Final Cut: Der Schein trügt


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 16.02.2016


Solides Roadmovie mit wenigen Höhen
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Bernhard, ein Fotograf, ruft dich zu sich, da er deine Hilfe als Detective braucht. Kaum angekommen, spitzen sich die Ereignisse schon zu, zwei düstere Gestalten sind in Bernhards Wohnung eingebrochen und durchsuchen sie. Als sie endlich die Wohnung verlassen, findest du Bernhard tot auf. Bald schon geht es Schlag auf Schlag, du wirst fast angeschossen und findest eine Projektorhalskette, die es dir erlaubt, fotografierte Gesichter anzunehmen. Weiter erfährst du, dass der Boss eines Filmstudios mittels besagter Projektorhalskette ersetzt werden soll, aber das ist noch lange nicht alles…

Zu Anfang darfst du auch in diesem Spiel den Schwierigkeitsgrad aus 4 verschiedenen Modi, darunter ein benutzerdefinierter, wählen.  Die Karte funktioniert mit einem Klick, du hast in verschiedenen Szenen, die Möglichkeit das Stockwerk zu wechseln. Sowohl Karte als auch Tipp sind zuverlässig und teleportieren.

Als Helfer hast du diesmal besagte Halskette. Sie beinhaltet eine Kamera und wenn du von einer Person ein Foto machst, verwandelst du dich für kurze Zeit in eben diese Person. Bevor die Verwandlung vollzogen wird, musst du jedes Mal ein ödes Minispiel, ähnlich dem „Haus vom Nikolaus“, machen.
Die Grafik zeigt diesmal, welch breite Palette Eipix zur Verfügung steht, über eine  Wohnung, einem Club, Wüste, einem Restaurant, eine Bar, einem Bahnhof bis hin zu einem feudalen Domizil, das meiste im Jugendstil… Vieles zeigt, wie detailverliebt der Entwickler ist. Ansprechend ist nicht nur die Grafik sondern auch wie immer die Animation der einzelnen Personen, aber es gibt nichts, das wir nicht schon gesehen hätten.

Eipix präsentiert uns diesmal in Final Cut: Fade to Black ein richtiges Roadmovie, wir verfolgen, werden verfolgt, ununterbrochen gibt es neue Wendungen.  Leider bringen diese oft kein Licht, sondern Verwirrung in die Story. Zusätzlich kann man einige der wichtigen Notizen, die wir finden, nicht wieder lesen und so wird die Verwirrung größer.  Wie bei vielen Spielen dieses Entwicklers wäre ein Tagebuch sehr hilfreich, doch wie schon so oft, gibt es keines.

Auch diesmal hat die Eipix’sche Unlogik zugeschlagen: Warum liegt die äußerst wertvolle Projektorhalskette nicht im Safe sondern davor? Und warum haben die Einbrecher sie nicht gefunden? Warum muss ich mir die Stellung von 3 Hebeln aufzeichnen? Wir finden noch einige gute Beispiele dafür in diesem Spiel, aber bei Weitem nicht so viele wie sonst. Nicht nur, dass sich die Ungereimtheiten in Grenzen halten, darfst du auch bei der Lösung von problematischen Situationen kreativ sein. Wer noch McGiver kennt und gerne gesehen hat, wird manchmal an diese Serie aus den 80ern erinnert und sich darüber freuen.

Die Wimmelbiler sind wie immer schön gestaltet und bieten eine  Menge Abwechslung, auch haben die meisten ein mittelmäßiges Schwierigkeitsniveau. Wir finden neben interaktiven Wortlisten, die beliebten 2 Bilder ergeben einen Begriff, Einkäufe vervollständigen, Chamäleonobjekte und Begriffe aus Sätzen finden. In jedem Wimmelbild ist ein Chamäleonobjekt versteckt und als Alternative gibt es ein 3Gewinnt Spiel.

Bei den Minigames finden wir auch jede Menge Abwechslung, hier liegt das Niveau zwischen sehr leicht und mittelmäßig schwer: Farbige Kacheln verbinden, Schach, mit  Flaschen musizieren, Matherätsel, Flipperkugeln ins richtige Loch befördern sind einige der Puzzles die du zu lösen hast, bei den meisten findest du eine Resettaste. Zweimal gibt es sogar etwas, das einem Supergame ähnelt, mehrere Minigames, die miteinander verknüpft sind, müssen hintereinander gelöst werden, gar nicht so schlecht gemacht. Leider können die Minigames nicht einzeln übersprungen werden.

In den Extras der Sammleredition findest du das Übliche, wiederspielbare WBs und MGs, Masken finden, ein Bonuskapitel, etc... Da dieser Teil zu Weihnachten auf Englisch erschienen ist, darfst du noch  3 Zuckerstangen und 3 Weihnachtsstrümpfe einsammeln, die zusätzlich 3 WBs und 3 MGs freischalten.

Kennst du das? Immer wieder siehst du im Bus oder im Supermarkt den gleichen Typ. Inzwischen grüßt man sich gar. Aber dann sollst du ihn beschreiben und obwohl du ihn bestimmt schon hundertmal getroffen hast, kannst du das, bis auf ein paar Kleinigkeiten, nicht. Er ist so unauffällig, so sehr wie alle anderen um ihn herum, dass dir einfach keine spezifischen Merkmale auffallen. Genauso ist Final Cut: Fade to Black. Ein solides Wimmelbildspiel, aber zum Großteil unauffällig und ohne besondere Kennzeichen.