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Fierce Tales: Marcus‘ Memory


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blam Games

Download (Normal): BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 07.07.2013
Deutsch (Sammler): 01.11.2013

Bevor wir gefesselt von einer Klippe stürzen, hören wir noch die Worte “Du verlierst Marcus, Sie gehört mir”. Danach erwachen wir gedächtnis- und orientierungslos auf einer Insel. In der Hand halten wir das Bildnis einer schönen Frau, an die wir uns nicht erinnern können, aber die sehr wichtig für uns zu sein scheint. Mit Hilfe einer Pfeife schaffen wir es, uns einen Delfin anzulocken, an dessen Flossen hängend, wir ans Festland gezogen werden. Dort stoßen wir auf einen Mann, der uns wieder erkennt, uns Marcus nennt und uns zu seiner Nichte Dolores schickt, die schon lange Zeit sehnsüchtig auf uns gewartet hat. Kaum haben wir besagte Nichte ausfindig gemacht, wird sie auch schon entführt und wir nehmen die Verfolgung auf.

Unter Zuhilfenahme von Rückblendungen, wird die Geschichte verständlich von hinten aufgerollt. Wir erfahren, warum wir so lange Zeit verschollen waren, was für eine Rolle unser Freund Vasco spielt und wo wir die ganzen Jahre gesteckt haben, finden nach und nach unsere Erinnerungen wieder.

Als Helfer und treuer Begleiter ist uns der Delfin zur Seite gestellt, der uns immer dann nützliche Dienste erweist, wenn wir über das Meer reisen müssen. Wirken die gezeichneten Protagonisten des Spiels noch irgendwie steril und befremdlich auf uns, so eröffnet sich doch im Spielverlauf eine phantastische Unterwasserwelt, die, detailverliebt und farbenfroh ausstaffiert, unser Herz höher schlagen lässt. Aber auch in den Szenen auf dem Festland hat man nicht an Farbe gespart.

Gerade bei den Wimmelbildern, die enorm überfüllt sind, ist es gar nicht so einfach, immer den gesuchten Gegenstand ausfindig zu machen. Es gibt zwei Arten von Wimmelbildern, die man alle nur einmal spielt und die generell nicht zu oft vorkommen. Einmal die klassischen Wortsuchlisten mit Interaktionen und zum anderen die immer beliebter werdende Variante, bei der man anhand eines Umrisses ein Objekt findet, dieses wieder verwendet um einen neuen Gegenstand frei zu spielen und das so lange wiederholt, bis man ein Utensil fürs Inventar erhält.

Dazwischen haben wir knapp 20 Minirätsel zu lösen, die im Schwierigkeitsgrad von einfach bis anspruchsvoll reichen. Zudem entdecken wir einige neue Spiele und andere, die von den üblichen Rätseln in kreativer Art und Weise abweichen und ganz hervorragend grafisch umgesetzt wurden. Ein im Gegensatz zum Vorgänger „Fierce Tales: Das Hundeherz“ praktisch platziertes Handbuch ist eine solide Unterstützung, wenn wir nicht weiter wissen, es blättert allerdings nicht selbstständig mit. In unserem Tagebuch können wir uns verschiedene Videoeinspielungen noch einmal ansehen, auch werden wichtige Informationen notiert.

Beim Schwierigkeitsgrad können wir zwischen „Leicht“ (schnell aufladender Tipp, Hinweisfunkeln), „Fortgeschritten“ (längere Ladezeiten beim Tipp, kein Hinweisfunkeln, Klickstrafen) und „Schwer“ (keine Tipps, keine überspringen-Funktion, Klickstrafen) wählen. Auch auf die Karte mit Reise-Funktion haben wir Einfluss. In den Optionen können wir den Faktor, der uns anzeigt, wo noch etwas zu tun ist, abschalten. Lächeln wir anfangs noch müde über die Spring-Funktion in der Karte, da die Wege erträglich kurz sind, sind wir spätestens im Bonuslevel der Sammleredition froh darüber, weil wir dann kreuz und quer durch alle Szenarien agieren müssen.

„Fierce Tales: Marcus‘ Memory“ ist keine Fortsetzung des Vorgängers „Fierce Tales: Ein Hundeherz“. Wer also diesen ersten Teil nicht kennt, kann mühelos gleich mit dem aktuellen Spiel beginnen, ohne irgendetwas zu verpassen. Und ist ganz sicher so besser bedient, denn wie es aussieht, haben sich die Entwickler gerade was die Minispiele angeht, enorm ins Zeug gelegt, um Anfänger wie Fortgeschrittene anzusprechen. Auch sind die Wege dieses Mal weniger sinnlos, und durch eine logische Karte unterstützt.

 Ein Wehrmutstropfen bleibt aber dann doch, da man viel unnützes Equipment nebenbei einsammeln kann, was aber vermutlich nur in der Sammleredition angeboten wird. So sind z. B. 35 Schildkröten im kompletten Spiel, Bonuslevel inklusive, verteilt, die wie Chamäleon-Objekte mal verschwinden und dann wieder sichtbar sind. Dann gibt’s noch Meeresbewohner jeglicher Art, die wir brauchen, um damit ein Album zu füllen und Muscheln die als Währung fungieren. Mit diesen Muscheln kann man entweder ein Aquarium schmücken oder für das Delfin-Becken Futter oder Springreifen kaufen, alles, ohne dass es irgendeinen Nutzen für den Spielverlauf hätte. Die üblichen Extras, wie Bildschirmschoner, Musik, Konzeptkunst und 9 Minispiel-Wiederholungen fehlen natürlich auch nicht.

Geübte Spieler beenden das Spiel in 3 bis 3,5 Stunden, für den Bonuslevel kommen nochmal ca. 60 Minuten hinzu, der allen Freunden eines  Happy Ends sehr gefallen dürfte. Zur Abwechslung sind wir hier nicht Marcus sondern Dolores und wechseln zwischen bereits vorher gespielten und neuen Schauplätzen. Dennoch ist der Schluss im Hauptspiel zumindest ausreichend.

„Fierce Tales: Marcus‘ Memory“ ist ein grafisch äußerst ansprechendes Spiel. Gerne tauchen wir mit dem Hauptdarsteller in die Unterwasserwelt ab. Es wirkt alles durchdacht, geplant und ausgereift und es wurden sinnvolle Verbesserungen zum Vorgänger unternommen. Wenn jetzt noch an der Spiellänge getüftelt wird, dann kann man weiteren Teilen dieser Reihe nur mit großer Vorfreude entgegenfiebern.


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