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Frankenstein: Meister des Schreckens


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Herausgeber: Jet Dogs Studios
Entwickler: Fineway Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: Bigfish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 20.02.2015


Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer - grafisch altbacken, aber mit netten Wimmelbildern
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Als du einen Brief von deinem Freund Victor Frankenstein erhältst, zögerst du nicht eine Sekunde und machst dich auf dem Weg. Er braucht deine Hilfe, doch was genau, das will er dir erst sagen, wenn du bei ihm bist. Bei deiner Ankunft erlebst du, wie Victor's Frau, Elizabeth, von einem Monster entführt wird. Ist Frankenstein in seinem Bestreben, die Unsterblichkeit zu finden und so den Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen, zu weit gegangen?

Doch auch von deinem Freund fehlt jede Spur. Nur ein unsympathischer, fieser Möpp läuft dir mehrmals über den Weg. Durch Briefe und andere Hilfsmittel erfährst du: Baron von Zindel heißt der Mensch und er hat Frankenstein nicht nur finanziell bei seinen Forschungen unterstützt. Was hat die Partner entzweit? Und wo sind Victor und Elizabeth?

Ziemlich düster und grafisch nicht auf Top-Niveau kommt Frankenstein: Meister des Schreckens daher. Wer die modernen klaren Grafiken der meisten Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer kennt, wird sich hier fragen, ob die Grafiken wohl wie der Original-Frankenstein aus Einzelteilen zusammengeschustert wurden. Und doch kann man ihnen eine gewisse, unterstützende Atmosphäre nicht streitig machen. Und gerade weil die meisten von uns die Original-Version der Frankenstein-Geschichte im Kopf haben, macht die Variante von Fineway Games Spaß und erzeugt Spannung. Fragt man sich doch stets: Wie viele Bösewichter gibt es in diesem Spiel.

Es stehen nur zwei Modi zur Verfügung, diese aber können während des Spieles jederzeit gewechselt werden. Als zusätzliches Hilfsmittel gibt es eine Karte mit Hüpffunktion. Zwar bietet sie im Normalmodus eine Kennzeichnung aller Orte an, an denen es etwas zu tun gibt, doch die Angabe ist wörtlich gemeint. Die Kennzeichnung sieht man auch, wenn man erst viel später an diesen Ort zurück kehren wird. Praktisch dagegen ist die Kennzeichnung der Orte, an denen man alles erledigt hat. Schon weil man in Frankenstein: Meister des Schreckens ein gutes Gedächtnis benötigt. Die Baustellen sind unzählig, dazu wird vieles erst spät erledigt. Da ist es das ein oder andere Mal gut zu wissen, wo man n i c h t mehr hin muss.

Es steht zu vermuten, dass einer der Künstler von Fineway Games ein Extremsammler ist. Noch nie habe ich persönlich ein Spiel erlebt, in dem man derartig viel Mehrfach-Gegenstände finden muss. Speziell Ornamente, die so ziemlich alles öffnen, was nicht bei drei auf dem Baum ist, gibt es in Unmengen und immer sind es 3 oder gar 4, die erst zusammengesucht werden müssen, bevor sie genutzt werden kann.

Doch man muss dem Entwickler auch ein Kompliment machen. Dort hält man nichts von der Einweg-Wegwerfmethode und so wirst du nicht nur Messer und Brechstange, Eisenhandschuh und Staubwedel lange mit dir rumtragen, auch andere Dinge werden mehrfach genutzt. Schade nur, dass so oft die Logik in der Nutzung fehlt. Denn mit den Mehrfach-Objekten könnte mehr erledigt werden, doch statt eine Scheibe mit der Brechstange einzuschlagen, sammeln wir erneut ... Ornamente.

Die Wimmelbilder sind mit deutlichen Bildern ausgestattet und alle werden nur einmal gespielt. Es gibt immer ein kleines Puzzles zu erledigen, dazu zwei bis drei einfachere Interaktionen. Im übrigen können die Wimmelbilder auch nach einer kurzen Wartezeit übersprungen werden. Die meisten Puzzles sind einfach gehalten, nur ein Schiebepuzzle ist ein echer Kopfzerbrecher. Das alles ist nett gemacht, haut einen aber auch nicht gerade vom Hocker.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist der oben am Bildschirm angebrachte Tipp, dazu Karte, Menü, überspringfunktion und bei Puzzlen die Hilfe. Mit einer unten links gelegenen Schaltfläche können diese Spielbestandteile festgesetzt oder wieder gelöst werden. Und gerade Spielern im Fenstermodus sei das geraten, denn Karte und Menü liegen gern mal im bespielbaren Bereich.

Im Gesamten gesehen ist wohl die Geschichte das Beste am ganzen Spiel. Der Ablauf lässt Wünsche für den Vielspieler offen, aber für Einsteiger oder Spieler, die einfach nur gemütlich und ohne Anstrengung spielen möchten, ist es gut gemacht. Die Spielzeit ist akzeptabel, wer läuft wird bedeutend länger brauchen und feststellen, dass die Sohlen am Ende wohl durchgelaufen sind.

Frankenstein: Meister des Schreckens ist kein Großer. Weder Schrecken noch (Spiele-)Meister. Es ist ein fast behutsames Spiel, sehr darauf bedacht, den Spieler wenig zu fordern. Denn trotz vieler Wege ist es gradlinig, der rote Faden wird weder geschichtlich noch spielerisch jemals dünn. Die Probezeit ist sicherlich ein guter Einblick. Die geübte Spieler wird wohl eher nur widerwillig zugreifen und doch hat das Spiel etwas. Nicht greifbar, nicht beschreibbar, lässt es den ein oder anderen sicherlich mit einem guten, befriedendem Gefühl zurück.


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