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Forgotten Kingdoms: Traum vom Untergang


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vast Studios

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 10.10.2014
Deutsch (Sammler): 22.02.2015


Eintönige Geschichte und schwierige Rätsel
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Als Gesandter eines entfernten Königreiches überbringen wir der liebreizenden Prinzessin Selene einen Heiratsantrag. Sie lehnt diesen schweren Herzens ab, da sie von immer wiederkehrenden Alpträumen geplagt wird. Darin sieht sie die Zerstörung ihres Staates, falls sie zustimmt. Noch während unseres Gespräches sinkt sie zu Boden und fällt in eine Art tödlichen Schlaf. Ihre Mutter, die Königin, macht uns dafür verantwortlich und belegt uns mit einem Fluch. Unser Leben ist nun an das ihrer Tochter gebunden, stirbt sie, sterben auch wir. So liegt es nun an uns, ein Heilmittel für Selene zu finden, um auch unser Dasein damit zu retten.

Nun, das ist dann allerdings schon die spannendste Stelle der ganzen Geschichte. Der Rest ist eine Aneinanderreihung von Szenen, die immer nach dem Grundsatz „Hilfst du mir, helf ich dir“ ablaufen. Und um das noch unnötig in die Länge zu ziehen, gibt es eine Unmenge an Namen und Informationen, die nur für zusätzliche Verwirrung sorgen. Dazu kommt eine recht blasse Grafik, steif wirkende Darsteller, belangloses Hintergrundgeplätscher und beliebig austauschbare Stimmen. Zahlreiche Dinge werden entweder extrem klein dargestellt oder so undeutlich, dass wir sie nur anhand der Beschreibung als das entziffern können, was sie denn letztendlich sein sollen. Ungewollt komisch sind dagegen ein paar Geister, die aussehen, als wären sie Klone von Hui Buh, dem Schreckgespenst.

In Punkto Technik läuft auch nicht alles rund. Zumindest ich habe unzählige Male versucht, Gegenstände da zu platzieren, wo sie auch tatsächlich hin müssen, trotzdem sind sie immer wieder zurück ins Inventar verschwunden. Und bei einigen Szenen, die wir in die Nahansicht holen können, war vorab schon das Objekt zu sehen, das eigentlich erst hätte eingefügt werden sollen. Die Karte, die dringend notwendig ist, da wir kreuz und quer durch die Gegend geschickt werden, hat auch so ihre Tücken in Sachen Zuverlässigkeit. Der Tipp arbeitet hier etwas genauer, braucht aber auch im einfachsten Modus sehr lange zum Aufladen.

Da sind wir schon beim nächsten Thema, nämlich den Schwierigkeitsgraden. Spielen können wir als „Bürger“, „Mitglied des Königshauses“ oder „Legende“. Die ersten beiden Modi unterscheiden sich nur in der Aufladegeschwindigkeit des Tipps und der überspringenfunktion und in der Häufigkeit des Glitzerns. Die Hinweistexte sind bei beiden gleich, allerdings sind diese schon in der vermeintlich leichtesten Stufe nur sehr spärlich gesät. Im dritten und damit schwersten Modus gibt es kein einziges der eben genannten Hilfsmittel. Glücklicherweise ist eine änderung jederzeit möglich, so dass wir nicht noch einmal von vorne beginnen müssen, wenn wir uns doch entscheiden zu wechseln.

Das Journal ist in die Punkte Aufgaben und Hinweise unterteilt, letztere sind absolut unbrauchbar und damit für die Katz. Zur Unterstützung erhalten wir einen Eisenhandschuh, der mit verschiedenen Fähigkeiten ausgestattet ist, wie beispielsweise Feuer oder Wasser zu produzieren. Gelegentlich leuchtet er, wenn wir ihn einsetzen sollen, aber irgendwann wird diese Funktion eingestellt und es liegt an uns, herauszufinden, wann er in Aktion treten soll. Ein weißer, fliegender Tiger transportiert uns zu den einzelnen Schauplätzen, wenn wir ihn anwählen. Doch ich habe dieses Können im ganzen Spiel nur zweimal benötigt, und auch erst dann, als es von mir verlangt wurde. Dadurch, dass es auch noch Portale gibt, scheint es fast, als wollte man um jeden Preis ein Tier einbauen, egal wie nützlich es ist.

Wimmelbilder gibt es insgesamt sechs Stück, die beim ersten Durchlauf mit kleinen Interaktionen ausgestattet sind. Beim Wiederholungsbesuch sind es dann nur noch reine Wortsuchlisten, mit, wie bereits erwähnt, teilweise sehr kleinen Objekten oder solchen, die nicht als der gesuchte Begriff erkennbar sind.

Eine Herausforderung sind dagegen die Rätsel, die anfänglich im selben Fahrwasser dümpeln, wie der Rest des Spiels. Aber bereits nach relativ kurzer Zeit verlangen sie vor allem zwei Dinge von uns ab, nämlich ausreichend Sitzfleisch und eine große Portion Geduld. Und haben wir endlich eines dieser kniffligen Minispiele gelöst, lässt das nächste nicht lange auf sich warten. So müssen wir zweimal ein riesiges Bild, das in viele kleine Flächen unterteilt ist, mit bestimmten Farben füllen. Durch das öffnen und Schließen von Schleusen, gelangen wir mit der Farbe auch in die hintersten Winkel, doch nicht ohne andere bereits farbige Felder dann mit dieser Farbe zu mischen. Daraufhin ist es enorm wichtig, wieder die richtigen Schleusen zu betätigen, um die nun falschen Farben aus dem Bild zu entfernen. Auch das Tauschen von Fragmenten auf einem mehrteiligen Hinweisschild ist nicht zu unterschätzen, da wir erst das Prinzip verstehen müssen. Die Erklärungen zu den einzelnen Puzzles sind oft sehr oberflächlich und wage, wer die Sammleredition erworben hat, wird dort auch meistens nur mit einem Lösungsbild abgespeist. Oft habe ich eine Neustartfunktion vermisst, die bei den Rätseln mit höherem Schwierigkeitsgrad doch hilfreich gewesen wäre.

Das Ende ist in Ordnung und vollkommen ausreichend, wenn auch nicht besonders ausgefallen. Das Bonuskapitel, das fast ausschließlich an den gleichen Orten spielt, behandelt die vier Elemente nochmal ausführlicher. Als Extras gibt es im Hauptteil 24 Karten einzusammeln, die ebenfalls sehr klein ausfallen und deshalb nur schwer auszumachen sind. Alle Wimmelbilder und Rätsel können wir erneut spielen, dazu gibt’s Musik, Wallpapers und eine Kunstgalerie. Die erreichten Auszeichnungen sind unter Optionen einzusehen, die Sammelkarten dagegen auf der Startseite in der großen Halle.

„Forgotten Kingdoms: Traum vom Untergang“ ist wahrlich kein Meisterstück von Vast Studios. Es wirkt sehr nachlässig fabriziert, dazu unpersönlich und von einem roten Faden ist weit und breit nichts zu sehen. Die Geschichte fesselt nicht und die Wimmelbilder sind noch ganz alter Standard. Einzig allein die Rätsel heben sich etwas von der Masse des sonst Dargebotenen ab und dürften einige Spieler ansprechen. Für Neueinsteiger ist es vermutlich zu schwierig und auch Fortgeschrittene werden hier und da so ihre Probleme haben. Die Probestunde ist auf alle Fälle ein Muss, die Sammleredition dagegen überflüssiger Ballast.


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