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Fierce Tales: Der Katzenwinter


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blam! Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 06.09. 2014
Deutsch (Normal): 19.12.2014


Optisch aufwendiger, aber spielerisch nur gewöhnlicher dritter Teil der Reihe
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Eine Horde Schneeleoparden macht die Gegend unsicher. Sie attackieren die Einwohner und seltsamer Weise folgen ihnen auch zahlreiche normale Hauskatzen. Und so kommt es wie es kommen muss. Bei einem Angriff der Raubtiere auf unser Haus machen sich auch unsere Stubentiger auf und davon und schließen sich dem Rudel Leoparden an. Als Veterinärin nehmen wir die Verfolgung auf und beginnen langsam, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Das Intro und auch alle weiteren Zwischensequenzen sind ansprechend aufbereitet und lassen keine Langeweile aufkommen. Durch klare Bilder und Farben wirkt die Winterlandschaft nicht zu überladen, sie fangen aber die Stimmung dennoch ausgezeichnet ein. Trotzdem gibt es im normalen Spielbetrieb grafisch die ein oder andere Schwäche, ein Leopard steht beispielsweise viel zu weit von einer Scheibe Fleisch entfernt, als dass es nach Fressen aussehen würde. Die Dialoge sind kurz gehalten und ihr Tempo kann von uns bestimmt werden. Mir haben die meisten Stimmen nicht gefallen und auch die Lippenbewegungen sind nicht immer synchron. Die zumindest anfänglich gut gemachte Handlung lässt leider im weiteren Verlauf etwas nach und nimmt seltsame Züge an. Es erweckt den Eindruck, als wollten die Entwickler zwei Ideen zu einer Geschichte verbinden, wodurch Logik und Spannung leiden. Und da kein Journal oder Tagebuch vorhanden ist, können wir auch nichts nachlesen oder gar Revue passieren lassen.

Erfreulicherweise zeigt Blam Games, das es doch möglich ist, eine gut funktionierende und verlässliche Karte zu kreieren. In einer übersichtlichen Darstellung sehen wir auf einen Blick alles Relevante und können uns auf Wunsch auch gleich dorthin transportieren lassen. Der Tipp arbeitet ähnlich, befinden wir uns nicht bereits an der Stelle, wo noch etwas zu tun ist, befördert er uns per Mausklick ebenfalls dahin. Die Wege sind allerdings nicht zu sehr verschlungen, so dass wir auch recht zügig mit den uns zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln vorankommen. Die toll animierte Fahrt in einem Sessellift geht allerdings fast in die Hose, nur mühsam können wir uns daraus befreien und uns glücklicherweise abseilen. Auch eine Fahrt auf Schlittschuhen ist nicht ohne Risiko, da sich uns immer wieder die Leoparden in den Weg stellen.

Schön auch, dass wir im kundenfreundlich gestalteten Modus das Glitzern abstellen können, das sonst sogar an Plätzen auftaucht, die gar nicht bedeutsam sind. Ansonsten stehen uns die üblichen Auswahlpunkte zur Verfügung wie beispielsweise die Aufladedauer von Hinweis und überspringen, Klickstrafen, Texthilfe, Tutorial usw. Gegenstände, die im Inventar mit einer Lupe gekennzeichnet sind, sollten wir uns genauer ansehen. Doch es kann auch gut möglich sein, dass noch etwas fehlt und erst wenn wir dieses Objekt gefunden haben, ergänzt sich die Lupe um ein grünes Pluszeichen.
Auch ein Reiter mit der aktuellen Aufgabe wurde am unteren Bildrand eingefügt, allerdings sind die meisten Aktionen selbstverständlich, so dass wir ganz selten auf dem Schlauch stehen.

Heimwerker unter uns werden bestimmt schnell feststellen, dass ein normaler Schraubenzieher für Kreuz- und Schlitzschrauben verwendet wird, was aber im Alltag nur bedingt funktioniert. Und dann sammeln wir auch hier immer wieder dieselben Dinge ein wie Feuerzeug oder –stein, Hämmer, Zangen und so weiter und so fort. Nur gelegentlich erhalten wir Objekte zum längeren Verbleib wie bereits erwähnten Schraubenzieher.

Insgesamt gibt es 11 Wimmelbilder unterschiedlicher Art, die wir alle nur einmal spielen. Entweder müssen wir 12 gleiche Dinge finden, eine Umriss-Suche bewältigen, vorgegebene Gegenstände wieder ins Bild einsetzen oder alle Begriffe einer Wörterliste suchen. Bei letzterem kommen wir aber meist nur an die Utensilien, wenn wir vorab einen Zwischenschritt ausführen, so dass es auch hier keine Müdigkeit aufkommt. Positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass alle zu suchenden Objekte in die Szene passen und uns nicht sofort ins Auge stechen. Haben wir die aufgeführten Sachen gefunden, erhalten wir anschließend immer eine davon für unser Inventar.

Weniger Mühe hat man sich bei den Rätseln gegeben. Was von uns auch schon beim ersten Teil „Fierce Tales: Das Hundeherz“ bemängelt wurde, wird hier leider fortgesetzt. Mehr als einfache 0815-Puzzle ohne wirkliche Herausforderungen werden uns da präsentiert, die sogar gegen Spielende immer noch leichter werden. Zwar sind sie schön anzuschauen und mit einer Neustartfunktion ausgestattet, das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass den Entwicklern hier so gar nichts eingefallen ist. Manche wurden gar so vereinfacht, dass ich mich tatsächlich auf den Arm genommen fühlte. Wir müssen zum Beispiel fehlende Ausschnitte (die am unteren Bildrand angeordnet sind) in ein Bild einsetzen. Sobald wir aber einen Fetzen in den oberen Bereich ziehen, leuchtet schon die Stelle blau auf, wo dieses Bruchstück letztendlich platziert werden muss. Dann schieben wir noch Tänzerinnen an die farblich passende Stelle, drehen Kreisfragmente nach Vorlage, feilen einen Schlüssel und markieren einen Weg auf einer Karte nach Koordinaten. Auch die Einbindung in die Geschichte erscheint manchmal nicht ganz passend, das wurde von vielen anderen Entwicklern schon wesentlich besser gelöst.

Wer viel spielt und die entsprechende übung hat, erreicht das kurze Ende inkl. Bonuskapitel in unter 3,5 Stunden, trotzdem nichts übersprungen und alle Zwischensequenzen fleißig angesehen wurden. Im Bonuskapitel wird uns näher gebracht, wie die Leoparden zudem wurden, was sie heute sind, es ist eine zusätzliche Erklärung, aber nicht zwingend notwendig. Auch sonst ist die Geschichte eigenständig und somit benötigen wir keine Vorkenntnisse aus den anderen beiden Teilen. Zu den Extras der Sammleredition gehört eine Katzenunterkunft, in der wir alle 25 gefundenen Tiere noch einmal ansehen können, ein bestimmter Zweck ist damit aber nicht verbunden. Außerdem wurden noch 25 Schriftrollen versteckt, auf denen Zeichnungen sind und die wir nur während des Spiels in einem Unterpunkt der Karte ansehen können, danach sind sie verschwunden. Zusätzlich können wir noch 15 Auszeichnungen erreichen, die gar nicht so einfach sind, und uns Musik, Wallpapers, Konzeptkunst und Videos ansehen bzw. anhören.

„Fierce Tales: Der Katzenwinter“ eignet sich äußerst gut für entspanntes Spielen. Es ist optisch wirklich schön anzusehen und auch der Spielverlauf bereitet uns wenig Kopfzerbrechen. Dazu kommt, dass alle Hilfsmittel einwandfrei funktionieren. In die Story wurde für meinen Geschmack zu sehr verkompliziert, die Puzzles sind nicht der Rede wert und die Länge ist unterdurchschnittlich. Die Sammlerediton ist wenig aufwendig gestaltet, so dass sich der Mehrpreis auf keinen Fall lohnt. Die Probestunde ist ein guter Querschnitt, ausgenommen die Rätsel, die danach noch einfacher werden.


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