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Fiction Fixers: Adventures in Wonderland


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Autor: Claudia K.
Datum: 11.05.2010
Deutsche Version: 22.06.2010

Die Fiction Fixers sind eine Organisation, die dazu bestimmt ist, Märchenfiguren zu helfen und retten. Die haben Hilfe nötig, denn sogenannte Illuminati-Agenten sind unterwegs, um den eigentlichen Ablauf der Märchen zu verändern oder zu stoppen. Sie entführen Hauptfiguren, verschliessen Türen, verstecken Gegenstände. Deine Aufgabe ist es, den Illuminati-Agenten zu stoppen, der sich an dem Klassiker "Alice im Wunderland" von Lewis Carol vergriffen hat.

Zu Beginn erhältst du von der Chefin der Fiction Fixers eine Begleitung zugewiesen - die wird dich einweisen und mit allem neuen bekannt machen. Nach den Vorbereitungen findest du dich dann auf der Wiese wieder, auf der Alice damals... genau! Nachdem du also das Kaninchenloch entdeckt hast, wirst du dort herunterspringen und deine erste Aufgabe schon im Sprung erledigen, denn du musst schneller unten sein als Alice.

Es erwarten dich Wimmelbilder, Minispiele von ganz einfach bis kniffelig, herumlaufen und selber herausfinden wohin es geht. Die Grafiken sind sehr gut, allerdings sind einige Gegenstände in den Wimmelbildszenen z.B. nur halb zu sehen. Ausserdem ist es nicht komisch, eine Flasche suchen zu müssen, wenn sechs andere noch in der gleichen Szene sind. Ansonsten sind es echte Suchszenen, viele Objekte sind hervorragend in die Szene eingearbeitet. Man kann sie sehen und sieht sie oft doch nicht. Der Tipp, der eine Minute braucht um sich wieder aufzuladen, zeigt dir jeweils willkürlich einen Hinweis. Der lädt sich aber auch auf, wenn du durch die Gegend läufst, du hast also durchaus die Möglichkeit, die Wartezeiten mit einer Entdeckungsreise zu verkürzen. Inventargegenstände gehen erst dann in dein Inventar, wenn die Wimmelbildszene gelöst ist.

Andere Gegenstände (und Spielkarten) wirst du so in den Szenen finden. Es ist allerdings auch nicht leicht sie zu übersehen, da sie zumeist durch ein Glitzern angezeigt werden. Schade, denn das mindert durchaus den Spass, den viel lieber würde man dieses Wunderland doch selber entdecken. Dafür triffst du aber viele Bekannnte: Der verrückte Hutmacher, die Grinsekatze, der Märzhase, das weisse Kaninchen und natürlich auch die rote Königin. Sie alle leiden mehr oder weniger unter den Missetaten des Illuminati-Agenten und gemeinsam mit Alice wirst du ihnen helfen.

Ausserhalb der Szenen funktioniert der Tipp nicht, aber das Buch, dass die Fiction Fixer führen, gibt oft Hinweise. Auch die Karte, sie hilft zu erkennen, wo es noch etwas zu tun gibt. Es gibt relativ viel Text und Dialoge zu lesen, aber alles hat mit dem zu tun, was du unmittelbar tun sollst. Du kannst Dialoge aber auch überspringen, ebenso wie alle Minispiel. Für das überspringen der Minispiele gibt es eine Zeitstrafe von 10 Minuten auf die Gesamtspielzeit. Alle Wege führen nach Rom und in Alice im Wunderland ist eine Halle mit vier Türen dein Rom. Dort brauchst du bestimmte Schlüssel und wirst dann mit einem Puzzle die Tür öffnen. Das ist zwar immer das Gleiche, ändert sich aber im Schwierigkeitsgrad. Grundsätzlich sind die Minispiele zahl- und abwechslungsreich und dazu in Teilen auch durchaus anspruchsvoll.

Auf der negativen Seite sind, neben falschen Objektbezeichnungen (im englischen Spiel) und "suche das Richtige unter mehreren Gleichen" das ewige Glitzern. Fugazo, die mich bei Cooking Academy und Cooking Academy 2 in den Wahnsinn getrieben haben mit dem lächerlich kindischen Spielprinzip konnten auch hier nicht davon lassen, den Spieler als unbedarft und unfähig zu behandeln. Wo immer es etwas zu entdecken gibt, glitzert es. Fugazo folgt damit dem schlechten Vorbild von fast allen Entwicklern zur Zeit. Hoffen wir, dass diese Unsitte bald wieder ein Ende hat. Zumindest fordert der Rest des Spieles durchaus nachdenken und das macht es ein klein wenig wieder gut.

Man wird in den 3-4 Stunden Spielzeit den Eindruck nicht los, dass Fiction Fixers: Alice im Wonderland ein sehr gutes Spiel sein könnte, es aber nicht geworden ist, weil Fugazo es zwar kann aber sich nicht getraut hat. Treu dem Motto: "Das ganze Leben ist ein Kinderspiel" führen sie durch das Spiel um dann zu sagen "Lange Naaaaaase, so einfach ist es dann doch nich!" (Das in der Collector-Edition zusätzlich erhaltene Bonuskapitel entspricht einer Spielzeit von ca. 15-20 Minuten und kann den erhöhten Preis, wie bei nahezu allen anderen Collector-Editionen in keinster Weise rechtfertigen).

Und so bleibt es ein gutes Spiel mit Schwächen, mit schönen Grafiken, guten Puzzle und mit einer bekannten Geschichte, die sehr liebevoll und mit Respekt in das Spiel eingepasst wurde. Alice im Wunderland ist ein beliebtes Thema und Fugazo hat eine der besten Umsetzungen. Wenn sie jetzt noch aufhören, den Spieler als unterbegabtes Kleinkind zu behandeln, dann freue ich mich sehr auf die nächste Folge der Fiction Fixers. Dem Spieler kann nur geraten werden: Lade dir die Probeversion zum Normalpreis runter. Die Extras lohnen nicht, das Spiel aber schon. (Anmerkung: Die deutsche Version von BigFish Games.de/Zylom.de ist die Normalversion).


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