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Gravely Silent: Haus des Schreckens (House of Deadlock)


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vogat Interactive

Download: BigFish Games.de

Wenn Du Gravely Silent: Haus des Schreckens (House of Deadlock) auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
16.04.2011


Ann wacht nachts durch einen Alptraum auf, in dem sie ihre Schwester Jennie in einem Glassarg sieht. Diese wiederum ist bereits verheiratet und bittet Ann im Traum um Hilfe, ihre Seele zu retten und damit ihren realen Tod zu verhindern. Natürlich ist Ann froh, dass es sich nur um einen Traum handelte, aber ein Anruf ihres Schwagers Richard im nächsten Moment zerstört dieses Gefühl. Er teilt ihr mit, dass Jennie bei einem Unfall ums Leben kam und Ann macht sich sofort, mitten in der Nacht, auf den Weg zum Haus der Rainhearts.

Das ist wohl auch eine völlig normale Reaktion und sie kommt noch in der Nacht an. In der Zeitung, die sie bei ihrer Ankunft vorfindet, wird bereits über Jennies Tod berichtet. Und das war noch nicht mal die berühmte grosse deutsche Tages-Zeitung, die ja bekanntlich immer zuerst mit dem Toten spricht. Nein, es muss eine Zeitung geben, die sogar noch schneller ist. Auch wurde Jennie in Windeseile eingesargt - ich argwöhnte ja schon, noch vor ihrem Unfall....Und der trauernde Witwer ist noch nicht mal zu Hause. Du stellst im Laufe des Spiels auch fest, dass der gute Richard einen ziemlichen Ehefrauen-Verschleiss hatte, von daher ist seine Abwesenheit wohl nicht überraschend. Er kennt das alles schon!

Hier beginnt dein Spiel, das von Anfang bis Ende eine beklemmende Atmosphäre in guter Grafik und passender Musik zu dir transportiert. Nachdem du den Schwierigkeitsgrad ausgewählt hast, nimmst du alles Mögliche unter die Lupe. Meistens kannst du noch nichts tun, sondern musst die Stelle in deinem geistigen Notizbuch (oder einfach einem Block) notieren, denn ein Buch wie sonst in diesen Spielen üblich, gibt es nicht. So musst du dir die vielen Baustellen, die entstehen werden, selbst merken.

In einer guten Mischung aus laufen und suchen, Minispielen und Wimmelbildern ackerst du dich auf das Grundstück, den Friedhof und das Haus von Jennie und Richard Rainheart vor. Fangen wir mit den Wimmelbildern an: Vogat Interactive scheint hier etwas verwechselt zu haben: ihre Wimmelbilder sind meistens Chaosbilder ohne Sinn und Verstand, total überladen. Zwischendurch bessert sich das mal, aber nicht dauerhaft. Zudem wird mit ängsten und Phobien der Spieler gespielt, was man absolut nicht gutheissen kann.

Ist es denn wirklich nötig, eine Riesentarantel in ein Wimmelbild zu setzen? Ich behaupte, nein - und schon gar nicht auf diese Art, dass einem das Viech so unvermittelt ins Auge springt, dass der Monitor beim Flug der Maus Schaden nehmen könnte. Auch die übertriebene Anzahl von Würmern, Mäusen, Schlangen, Spinnen ist nicht positiv zu bewerten. Natürlich kommen diese Tierchen vor, keine Frage, aber bitte nicht in dieser Häufigkeit in einer Szene. Irgendjemand hat hier nicht entferntesten verstanden, das man Grusel auch ohne solche billigen Elemente darstellen kann oder hat sich das Spiel selbst nicht angesehen. Denn das bringt die gewünschte Atmoshäre auch ohne Wimmelbilder dieser Art rüber. Dieses ganze überzogene wird viele Spieler abschrecken.

An dieser Stelle ein Angebot an Spieler, die mit lebensechten Spinnen in Spielen ein Problem haben: Beende das Spiel an der Stelle in der Werkstatt, an der du mit einer Taschenlampe in die dunkle Ecke leuchten musst. Um das dort befindliche Wimmelbild zu überspringen, kannst du eine Save-Datei bekommen, die dich danach weiterspielen lässt. Du verpasst dadurch nur geringfügig etwas des Spiels. Bei Interesse sende bitte eine Mail an info@gamesetter.com. Auch danach werden weiter Spinnen auftauchen, die grösser und zahlreicher sind als gewohnt. Damit kommen aber die meisten zurecht.

In der Regel suchst du nach Listen, aber auch mal 12 oder 15 gleiche Elemente sowie Paare. Bei den Paaren ist es ganz interessant, die sie selten gleich aussehen, sondern meistens recht unterschiedlich. Das macht die Sache spannender. Ein Objekt geht auf jeden Fall immer in dein Inventar. Bei den Listen musst du dir einige Objekte erarbeiten, die in gelb in deiner Suchliste stehen. Leg den Wurm ins Nest und du bekommst den hungrigen Vogel, der den Kopf rausstreckt, so etwas in der Art.

Du findest aber auch welche einfach so oder musst sie dir mit den zahlreichen Puzzle-Elementen erarbeiten. Setz dem Gargoyle seine zwei Augen ein und er öffnet bereitwillig sein Maul, um dein Inventar zu bereichern. Vieles schleppst du länger mit dir rum, aber einige werden auch in der Nachbarschaft eingesetzt, weil gerade der Gegenstand dich im Spiel weiterbringt und alle anderen noch auf der Wartebank sitzen.

Sehr lange Wege hast du dafür nicht, das ist ganz geschickt gemacht. Mehrmals musst du zwar wegen immer einem Gegenstand zwischen zwei Orten hin- und her laufen, aber das sind nur kurze Phasen. In der Regel ist das Ganze weitläufiger.

Die Minispiele, die dir begegnen, sind nach einer Aufladezeit überspringbar. Du kannst dir eine kurze Erklärung anzeigen lassen, wenn du nicht weisst, was du zu tun hast. Das kommt sehr allen Spielergruppen von Anfängern bis zu Profispielern entgegen, die wahrscheinlich lieber selbst herausfinden möchten, was zu tun ist. Sie sind abwechslungsreich, hübsch gemacht und für jeden ist sicherlich etwas dabei.

Kommst du im Spiel mal nicht weiter, sei es Wimmelbild oder unterwegs, benutzt du einfach den Tipp. Der hat eine gute Aufladezeit, die nicht zu lange dauert, aber ihn auch nicht leichtfertig benutzen lässt. Er hilft dir auf jeden Fall weiter und ein Blick in deine aktuellen Aufgaben kann auch schon helfen.

Wie ich schon erwähnte, ist die Grafik recht gut. Aber auch auf Details wurde geachtet: Klickst du einen Blumenkorb in eine Nahansicht, räumst ihn aus und verlässt diese Nahansicht, dann liegen ab jetzt alle Blumen immer neben dem Korb, wenn du diesen Ort betrittst. Bei der übertriebenen Darstellung von Tieren, die von vielen als eklig empfunden werden, ist diese Grafik allerdings eher ein Nachteil.

über die Spielzeit von Gravely Silent: Haus des Schreckens (House of Deadlock) kann man überhaupt nichts Negatives sagen, eher im Gegenteil. Auch das Bonuskapitel in der Sammleredition packt noch einmal ein knappe Stunde obendrauf. Ich würde jetzt sogar sagen, es ist ein durchaus gelungenes Spiel, wenn es diese erwähnten Tieren nicht in dieser übertriebenen Weise gäbe. Oder der Klickradius bei manchen Objekten etwas gross geraten wäre. Oder es ein Buch gäbe für die ganzen Notizen, die man findet, um die Geschichte mal im Zusammenhang lesen zu können. Oder wenn die Wimmelbilder nicht mitunter so chaotisch wären.

Aber das waren genug Oder. Wer gegen das alles nichts einzuwenden hat, der ist mit diesem Spiel auf jeden Fall gut beraten. Aber Spinnenphobikern ist auf jeden Fall abzuraten, ebenso wie Kindern das Spiel zugänglich zu machen - zumindest nicht, ohne das vorher ein Erwachsener probegespielt hat.


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