A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download

Zum Spielportal
Green City: Go South


tassentassentassen tassen
Herausgeber: Melesta
Entwickler: Melesta

Download: BigFish Games.com

Autor: Claudia S.
Datum: 16.09.2014

Fortsetzung nach gleichem Prinzip, aber in Teilen sehr anspruchsvoll
~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Unsere beiden Heldinnen Margery und Katie, sitzen gemütlich im Park, als Margery's Mutter völlig aufgelöst anruft. Sie und Margery's Vater haben vor einer Woche ein Ferienhaus an der Südküste gekauft, welches nun durch einen Hurrikan ruiniert worden ist. Natürlich erklären sich Margery und Katie sofort bereit, zu helfen. In Eden Ville angekommen, überredet Margery's Mutter die beiden, nicht nur ihr, sondern auch den anderen Bewohnern von Eden Ville unter die Arme zu greifen und ihre Häuser neu aufzubauen.

Wer die ersten Teile nicht kennt, dem sei der Spielablauf kurz erklärt: Jedes Level gibt dir Ziele vor, die z.B. in einer bestimmten Geldsumme, Einkünfte oder Gebäudevorgaben bestehen können. Um diese Ziele zu erreichen, wirst du aus drei Kategorien bauen müssen: Wohnhäuser, Erholungsgebiete und Energieerzeuger. Natürlich müssen auch Müllhalden entfernt, verfallene Häuser und Kaputte repariert werden, man kann Häuser kaufen oder mit Gewinn verkaufen. Was nun daran "Grün" sein soll, dass man riesige Wohneinheiten in unberührte Inselgebiete setzt, bleibt das Geheimnis des Entwicklers.

Gebaut wird auf vorgegebenen Grundstücksflächen, innerhalb dieser Grenzen kannst du deinen Aufbau frei wählen. Mehr oder weniger, denn quasi ein Markenzeichen der Green-City-Serie ist es, dass die einzelnen Bauten einander beeinflussen und viele Ziele nur wenige Möglichkeit der Positionierung erlauben. Diese muss aber erst mal gefunden werden. Ein Neustart über die Karte oder während des Level ändert nichts an der Ausgangs-Positionierung oder der Zielgebung. Insofern kann man, hat man nach 20 Minuten endlich herausgefunden, was wo wie aufgewertet zu stehen hat, noch einmal starten und dann die Erfolgsfrüchte seiner vorherigen Bemühungen genießen. Achtung beim Levelstart: Die Zeit läuft, sobald der Startbildschirm weggeklickt wird, auch wenn du nichts tust, außer mit Grübelfalten die Szenerie zu betrachten. Grundsätzlich sind die Goldzeiten in vielen Level schon sehr ambitioniert und werden so manchen gewieften Goldjäger gern mal mit einer Flinte vor der Zeitleiste stehen lassen. Vielleicht würden ja so ein paar Schrotlöcher den Zeitfluss verlangsamen?

Im Vergleich zu den beiden Vorgängern hat sich beim Aussehen der Häuser nichts geändert, die Bauten zur Prestige-Aufwertung und kommerziellen Gebäude schon und haben zum Teil auch Zusatzfunktionen. Geblieben ist allerdings auch die mangelnde Arbeitsmoral der Arbeiter, beim Laufen und Arbeiten. Es ist schon quälend zu sehen, wie langsam diese Männlein sind, während die Zeit erbarmungslos abläuft. Man möchte ihnen regelmäßig einen Rollator an die Hand geben, damit sie nicht unterwegs zusammen brechen. Und auch den Einwohnern wünscht man ein Ordnungsamt mit hohen Bußgeldern. Die neigen nämlich dazu, ein gerade vom Unrat befreites Grundstück genau in dem Moment wieder vollzumüllen, wenn du unter Zeitdruck dort bauen möchtest. Vielleicht würde es ja schon helfen, wenn Melesta, an Grundstücksgrenzen Abfalleimer aufstellt? Neben des nicht vorhandenen Arbeitstempo gibt es aber noch einen soliden Minuspunkt. Es dauert sehr lang, bis neue Gebäude freigeschaltet werden. Das dritte Wohnhaus in Level 27 von 48 ist nicht wirklich motivierend.

Du hast nur einen Spielmodus und wirst immer gegen die Zeit spielen, allerdings gibt es drei Zeitzonen, um das Level zu beenden. Gold-, Silber- oder Bronzemünzen erscheint nach Abschluss dann auf der Karte; wen Bronze nicht stört kann sich aber so viel Zeit wie gewünscht lassen. Das Level muss zu keinem Zeitpunkt neu gestartet werden. Wer sich später verbessern möchte, kann das über die Karte tun und wird erfreut feststellen, dass später Verbesserungen bzw. leistungsstärkere Gebäude dann auch in den frühen Level nutzbar sind.

Green City: Go South ist ein anspruchsvolles Zeitmanagementspiel für geduldige Tüftler. Und für tolerante Spieler, die ihren Bildschirm nicht schütteln, wenn die Arbeiter mal länger für einen Bau brauchen, als es in Deutschland braucht, einen Autobahnabschnitt zu reparieren. Die Probestunde gibt einen guten Gesamteindruck und ist vor allem denen anzuraten, die sich sonst in Rohstoff-Managementspielen eher zu Hause fühlen. Solide, aber in Teilen langatmig, ist es allemal eine gute Fortsetzung der Serie.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top