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Grim Facade: Der kopflose Ritter


tassentassentassen
Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Maja K.
Datum: 28.04.2014
Deutsch (Normal): 12.08.2014
Eher Rück- als Fortschritt oder: "Same procedure as every game, ERS"!?
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Sent Mount, Portugal, Mitte des 19ten Jahrhunderts: Als Detektiv werden wir von Sergio Ramirez berufen, dessen Frau Rosa verdächtigt wird, das Schwert einer Statue entwendet zu haben. Sie ist seitdem auf der Flucht. Die Statue stellt eine Szene dar, in welcher der dämonische Feuer Ritter mit Hilfe eben dieses Schwertes besiegt wurde. Rosa wird nun nicht nur von den Verantwortlichen der Stadt, sondern auch von besagtem Feuer Ritter gesucht, der durch den Diebstahl des Schwertes anscheinend seinem Grab entstiegen ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn sollte der Feuer Ritter zuerst in den Besitz des Schwertes gelangen, wird er die gesamte Stadt auslöschen!

Hier ist also der 4te Teil der Grim Facade Serie von ERS. Die Geschichte von Grim Facade: Der kopflose Ritter hört sich ja erst einmal ordentlich spannend an. Im weiteren Verlauf kommt auch die ein oder andere unerwartete Wendung ins Spiel. Die leider nicht immer logisch sind und teilweise zu unfreiwilliger Komik führen. Und gerade in diesem Spiel kommt es ERS sehr gut zu Pass, dass sie die Charaktere nicht mehr sprechen lassen - bzw. dass diese ihre Lippen nicht mehr zum Gesprochenen bewegen. Denn wenn dem so wäre, würde diese ganze Episode keinen Sinn ergeben! Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten…

Die vorangegangenen Teile sind übrigens nicht zum Verständnis dieses Teils notwendig, denn jeder Teil ist eine abgeschlossene Geschichte… Bei den Vorgängern musste man allerdings und ärgerlicherweise notgedrungen das Bonus-Kapitel der Sammler-Edition mitspielen um ein zufriedenstellendes Ende zu haben. Hier ist die Geschichte mit dem Ende des Hauptspiels glücklicherweise abgeschlossen!

Wie üblich bevor es losgeht, musst du dich erstmal für einen Schwierigkeitsgrad entscheiden. Bisher hat ERS in seiner Grim Facade Reihe nur die 3 üblichen Modi angeboten. Diesmal kannst du dir auch noch einen selber zusammenstellen: Du kannst beispielsweise wählen, ob aktive Bereiche oder Wimmelbildszenen, die aufgesucht werden wollen glitzern, ob du eine Einführung willst, ob du Tipps bekommen möchtest oder Minispiele überspringen kannst und wenn, wie lange es dauert bis die Tipp-/ überspringen-Funktion auflädt. Deine Wahl ist jederzeit über die Optionen änderbar.

Zur Grafik muss man nicht mehr viel sagen: Es ist die ganz typische gezeichnete, leicht verwaschene, dabei aber sehr detailreiche und verspielte Optik. Die bereits erwähnten bewegungsarmen Figuren sind gut getroffen und von sehr schön - Rosa erinnert doch sehr an Penélope Cruz - bis schrecklich hässlich, wie die Fratze des Feuer Ritters.

Zu Beginn von Grim Facade: Der kopflose Ritter sammelst du erstmal deine Detektiv-Hilfsmittel in deinem Büro ein: ein Tagebuch, das alle wichtigen Ereignisse und Hinweise festhält, ein Fächer als Tippgeber (in den Vorgängern konnte man zusätzliche Tipps in Form von Fächern einsammeln - das war hier wohl auch erst geplant, denn am Fächer ist eine „1“ zu sehen - ich konnte aber beim besten Willen keine Fächer finden!) und eine Karte. Alles wird zum festen Bestandteil an deinem Inventar, das übrigens sehr viel Platz im Bildschirm einnimmt! Auf die transportfähige Karte solltest du dich nicht verlassen: Sie ist zeigt sehr unzuverlässig, wo noch eine offene Aufgabe auf dich wartet. Wenn du mal nicht weiter weißt, solltest du den Tipp bemühen, der dir per Pfeil zeigt, welche Richtung du einschlagen solltest.

Wie immer gut gemacht sind die angebotenen, durchweg schön arrangierten Wimmelbilder, die alle 2-Mal mit neuer Suchliste gespielt werden. Neben den Wortsuchlisten mit 2 - 4 kleinen Kombinationen, gibt es Dinge nach Umschreibungen finden, abgebildete Gegenstände passend in die Szene einsetzen, für 8 Tiere deren bevorzugtes Futter finden, eine bestimmte Anzahl von ähnlichen Sachen finden, Umriss-Suchen in welchen der Fund wieder passend in das Wimmelbild eingesetzt wird, bis du schließlich den Gegenstand fürs Inventar erhältst. Solltest du mal keine Lust haben ein Wimmelbild zu lösen, so kannst du vor oder während des Spiels in ein Mahjong wechseln.

Einige Inventargegenstände musst du auch käuflich bei einem Händler erwerben: Hierzu sammelst du Münzen im Spiel. Ein spezielles Vergrößerungsglas bleibt fast die gesamte Spielzeit in deinem Besitz. Mit diesem werden z.B. Fingerabdrücke verglichen, in einer sehr schönen „Unterschiede finden“-Variante über 3 farblich unterschiedliche Ebenen.

Minispiele sind in der Umsetzung gewohnt gut gemacht, aber die meisten werden für Experten eher langweilig sein, da sie doch recht einfach sind! Es werden Sternenkonstellationen gesucht, einem Bieber wird mit Hilfe von Sandsäcken „der Weg gewiesen“ um ihn in einen Käfig zu bugsieren. Einer Statue werden über Rutschen verschiedene Rüstungsteile passend eingesetzt: hierzu müssen diverse Hindernisse richtig platziert werden. Ein Minispiel kommt immer wieder mal vor: Ein „Kacheln verschieben“ mit einem Käfer der zur „Ziel“-Kachel geschoben werden muss.

Die Sammler-Edition beinhaltet neben den üblichkeiten, wie Konzept-Kunst, Musik, Bildschirmschoner, Hintergrundbilder und wiederspielbaren Zwischensequenzen noch Auszeichnungen (manche kannst du dir erarbeiten, die meisten bekommst du aber zwangsläufig durch den Spielverlauf) und in vielen Szenen versteckte Schmetterlinge zu finden, die als Zahlungsmittel dienen um - typisch ERS - den Garten von deinem Stier zu verschönern, ihn zu füttern, mit Wasser zu versorgen und für Kurzweil zu sorgen.

Apropos Stier: Entgegen der Befürchtung, die das Start-Menü Bild hervorruft, dass in Grim Facade: Der kopflose Ritter der Stierkampf thematisiert werden könnte, wirst du Gott sei Dank verschont!

Die Standard-Ausgabe endet, wie schon erwähnt mit einem zufriedenstellenden Ende, welches - naja - etwas konstruiert daher kommt! Je nach dem wie viel Hilfe du in Anspruch nimmst, dauert es 3,5 - 4 Stunden. Das Bonus-Kapitel der Sammler-Edition führt die Geschichte zwar fort - ist aber zusätzlich.

Grundsätzlich kann man sagen: ERS ruht sich auf seinen - mittlerweile plattgelegenen - Lorbeeren aus! Und es ist, wie man im englischen so schön sagt „same same but different“, also irgendwie alles wie gehabt, aber doch ein bisschen anders: Nichts Neues wird gewagt, die Spielmechanismen sind ewig die Gleichen und dass die Figuren nur noch telepathisch kommunizieren ist sogar noch ein Rückschritt! Schade.


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