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Final Cut: The True Escapade

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 28.11.2014
Deutsch (Normal): 24.03.2015


Solider vierter Teil, der eine Steigerung zum Vorgänger erkennen lässt
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Unser Bruder übernimmt die Neuinszenierung des Films „The True Escapade“, der lange Zeit nicht fertig gestellt wurde, da es etliche mysteriöse Todesfälle unter den Schauspielern und der Crew gab. Wir selbst haben den Job der Regieassistentin ergattert, unser Verlobter sogar den des Bösewichts in dem Streifen. Doch bereits gleich zu Beginn kommt es in einer Szene zu einem Mord, bei dem unser Geliebter als Hauptverdächtiger gilt und seitdem verschwunden ist. Erst nach und nach bemerken wir, dass er entführt wurde und jemand ganz anderes hinter den Vorkommnissen steckt.

Die Handlung ist einigermaßen nachvollziehbar, trotzdem sie so verschachtelt ist. Immer wieder erfahren wir über Rückblenden, was beim ersten Dreh des Films tatsächlich geschah und wer so einen Groll auf das ganze Set hat. Passend dazu ist die Grafik, bei der wieder ganz auf die Nostalgieschiene gesetzt wurde und die das Thema Kino gut einfängt. Die Charaktere, die wie so oft bei Eipix, ähnlichkeiten mit dem Entwicklerteam besitzen, werden meist bei Dialogen im unteren Bildbereich eingeblendet und weisen dort zumindest ein Minimum an Animation auf. Die Stimmen dagegen sind beliebig austauschbar und nicht vollkommen überzeugend.

Auch dieses Mal steht uns ein Modus zur Verfügung, den wir selbst gestalten können. Die Auswahl an Unterpunkten ist recht üppig, so dass sicherlich jeder für sich einen angenehmen Schwierigkeitsgrad findet. Im Angebot sind unter anderem Dinge wie Texthinweise, ein ausführliches und ein stichpunktartiges Tutorial, Klickstrafen, Hinweisglitzern, Ladetempo von Tipp und überspringen und die Legende auf der Karte. Während des Spiels können wir jederzeit änderungen durchführen oder in einen der drei vorgegebenen Modi wechseln.

Neben einer Karte, die uns auch an verschiedene Orte transportiert, erhalten wir noch ein Bildbetrachtungsgerät. Wann immer wir ein Dia finden, können wir es darin einlegen. Wenn wir dann am dazugehörigen Schauplatz angekommen sind, ist es uns möglich, einen Regler daran hin und her zu schieben. Unsere Aufgabe besteht darin, die Unterschiede von vorher zu nachher herauszufinden. Haben wir alle entdeckt, offenbart sich uns meist ein Geheimfach oder eine Stelle, an der wir vordringlich nachsehen sollten.

Die Wimmelbilder sind eine mannigfaltige Kombination aus verschiedenen Elementen. Neben klassischen Wortsuchlisten mit Zwischenschritten kommen auch Umriss-Suchen vor. Mehrmals sind auch zwei oder drei kleine Fenster eingeblendet, für die wir erst fünf gleiche Gegenstände finden müssen, damit dort irgendwann Begriffe eingeblendet werden. Ein einziges Mal befinden sich in der unteren Leiste bereits vorgegebene Objekte, die wir wieder ins Bild einzusetzen haben. Auch an Wimmelbild-Muffel wurde gedacht und so besteht bei fast allen Wimmelbildern die Möglichkeit, zu einem 3-Gewinnt zu wechseln.

Um einiges anspruchsvoller als im Vorgänger sind die Rätsel. Zwar bereiten auch diese geübten Spielern nicht die allergrößten Schwierigkeiten beim Lösen, aber dennoch ist gelegentlich intensiveres Nachdenken gefragt. Wir spielen also Flipper, lotsen eine Kugel durch ein Labyrinth, bringen Zahnräder zum Laufen, ordnen Muschelformen richtig zu und weichen mit einem Auto Hindernissen aus. Nichts wirkt deplatziert und mühevoll eingefügt, sondern es scheint tatsächlich so, als ob die Entwickler sich dabei was gedacht hätten.

Die Spieldauer pendelt sich hier maximal im unteren Durchschnittsbereich ein. Das Finale ist in Ordnung, auch wenn sich wahrscheinlich zum Leidwesen vieler, einige Antworten erst im Bonuskapitel gegeben werden. Ansonsten finden wir in den Extras der Sammlerausgabe 40 Filmstreifen zum einsammeln und 13 sich verändernde Objekte, die nur in den Wimmelbildern vorkommen. Neben Auszeichnungen, Konzeptkunst, ein Making Of, Filme und Musik gehört auch noch ein Souvenirraum zur Ausstattung. Dort werden wir in jede einzelne Szene zurückbefördert, um einen vorgegebenen Gegenstand zu entdecken. Zusätzlich können wir alle Rätsel und Wimmelbilder noch einmal spielen, zudem auch das 3-Gewinnt.

„Final Cut: The True Escape“ ist ein vollkommen eigenständiges Spiel, das keine Vorkenntnisse über die anderen Teile voraussetzt. Die Geschichte gestaltet sich zeitweise relativ zäh und nur wahre Cineasten werden hier auf ihre Kosten kommen. Dafür entschädigen allerdings die abwechslungsreichen Wimmelbilder und die wirklich gelungenen Rätsel. Insgesamt ist zumindest eine kleine Steigerung zu „Final Cut: Homage“ erkennbar, der Probedownload schadet trotzdem nichts.


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