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Fear For Sale - Der Fluch von Whitefall


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elefun Games

Download (normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 30.05.2018


Wimmelbild-Abenteuer ordentlicher Länge mit anspruchsvollen Wimmelbildern, schwächeren Minispielen und langen Ladezeiten
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Merkwürdiges soll sich zutragen bei einer Baustelle in Alaska. Wir spielen wieder einmal als Emma, der bekannten Reporterin des Magazins Fear for Sale und wirklich: Wir werden in einer Zeitschleife gefangen, die uns mehr als 100 Jahre in der Vergangenheit fest hält. Um ihr zu entrinnen, muss ein alter Fluch gebrochen werden.

Die Story lässt sich schon insofern erfreulich an, als die Idee mit der Zeitschleife endlich wieder einmal einen anderen Aspekt als das ewig gleiche anbietet. Sie wird auch ansprechend vorgetragen und unterhält.
Deutlich mehr unterhalten würde das Spiel allerdings, wenn nicht ein Umstand vorläge, der für die heutige Zeit schlechthin unverständlich ist: Das Laden neuer Szenen funktioniert nur mit Verzögerung und quasi nach Ansage.
Auch die Länge kann maximal als durchschnittlich bezeichnet werden. Eine auf Dauer ermüdende (um es vorsichtig zu formulieren) Eigenheit haben wir auch wieder zu ertragen: Mit enervierender Regelmäßigkeit müssen wir ein Amulett anwenden, das uns Symbole suchen lässt. Was die Entwickler so vieler Spiele dazu treibt, diese langweilige Zeitschinderei einzubauen, bleibt ein Rätsel.

Die Wimmelbilder stellen neben der Erzählung eine zweite Stärke des Spiels dar, wenngleich von einer Einschränkung die Rede sein wird. Sie sind variabel in der Präsentation und teilweise anspruchsvoll, wir haben also häufig tatsächlich zu suchen und nicht nur anzuklicken. Besagte Einschränkung betrifft die Tatsache, dass auch hier noch zusätzlich gelegentlich Symbole zu suchen sind. Ferner wird immer wieder der Ansatz verfolgt, die zugrunde liegende Geschichte über Wimmelbilder in Erzählform an den Spieler zu bringen. Hier nun kam es mehr als einmal vor, dass sich mir selbst nach Aufrufen des Tipps nicht erschlossen hat, inwiefern ein Suchobjekt der Beschreibung entsprechen soll.
Die Wimmelbilder können nach Wunsch ersatzweise durch ein Legepuzzle ersetzt werden. Ergänzt werden sie durch Suchbilder im Fenster, alle sehr leicht.

Da soeben vom Tipp die Rede war: Dieser arbeitet sehr zuverlässig, auch die Karte mit Transportfunktion ist hilfreich.

Die Minispiele fallen gegenüber den Wimmelbildern dann doch ab. Sie sind überwiegend simpel und stellen selten anderes als oft gesehenes dar.

Die unterwegs zu erledigenden Aufgaben stellen ein Gemisch aus sattsam bekanntem (wie dem kaputten Reißverschluss, Nähte aufschneiden, Rezept anwenden, Tiere versorgen) dar und teilweise solchen, bei denen wir zur Abwechselung mal ein wenig mit denken müssen.

Uns lag die Sammlerausgabe nicht vor, offenbar enthält sie neben dem üblichen nur Sammelobjekte und Chamäleonobjekte. Dies spricht nicht für eine Empfehlung.

Fazit:
Wir haben hier ein unterhaltsames Spiel mit interessanter Geschichte und weitgehend gut gelungenen Wimmelbilder. Die Minispiele fallen dagegen ab, die Ladezeiten führen zu einer weiteren Abwertung.
Es ist dies nun schon der 11. Teil der Serie. Nach einem starken Start (Fear for Sale: Das Geheimnis von McInroy Manor) folgte vorwiegend Mittelmaß, teils gehobenes Mittelmaß, dazu einige Ausreißer nach unten. Hier sind wir nun alos wieder beim jederzeit akzeptablen Mittelmaß angekommen.