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Fear for Sale: Das Geheimnis von McInroy Manor

Herausgeber: BigFish Games.com
Entwickler: Elefun Games

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Autor: Gyanda J.
Datum: 02.12.2010

Die Journalistin Emma Roberts ist von dem Herausgeber des Magazins "Fear for Sale" beauftragt worden, einen Artikel über McInroy Manor zu schreiben, einem Anwesen, das schon seit Jahren verfallen ist und von dem man behauptet, dass dort Geister spuken sollen. Bisher war es der öffentlichkeit nicht zugänglich, aber gegen eine großzügige Spende des Magazinherausgebers hat sich der Wächter des Gebäudes überreden lassen, einem Journalisten Zugang zu gewähren. Kaum angekommen, macht Emma sogleich Bekanntschaft mit einem Geist, der sie vor einer "bösen Energie" in dem Haus warnt und sie bittet, sie und alle anderen Geister zu befreien. Da ahnt Emma noch nichts davon, dass ihre Bemühungen sie selbst in Gefahr bringen werden. Wird es ihr gelingen, McInroy Manor von allen Geistern zu befreien und den Fluch von ihnen zu nehmen?

Das Spiel macht eigentlich alles richtig und hat nur einen Fehler es kommt am Ende einer fast endlosen Reihe von "Mystery"-Spielen, die alle mit Geistern und Flüchen zu tun haben. Wäre es das erste dieses Genres, würde es sicher allgemein besser bewertet werden. Es hat nämlich durchaus viel zu bieten!

Es funktioniert nach den üblichen Standards für Wimmelbildspiele: es gibt einen Hinweisknopf, der innerhalb einer Minute wieder auflädt und unbegrenzt zur Verfügung steht. Es gibt ein Journal und einen Inventarbalken in der Mitte unten. In jeder Wimmelbildszene bekommt man am Ende ein Inventarobjekt, das man später nutzen kann, manchmal kann man Dinge auch einfach so aufnehmen. In den Wimmelbildszenen sollte man darauf achten, dass man auch Dinge öffnen kann, um da nachzusehen, der Cursor wird dann zur Hand. Eine Lupe weist einen darauf hin, dass man etwas genauer untersuchen muss und Glitzern zeigt einem, dass man sich etwas genauer ansehen muss. Es gibt zwei Modi, den Experten und den Normalmodus, und ja, beim Experten ist das Glitzern weniger und lädt der Hinweis langsamer wieder auf. Alles wie gehabt. Das Journal, das neue Einträge mit einem Blitz anzeigt, ist sehr wichtig für die Geschichte. Diese entfaltet sich nämlich erst nach und nach und nimmt sehr verblüffende Wendungen. Zugleich bietet das Journal oft indirekt Tipps, wie man z.B. den Hund des Wachmanns los werden kann, etc.

Reine Wimmelbildszenen wechseln sich mit Szenen ab, in denen man Dinge tun muss, Licht machen, Turbinen wieder zum Laufen bringen, einen weißen Topas zu einem gelben Topas werden lassen, etc. Emma trifft auf ihrem Weg durch das Anwesen wiederholt auf Geister, denen sie behilflich ist oder die sie befragen kann, angezeigt durch eine kleine Tafel auf der Person mit "..." drin. Es gibt einige Minispiele, interessanterweise gibt es mehr davon in den Extra-Szenen der Collector's Edition als im regulären Spiel. Sie unterscheiden sich nicht von den üblichen Leitungen verbinden und Dinge zusammensetzen und haben keinen hohen Schwierigkeitsgrad, weshalb gute Aussichten bestehen, den im Spiel vergebenen Award für das Lösen der Minispiele ohne den Hinweis zu benutzen, auch tatsächlich zu gewinnen.

Mit 5-6 Stunden Spielzeit erhält man einen guten Gegenwert für sein Geld, dazu kommt in der Collector's Edition noch mal eine ganze Stunde Spielzeit in den Extraszenen die man am Ende des Spiels freischalten kann. Knauserig waren die Entwickler da wirklich nicht. Und obwohl die Geschichte am Ende der normalen Spielzeit zu einem sehr schönen und befriedigenden Ende kommt, schaffen es die Extraszenen, dem noch eine neue Variante der Geisterbefreiung hinzuzufügen.

Und genau, wie Emma zuerst fremd ist in diesen Räumen und sich zurecht finden muss, muss sich der Spieler erst mal orientieren und vor allem den Hintergrund der tragischen Geschichte begreifen. Warum starb die Frau des Lords? Weshalb dann auch all seine Diener und selbst seine kleine Tochter? Warum hat ein Polizeiinspektor aus Angst davor, wahnsinnig zu werden die Recherche zu dem Fall abgebrochen? Was weiß der Wachmann? Hier gilt es wirklich und wahrhaftig ein Mysterium aufzulösen und das ist spannend, weil sich die Geschichte erst nach und nach entfaltet, meisterlich inszeniert von dem Autor/der Autorin der Geschichte.

Besonders hervorheben möchte ich noch die wirklich tolle Zeichnung des Boilers, den man reparieren muss. Wenn er dann endlich nach vielen Aktionen wieder funktioniert, bietet er fast den Anblick eines modernen Museumsstücks aus der Zeit der industriellen Revolution. Einfach großartig gezeichnet und wert, länger zu verweilen bei diesem schönen Anblick.

Das "Huhu" der Tauben oder was auch immer das für Vögel sein sollten, stört durch seine ständige Wiederholung doch sehr, und, dass man ständig Gewittergeräusch hört, obwohl es nur am Anfang regnet und danach alle Szenen trockenen Fußes zu erledigen sind, hat mir auch nicht recht eingeleuchtet.

Meiner Ansicht nach haben die Entwickler sehr viel Sorgfalt auf ihr Spiel verwendet und es ist ihnen nicht gerade ein Meisterwerk, doch ein sehr solides, unterhaltsames und spannendes Spiel gelungen. Hier ist auch die Collector's Edition ihr Geld wert, das ist ja eher selten.


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