A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tipps&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Fear for Sale: Die endlose Reise


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elefun Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 21.04.2015
Deutsch (Sammler): 18.06.2015

Kurz, uninspiriert und mit einer Geschichte, die am Ende vorne und hinten nicht stimmt.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Als Reporterin wirst du misstrauisch, als du in den Nachrichten von dem Verschwinden einer Passagierin erfährst, kurz nachdem diese das Kreuzfahrtschiff "Victoria" betreten hat. Kurz zuvor gab es ähnliche Vermisstenmeldungen und dein Instinkt trügt dich nicht; immer handelt es sich um das gleiche Schiff. Eines, das bereits 1936 spurlos verschwand. Dein Entschluss steht fest: Du checkst ein, um den Vorfällen auf den Grund zu gehen.

Es stehen zu Beginn vier jederzeit wechselbare Modi zur Auswahl. Einer davon erlaubt individuelle Einstellung, wovon eine es erlaubt, jegliches Geglitzer komplett auszuschalten. Als zusätzliche Hilfe hast du nicht nur den Tipp, sondern auch eine Karte, die dir anzeigt, wo du bist und wo es etwas zu tun gibt. Die Spieler der Sammleredition können ausserdem sehen, ob alle Sammlerobjekte in einer Szene gefunden wurden. Natürlich bietet die Karte auch die komfortable Springaktion zum schnellen Ortswechsel.

Der Wimmelbildbereich präsentiert sich durchaus abwechslungsreich. Es gibt Puzzle-Szene mit Umrissen, Einzelteilsuche in kleinem Fenster, Objektliste freispielen, Anzahl X von einem Objekt und hinter jedem gefundenen Objekt erscheint ein Einzelteil, das eingesetzt wird, um am Ende das Inventarobjekt finden zu können. Die verschiedenen Ausführungen werden auch mal kombiniert Alle Wimmelbilder in großen Szenen erscheinen früher oder später noch einmal auf deiner Aufgabenliste, diesmal aber in einer anderen Variante. Wer nicht gern sucht, kann alternativ für die großen Wimmelbilder auch auf ein Legepuzzle zurückgreifen. Doch trotz der unterschiedlichen Varianten; die Wimmelbilder machen nur wenig Spaß, was nur teilweise an den vor allem oben und an den Ecken manchmal sehr dunklen Bildern, die nur wenig erkennen lassen, liegt.

Der Grund liegt in dem eigentlichen Problem des Spieles: es gibt einiges Vor- und Zurück für jeweils eine Aktion, gleichzeitig bleiben auch viele Baustellen lange offen, was ebenfalls Lauferei (oder Springorgien mit der Karte) bedeutet. Und es bedeutet, dass es streckenweise keinen roten Faden gibt, man erlebt keine Situation in seiner Vollständigkeit, sondern muss immer wieder hin- und her, alte Szenen erneut besuchen, evtl. sogar ein Wimmelbild spielen. Welches dann mit einer Frage einher geht: "Als ich das zum ersten Mal gespielt habe, habe ich das, was ich jetzt bekomme, schon länger benötigt... warum hab ich es nicht gleich genommen?" Karte oder Tipp werden in Anspruch genommen, weil man einfach nicht mehr weiß, was man eigentlich machen soll. Der Spieler wird aus jeder neuen Situation sofort herausgerissen, um alte Baustellen zu schließen.

Puzzlefreunde werden hier wenig Freude haben - die wenigen Puzzles, die es gibt, sind kurz und schmerzlos zu lösen. Sie verlangen maximal Geduld, aber sicherlich keinen Einsatz von Hirnschmalz. Und sie haben scheinbar auch keinen Einsatz von Interesse, Kreativität oder gar Ideenreichtum von Seiten der Entwickler erhalten. Grafisch ist es außerhalb der Wimmelbilder in der Regel klar, deutlich, aber leider ansonsten nicht erwähnenswert.

Das gesamte Ende macht keinen Sinn und damit auch nicht die Fortsetzung, in welcher du einem der Protagonisten erneut helfen sollst. Am Ende wird so einiges unbeantwortet bleiben, vor allem die Frage, warum dieses Schiff immer und immer wieder fährt. Und in der Gesamtheit ist es dann gar nicht so tragisch, dass das Spiel eher am unteren Ende der gerade noch akzeptablen Spielzeiten liegt.

Sammler-Käufer können in den einzelnen Szenen Objekte für eine Punkte-Sammlung finden (du kannst dann erneut spielen und sehen, ob du mehr Punkte erreichst) und reine Sammelobjekte. Nichts davon hat, außer für die Auszeichnungen, eine Bedeutung, die zusätzlichen Extras für den doppelten Preis sind Hintergründe, Bildschirmschone, Musik und Konzeptkunst. Die Bonusspielzeit liegt deutlich unter einer Stunde.

Ohne Zweifel, ein gradliniges Spiel ist langweilig. Doch das 100%ige Gegenteil, nämlich wenn der rote Faden ständig durchschnitten wird, ist der Spielfreude ebenfalls nicht zuträglich. Dazu recht kurz und geschichtlich spätestens am Ende ohne jeglichen Sinn, sollte die Sammleredition ein No-Go sein; die Normalversion nach einer Probestunde ist nur mit Einsatz eines Freicodes empfehlenswert.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top