr einfachem Niveau gehalten. Zweimal kommen wir in die Verlegenheit, identische Paare wegzuklicken, wobei es insgesamt nur vier Paare gibt. Zudem gibt es einige Theaterszenen, in denen man den eingeblendeten Anweisungen Folge leisten soll oder genau das Gegenteil machen muss. Viel Spaß werden wir allerdings bei Pinball und beim Schattenspiel haben, in dem es darum geht, aus einem Sammelsurium von Händen die richtigen beiden auszuwählen, um ein vorgegebenes Tier darzustellen.

Die 12 Wimmelbilder werden nur einmal aufgesucht, und obwohl fast alle wirken, als würden sie ein chaotisches, knallbuntes Kinderzimmer zeigen, finden wir die Gegenstände von der Suchliste ohne große Schwierigkeiten. In allen Wimmelbildern sind kleine, zu vernachlässigende Interaktionen eingebaut, andere Varianten werden nicht angeboten.

Als Besonderheit können wir im Spiel ab und zu in Spiegelwelten eintauchen. Zu vielen anderen offenen Baustellen kommt damit noch eine neue hinzu. Versperrt wird uns der Raum immer durch etwas „Böses“ und bis wir es nicht vernichtet haben, können wir zwar Dinge, die wir dringend benötigen, erkennen, sie aber nicht erlangen. Viele zusätzliche Wege sind notwendig, und obwohl die Karte eine Transportfunktion hat, wissen wir nicht, wo wir den aktuell benötigten Gegenstand herbekommen. Der Tippgeber verrät uns zwar bei Bedarf eine örtlichkeit, an der auch etwas zu tun ist, die ist aber willkürlich und meistens nutzlos für das momentane Geschehen. So suchen wir nach unzähligen Symbolen um Kiste für Kiste, Kästchen für Kästchen und Verschluss für Verschluss zu öffnen. Unsinnig oft laufen wir für einen Arbeitsgang mehrmals durch das komplette Anwesen, nur um dann festzustellen, dass immer noch ein Utensil fehlt, das vermutlich in einem Raum ist, der noch gar nicht bespielt wurde! Auf den Diamanten als Glasschneider und die Büroklammer als Ersatz-Zipper für den Reißverschluss  konnte und wollte Elephant Games anscheinend nicht verzichten. Und dass ein Messer nach uns geworfen wird, wo wir gerade dringend eines benötigen, wir es aber nicht nehmen können, ist dann selbstverständlich.

Im gesamten Spiel inkl. Bonuskapitel finden wir 16 Figuren, die in einem Kino abgestellt werden. Haben wir alle gefunden, können wir uns am Ende auf der Leinwand nochmal „Wie alles begann“ ansehen. Zudem gibt es 12 mehr oder weniger sinnige bzw. sinnfreie Auszeichnungen, bei denen es wichtig ist, sie sich vorab durchzulesen, damit man z. B. die Sache mit den Meerkatzen nicht verpasst. In den Extras können wir nach abgeschlossenem Spiel in der „Halle der Erinnerungen“ einige Wimmelbilder und Minispiele nachspielen. 5 Lieder gibt es zum Download, dazu Wallpapers, Bildschirmschoner und Konzeptkunst.

Wer bei „Grim Tales: Bloody Mary“ keine Rätsel überspringt und wenig von der Karte Gebrauch macht, wird nach ca. 4 Stunden zum Schluss kommen. Aber auch da müssen wir drei Anläufe nehmen und wieder Objekte zwischenschalten um endgültig das Böse aus dem Weg zu räumen. Das Bonuskapitel  hat mit ca. 1,5 Stunden eine gute Länge, allerdings nur wenige neue Räume und die Strecken kommen uns noch länger vor. Geschichtlich geht es nochmal um das Thema „Wie alles begann“.

„Grim Tales: Bloody Mary“ ist graphisch ein tolles Spiel, und obwohl es keine Fortsetzung von „Grim Tales: Die Steinkönigin ist“ merken wir doch schnell, dass sich am Spielablauf wenig geändert hat. Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen ist der Schwierigkeitsgrad um ein vVelfaches einfacher geworden und die Handlung weniger mitreißend. Der Probedownload spiegelt durchaus das gesamte Spiel wieder, die Sammleredition ist trotz ihrer Länge aber auf keinen Fall eine Empfehlung wert.


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