A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Forest Legends: Der Ruf der Liebe


tassentassen
Herausgeber: Alawar
Entwickler: Alawar Stargaze

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Forest Legends: Der Ruf der Liebe auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 04.08.2013
Deutsch (Normal): 30.12.2013

Buntes Fantasy-Abenteuer ohne besondere Herausforderungen

Es gab eine Zeit, in der Menschen und magische Kreaturen in Harmonie miteinander lebten. Aber eines Tages zerbrach der Frieden zwischen den Werkatzen und den Erdenbürgern und die Welt wurde in zwei Bereiche geteilt. Die Menschen jagten das Volk der Felizes (Werkatzen) und so kam es auch, dass die Tochter des Jägers, Eveline, sich nur noch heimlich im Dickicht des Verbotenen Waldes mit ihrem Liebsten Aurelio treffen konnte. Eine Verbindung zwischen Bewohnern beider Welten war strengstens untersagt. Wird diese Liebe bestehen können? Wird wieder Frieden einkehren? Und was hat Rapunzel damit zu tun?

Als Eveline leben wir in einer farbenprächtigen Welt, in der detailverliebt jedes kleine Blättchen am Schaukeln ist, jedes Tier angestupst werden kann und in der als erstes gleich ein Drachenbaby an die rechte untere Ecke wandert, das als Tippgeber fungiert. Wenn wir die kleinen leuchtenden Punkte im Spiel anwählen, lädt der Hinweisgeber ohne Wartezeit wieder auf. Haben wir als Schwierigkeitsgrad den Normalmodus ausgewählt, ist die Ladegeschwindigkeit bereits sehr zügig. Die aktiven Bereiche sind durch ein Glitzern gekennzeichnet und es gibt ein Tutorial. Im Expertenmodus dauert das Aufladen etwas länger, das Funkeln entfällt und wir haben auch keine Einführung zur Verfügung.

Von Beginn an steht uns eine Karte mit Transportfunktion zur Verfügung. Sie zeigt uns an, wo noch etwas zu tun ist und wo wir uns gerade befinden. Allerdings werden auch Bereiche markiert, in denen wir zwar schon ein Utensil ablegen können, aber uns ggf. noch fünf andere Gegenstände fehlen. Zur Orientierung ist die Karte dringend nötig, da gleich zu Anfang sich die Wege gabeln, dann nochmal teilen und wir kurzer Hand die Orientierung verloren haben. Ein Tagebuch steht uns ebenso zur Verfügung. Es ist in vier Bereiche aufgegliedert. Zum einen finden wir dort noch einmal den Lageplan vor, dann eine Aufgabenliste und die laufenden Notizen, zum anderen werden dort alle 70 Memos, die im Hauptspiel verteilt sind, hinterlegt, damit wir sie noch einmal nachlesen können. Zudem hat es eine Audiofunktion, bei der uns ein Sprecher die Handlung vorliest, diese ist jedoch abschaltbar.

Wer gerne Wimmelbilder spielt, sucht hier vergeblich nach ihnen. Es handelt sich um ein reines Abenteuerspiel, in das 17 optisch hervorragende, aber technisch miserable Minispiele eingebaut wurden. Wir bringen Zahnräder in die richtige Reihenfolge, suchen identische Paare, stellen eine Sternenkonstellation wieder her und rücken Spiegel in die richtige Position. Es gibt nichts Neues, nichts Herausforderndes und nichts wofür sich ein Blick ins Handbuch lohnen würde. Ein weiteres Manko, sind die vielen kleinen versteckten Bereiche, die wir daran erkennen können, wenn sich unser Mauszeiger in eine Lupe verwandelt. Unzählige Memos und Gegenstände holen wir aus diesen verborgenen Winkeln, schließen müssen wir sie aber alle selbst, das hat der Entwickler vermutlich, trotz einer Spielgröße von 1,7 GB nicht mehr auf seiner To-Do-Liste stehen gehabt.

Als kleine Auflockerung müssen wir im Hauptspiel 9, im Bonuslevel nochmal 4, Zaubertränke brauen. Zuerst erhalten wir meist von einem freundlichen Waldbewohner ein Rezept, die Ingredienzien dafür finden wir unterwegs. Haben wir alle notwendigen Zutaten gefunden, gelangen wir automatisch in unsere Herstellungskammer. In einem Buch können wir erkennen, welche Zutat wie zu verarbeiten ist. Wir können Hobeln, Destillieren, Schneiden und Mörsern. Haben wir z. B. einen Apfel auf unser Schneidebrett gelegt, zeigt uns ein Pfeil an, wie wir unsere Maus bewegen müssen, damit der Gegenstand zerschnitten wird. Das ist bei jedem einzelnen Bestandteil so, das überspringen ist hier nur eingeschränkt möglich, so dass spätestens nach dem dritten Trank der Spaßfaktor enorm nach unten sinkt.

Wenn wir die Karte wenig benutzen und alle Minispiele ohne überspringen lösen, werden wir nach ca. 3,5 Stunden unser Ziel erreicht haben. Das Ende ist dann genauso wie wir es erwartet haben, unspektakulär wie die gesamte Geschichte. Wer allerdings alles an Infomaterial und die 70 Memos aufmerksam liest, wird um einiges länger brauchen. Die Geschichte im Bonuskapitel soll vermutlich eine detailliertere Beschreibung vorangegangener Ereignisse darstellen, mit Sicherheit kann das aber nicht gesagt werden. Und die Frage, was Rapunzel mit all dem zu tun hat, können wir selbst nach Beendigung des Zusatzkapitels nicht beantworten! Als Extras werden lediglich ein paar Lieder, Konzeptkunst, Wallpapers und die Geschichte zum Nachlesen angeboten. Die Spiellänge des Bonuskapitels liegt bei  ca. 45 Minuten, und hat nochmal 20 Memos zum Einsammeln, 4 Zaubertränke und 3 Minispiele parat.

„Forest Legends: Der Ruf der Liebe“ erinnert streckenweise an die “Otherworld”-Reihe. Jedoch ist es um ein Vielfaches einfacher, lustloser und vor allen Dingen ohne richtigen roten Faden. Nur diejenigen unter uns, die aufmerksam jedes Körnchen Infomaterial in sich einsaugen und sich von der Flut dessen, nicht einschüchtern lassen, werden auf ihre Kosten kommen. Allen anderen sei die Probestunde empfohlen, da sie das Spiel gut wiederspiegelt, es wird danach nichts besser, aber auch nichts schlechter.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top