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Ghost Encounters: Deadwood


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Herausgeber: Anarchy Enterprises
Entwickler: Anarchy Enterprises

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 07.07.2012


Als Lebender tötete der Bandit kaltblütig Jack 21 Menschen und erhielt so seinen Spitznamen Blackjack. Doch im Tod ist seine Opferzahl noch viel größer. Als Grabräuber seinen Sarg öffnen, kann der Geist entfliehen und tötet jeden Einwohner von Deadwood, dem er habhaft werden kann. Du offensichtlich hast noch Familie in Deadwood und übersinnliche Kräfte dazu. Es scheint, dass nur du Blackjack ein für alle Mal besiegen kannst.

Anarchy Games ist nicht unbedingt bekannt für qualitativ hochwertige Spiele (Hide&Secret, Coffee Rush oder auch Redrum sind von ihnen). Und doch haben sie mit Ghost Encounters: Deadwood ein redliches Spiel geschaffen, dass dazu nichtmal als Sammler- sondern als Normalversionen erschienen ist. Grafisch gesehen hat man sich an Braun- und Grautöne gehalten, die trotzdem noch ausreichend beleuchtet sind und dazu auch die Wildwest-Atmosphäre der kleinen Stadt hervorragend wieder geben. Ebenfalls anders und lobenswert ist die Musik. Fast psychedelische Klänge begleiten dich durch das gesamte Spiel.

Du kannst zwischen zwei Modi wählen und hier sei durchaus der Casual Modus empfohlen. Denn da der Tipp nur in den Wimmelbildern funktioniert, es keine zusätzlichen Hinweise gibt, keinen Karte und die Lauferei eh schon im Verlauf elendig werden will, wirst du zumindest für die Glitzeranzeige der Wimmelbilder und einiger anderer Stellen dankbar sein. Dabei glitzert nicht alles, was du brauchst und nehmen kannst, es verdirbt also nicht unbedingt den Spaß. An vielen Stellen gibt es Dinge du aufnehmen musst, klicke auch herum, um zu sehen, ob irgendwo eine Nahansicht ist, die vielleicht einen Gegenstand enthält.

Außerdem gibt es bei Ghost Encounters: Deadwood natürlich Wimmelbilder und davon einige. Es sind einfache Wortsuchlisten, die Gegenstände sind relativ gut zu erkennen, allerdings müllen die Szenen im weiteren Verlauf immer mehr zu. Hier, aber auch beim restlichen Spiel fällt die absolut großartige Übersetzung auf. Der Text mag ein wenig steif sein, aber das ist auch im englischen Spiel so, ansonsten wird es hier keine als Ventilatoren bezeichnete Fächer, als Flugzeug bezeichnete Hobel geben. Schade ist, dass man in den Wimmelbildern nicht allzeit genau genug war und sich so schon mal Gegenstände einschleichen, die nicht in die Zeit des Wilden Westen passen.

Die Puzzles - im Grunde sind es nur drei oder vier Verschiedene, die sich immer wiederholen. Da müssen Kreise gedreht und so zu einem Bild zusammengesetzt werden, da müssen Legepuzzle fertig gestellt werden und einmal gab es ein Puzzle, wo du Reihen und Spalten verschieben konntest. Sie sind nicht schwierig, aber sie sind deutlich auf "Zeit" aufgebaut, so dass du, nutzt du keine Überspringfunktion, etwas länger daran zu tun hast. Die Rätsel sind in der Regel einfach, aber nicht immer kommt man gleich darauf. Bei Codes wirst du häufig mit vier Zahlen herumprobieren müssen, welche Kombination nun die richtige ist. Deine übersinnlichen Fähigkeit werden nur sehr selten gebraucht, wenn du aber etwas anklickst und ein blauer Kreis erscheint, stelle sicher, dass du eventuelle Zahlen aufschreibst.

Die Geschichte erzählt sich in Ghost Encounters: Deadwood durch einige tote Bewohner weiter, denen du behilflich sein musst, ihre endgültige Ruhe zu finden. Warum Blackjack, dem du mehrmals in Einspielern begegnest, dir nichts tut, erfährst du erst sehr spät. Es gibt keine große Dramatik, keine spannenden Höhepunkte, aber doch ein oder zwei kleinere, aber dennoch überraschende Wendungen.

Da Ghost Encounters: Deadwood keinen weiterführenden Tipp hat und auch sonst keine Texthinweise hinterlässt (ab und an kommt mal "das muss geölt" werden, aber in der Regel heißt es nur: Das muss ich wohl machen, ohne Hinweis darauf, WAS gemacht werden muss) hat es durchaus Länge. Ca. 3,5 bis 4 Stunden wirst du ab und an mit Fragezeichen im Gesicht herumlaufen, bis du gefunden hast, wo es weiter geht. Der Klickradius von einem Ort zum anderen ist etwas groß, du wirst schnell mal ausserhalb der Szene landen, in der du eigentlich nach weiteren Hinweisen suchst.

Ghost Encounters: Deadwood ist kein Prachtstück, aber es ist ein solides Wimmelbildspiel, das unterhält und zumindest für geduldige Puzzler einiges bereit hält. Es ist grafisch durchaus atmosphärisch, die Musik unterstreicht dies auf absolut angenehme Weise. Wem die Probestunde gefällt, dem wird der Rest des Spieles auch zusagen.


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