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Final Cut: Tod auf der Leinwand


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Final Cut: Tod auf der Leinwand auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 25.05.2012
Deutsch (Normal): 01.10.2012


Ein Paar sitzt in einem Kinosaal, er entschuldigt sich kurz, muss den Raum verlassen. Dann beginnen wilde Bilder über die Leinwand zu flimmern, die Frau scheint dem Wahnsinn nahe. 20 Jahre später. Im Radio hörst du noch einmal die erschreckenden Nachrichten: Dein Vater, ein weltberühmter Filmemacher, ist gestorben, dein Bruder unauffindbar. Kaum zu Hause angekommen wird alles nur noch schlimmer. Du erfährst, dass Dein Vater ermordet und Dein Bruder entführt wurde. Du musst die Teile eines ganz besonderen Projektors finden. Wenn nicht, wird dein Bruder das gleiche Schicksal erfahren, wie dein Vater.

Die Geschichte entwickelt sich in zwei Ebenen weiter. Zum einen erfährst du mehr über die Geschichte deines Vaters, denn du findest zahlreiche Tagebuchseiten von ihm. Zum anderen wirst du nach und nach erfahren, wer der Mörder und Entführer ist. Wirst du es schaffen, rechtzeitig alle Teile des Projektors zu finden? Und wird das deinen Bruder retten?

Final Cut: Tod auf der Leinwand hat eine durchaus spannende Geschichte - interessant genug, um weiterspielen zu wollen, auch wenn man zugeben muss: Ab der Mitte des Spieles weißt du so ziemlich alles, was du wissen musst, der Rest wird dann etwas vorhersehbar. Das aber tut der Spielfreude in dem grafisch nicht brillianten, aber doch mehr als nur zufrieden stellenden Spiel. Du wirst in Wimmelbildszenen und auch außerhalb alles gut erkennen können. Ausnahme sind Fotos und Spielkarten, dass aber ist gewollt: Um Auszeichnungen zu erhalten, musst du 20 bzw. 10 davon finden. Ebenfalls für eine Auszeichnung wirst du die 10 Lichter finden müssen, die du anschalten kannst. Einige davon sind in das Spiel integriert, andere nicht. Überhaupt gibt es zahlreiche Auszeichnungen - welche und was du dafür tun musst, kannst du über das Hauptmenü einsehen.

Es gibt zwei Modi, die neben dem üblichen Aufladungs-Zeitunterschied für Tipp und Überspringfunktion auch noch eine weitere Abweichung aufweisen. Währund du im einfachen Modus auf der Karte in deinem Tagebuch sehen kannst, wo es aktuell etwas zu tun gibt, siehst du im schwierigen Modus nur, wo du Ziele erreichen kannst - was aber nichts mit dem aktuellen Stand der Dinge zu tun hat. Da sich das Laufen in Final Cut: Tod auf der Leinwand zwar nicht in engen, aber auch nicht ausufernden Grenzen hält und der Tipp dir, ohne sich zu entladen, zeigt, wohin du gehen musst, ist die Karte aber nicht ganz so wichtig.

Die 20 Puzzle (33 in der Sammleredition) sind aus den Bereichen Geduld und Logik, haben allerdings keine Neustartfunktion. Das kann die Angelegenheit langwierig machen. Es gibt Erklärungen, die ausgesprochen nett formuliert sind. Keine knappen Anweisungen, sondern "du" sprichst mit dir selber, bzw. deinem verstorbenen Vater, der für seine Erfindungen und Schlösser bekannt war. Die Schauspieler sind übrigens keine echten Schauspieler, sondern Mitglieder von Eipix, was mich zu einer dringend Empfehlung kommen lässt: Wer die Sammlerversion hat, sollte unbedingt in den Extras das "Making of..." anschauen. Es ist herrlich amüsant. Das Voice Over ist teilweise richtig schlecht, vor allem das des Bruders im Bonus-Extraspiel. Allerdings gibt es ja auch: "So schlecht, dass es schon wieder gut ist" und das kommt hier gut hin.

Die Wimmelbildszenen werden 2 - 3 Mal gespielt. Dabei wirst aber keine Objekte zweimal auf der Liste stehen haben. Die Bilder sind nicht zu überladen, einige so übersichtlich, dass du beim zweiten oder dritten Mal kaum noch auf die Liste schauen musst, um zu wissen, was du anzuklicken hast. Interaktive Objekte gibt es auch und obwohl natürlich vieles bekannt ist, einige neue Dinge hat man sich auch einfallen lassen. Und ein klein wenig nimmt man sich auch selber auf die Schüppe - so erklärt die Heldin ihrem Vater an einer Stelle, dass er sich so langsam ein wenig wiederhole - das dazugehörige Puzzle ist einem anderen sehr ähnlich.

Nach ca. 4 - 4,5 Stunden wirst du das Ende sehen. Es ist ein Ende das eine Fortsetzung verspricht, die aber findet nicht im Bonus-Spiel der Sammleredition statt. Du hast ein befriedigendes Finale. In der Sammler geht das Spiel zwar noch weiter, aber für eine Fortsetzung ist dies nicht wichtig. Verstehen wird das Ende, bzw. den Hinweis auf die Fortsetzung nur, wer die Tagebucheinträge des Vaters und die Notizen gelesen hast. Die besagte Karte übrigens ist im Buch und muss da oft zusätzlich angeklickt werden. Einer kleiner, aber zu verschmerzender Minuspunkt. Eine Fortbewegung ist über die Karte nicht möglich. Du siehst nur (mit Ortsangabe, wenn du mit der Maus über die Karte gehst), wo du bist, wo es Ziele zu erreichen gibt, irgendwann, und im einfachen Modus, wo es etwas zu tun gibt.

Final Cut: Tod auf der Leinwand macht Spaß. Die Geschichte ist nicht ganz so abgedroschen, wie wir es sonst in der letzten Zeit erlebt haben und auch sonst ist das Spiel zwar nicht gerade ein Quell an Einfallsreichtum, aber sehr gut gemacht. Auch die Sammleredition ist durchaus ihr Geld wert. Zwar ist das Spiel eher kurz und weniger interessant und spielt sich an vier Orten ab. Es hat aber 13 zusätzliche Puzzle und alle 33 Puzzle kannst du in der Sammleredition spielen, so oft du möchtest. Auch gibt es 2 Bonus-Wimmelbilder (unbekannte Szenen), die üblichen Verdächtigen, Bilder, die es schließlich doch nicht ins Spiel geschafft haben und natürlich das "Making of".

Nichts im Spiel ist wirklich neu, aber alles Bekannte ist so gemacht, dass man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl bekommt, dies alles schon mehr als ausreichend getan zu haben. Das Rad hat Eipix mit Final Cut: Tod auf der Leinwand nicht neu erfunden. Aber es hat absolut attraktive Felgen aufgezogen. Und die sollte jeder Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Fan unbedingt probefahren.


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