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Graven: Die Propezeiung des purppurnen Mondes


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Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Orchid Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.com

Autor: Elke M.
Datum: 29.12.2014


Langatmiges Wimmelbildabenteuer, das aber mit den Extras einer Sammleredition aufwartet
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Wir folgen einer Einladung in die Bretagne, um dort antike, prachtvolle Steine zu begutachten.  Doch schnell finden wir heraus, dass noch etwas anderes im Spiel ist. Einer Voraussagung nach werden das Böse und Zerstörung die Welt heimsuchen, sobald sich ein Komet hinter dem Mond versteckt und dabei den Himmel purpurn färbt. Heute Nacht soll dieses Spektakel stattfinden und für uns startet ein Wettlauf gegen die Zeit. Es geht nicht nur darum, uns selbst zu retten, sondern das Schicksal zweier Welten zu verändern.

Mit langen, ausschweifenden Erzählungen und Erklärungen beginnt das Spiel. Zumindest zu diesem Zeitpunkt können wir dem Verlauf noch ohne Schwierigkeiten folgen. Wir bewegen uns durch eine Welt voller klarer und wenig verschnörkelter Bilder, stoßen dabei immer wieder auf mitteilungsbedürftige Akteure und verbringen unsere Zeit damit, Ratschlägen zu folgen. Die Grafik ist größtenteils in gedeckten Farben gehalten, was gut zur Stimmung passt. Auch die Stimmen und die Hintergrundmusik sind durchaus annehmbar.

Durch die Einführung erfahren wir, dass 40 Mosaikstücke versteckt sind, die wir alle benötigen, um gegen Ende eine geheime Türe freizuschalten. Doch keine Sorge, wer nicht alle findet, bekommt die fehlenden Teile von einem Helfer ausgehändigt. Zudem verbergen sich überall insgesamt 70 Mistelzweige, durch deren Auffinden der Tipp schneller aufgeladen wird. Außerdem haben wir eine Karte in unserem Besitz, mit deren Hilfe wir uns zwar schneller fortbewegen können, auf der allerdings nichts, außer dem aktuellen Standort, markiert ist, ganz gleich, welchen Modus wir zu Beginn auswählen. Auch der Hinweisgeber arbeitet nicht immer zuverlässig, einige Male führt er uns im Kreis herum, ohne uns eine Aufgabe anzuzeigen. Und das ist dann auch schon das größte Problem in diesem Spiel. Wir haben unendlich viele und weite Laufwege, oftmals keinen Plan, was wir als nächstes tun sollen und keine brauchbaren Utensilien im Gepäck. Nur durch zielloses Umherirren stellen wir ein ums andere Mal fest, dass sich irgendwo ein Wimmelbild ein zweites Mal geöffnet hat und wir so an einen nützlichen Gegenstand gelangen. Sehr spärlich werden außerdem Informationen gesammelt, die wir dort, wo sich auch die Karte befindet, einsehen können.

Bei den Wimmelbildern gibt es vier Arten, die sich abwechseln. Wir spielen Wortsuchlisten, Umriss-Suchen, Fragmente einsammeln und die Variante, bei der wir per Umriss ein Objekt finden und damit den nächsten Gegenstand freischalten können. Alle Sachen sind nicht ganz so einfach zu finden, Zwischenschritte erschweren diese Tatsache ebenso. Erwähnenswert ist noch, dass sich auch hier Mistelzweige befinden können. Erst gegen Spielende entfallen die Interaktionen und es reihen sich Wortsuchlisten an Wortsuchlisten.

Die Minispiele sind Standard. Bis auf ein oder zwei Ausnahmen werden sich auch weniger geübte Spieler nicht die Zähne daran ausbeißen. Für geübte Rätselfreunde ist mit Sicherheit nur wenig Interessantes dabei. Wir drehen Ringe, bis ein Bild entsteht oder sich Juwelen an ihrem vorgesehenen Platz befinden, wir suchen gleiche Paare, verschieben Kacheln zu einem Motiv, suchen nichtmenschliche Schädel aus einem riesigen Berg von Köpfen und ordnen Symbole Elementen zu. Die Beschreibungen sind ausreichend und wer gar nicht damit zu kommt, kann immer auf die überspringen-Funktion zurück greifen.

Nach einer sicherlich überdurchschnittlichen Spielzeit, die dem vielen Vor-, Zurück- und im Kreis laufen geschuldet ist, endet das Spiel ohne großen überraschungen. Allerdings behalten sich die Entwickler eine Fortsetzung vor, aber seht selbst. Und trotzdem es keine Sammleredition ist, können wir sogar etliche Auszeichnung erlangen, viele aber ohne eigenes Zutun. „Graven: Die Propezeiung des purppurnen Mondes“ wartet mit einer Geschichte auf, die reine Geschmackssache ist und entweder sofort Besitz von einem ergreift oder zu Tode langweilt. Wer eine längere Pause zwischendurch einlegt, hat es sicherlich sehr schwer, sich wieder ins Thema einzufinden. Die Entwickler habe sich allergrößte Mühe gegeben, den Schwierigkeitsgrad durchgehend konstant zu halten und uns viel Abwechslung zu bieten, was ihnen auch die meiste Zeit gelungen ist. Schön ist auch die Tatsache, dass es mit kleinen Extras bestückt ist, die wir sonst nur in teuren Sammlerausgaben finden. Die Probestunde ist fast ein Muss, um herauszubekommen, ob es dem eigenen Geschmack entspricht.


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