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Fatal Passion: Gefährliche Kunst


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Orneon

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 02.02.2014
Deutsch (Sammler): 25.05.2014

Durchschnittliches Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer mit vielen unpolierten Ecken und Kanten
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Deine Nichte Adele wird ihren Verlobten Richard heiraten und lädt dich ein. Als bei deiner Ankunft ein Drache deinen Heißluftballon zerstört und du kurze Zeit später einen Maler triffst, dessen Gemälde von fleichfressenden Pflanzen auf unerklärliche Weise lebendig wirst, da ahnst du schon, dass diese Hochzeit womöglich unter keinem so glücklichen Stern steht.

Zu Beginn hast du drei Modi zur Auswahl. Neben den üblichen Unterscheidung in Aufladezeiten und Glitzer bei den beiden ersten Modi, hat der Expertenmodus keine dieser Hilfe und wird zusätzlich Fehlklicks in Wimmelbilder mit einer Zeitstrafe belegen. Alle drei Modi stellen dir eine Karte mit hilfreichen Informationen und Springfunktion zur Verfügung.

Wimmelbilder werden immer zweimal bespielt, gern auch in kurzen Abständen, und bei der Art der Wimmelbilder gibt es eine Vierfachhbelegung. Klassische Wortsuchlisten erscheinen erst am Ende des Spieles, dort dann auch gern zweimal unmittelbar hintereinander. Zuvor spielt man Umriss-Suche, Rückstell-Bilder und finde die Anzahl x eines bestimmten Gegenstandes. Auch in Fatal Passion: Gefährliche Kunst gibt Entwickler Oreon die unschöne Angewohnheit nicht auf, den Spieler am Ende eines jeden Wimmelbildes die Sinnlosigkeit seines Tuns aufzuzeigen. Mehr noch: Es wird verstärkt. Hat man sonst nach dem letzten Listenobjekt noch eine Objektanfrage erhalten, die dann den Inventargegenstand ergab, geht man nun hin und lässt genau das, was man braucht, einfach nach Beendigung der Suche erscheinen. Es war vorab nicht zu sehen, ist nach der Suche nicht zu sehen, hat keine Verbindung mit der Liste oder Ort der Suche (Ausnahme: Wortsuchliste). Die Inventarobjekte selbst behält man zwar ab und an für einen zweiten Gebrauch, aber das ändert nichts an der Mehrfachsuche nach Messern, Zangen, Feuerquellen und ähnlichem.

Eine magische Palette verleiht dir ähnliche Fähigkeiten, wie sie Edward, der Maler und Verursacher der seltsamen Vorkommnisse in der Stadt, besitzt. Hast du einen Farbgrundstoff und ein Bindemittel gefunden, kannst du eine Farbe herstellen und mittels der magischen Palette einen bereits gemalten Gegenstand zu einem greif- und nutzbarem Objekt verwandeln.

Die Puzzles sind angemessen, nicht zu leicht, aber auch im Expertenmodus ohne überspringfunktion zu lösen. Dabei haben einige eine kleine Abwandlung erhalten, die durchaus Interesse weckt. Leider fehlen ab und an die Erklärungen, gerade zum Ende hin, aber überhaupt wird im letzten Drittel alles etwas weniger. Und auch das Ende ist eher bescheiden, hinterlässt Fragen und lässt den Spieler der Normalversion glauben, dass es eine Fortsetzung gibt. Weit gefehlt, die vollständige Auflösung gibt es nur in der Sammleredition.

Geschichtlich ist Fatal Passion: Gefährliche Kunst eher flach. Zwar wird immer mal wieder etwas mit netten Zeichnungen zwischendurch erzählt, Spannung mag aber nicht so wirklich aufkommen, schon weil von Beginn an klar ist, wer der Böse ist. Es gibt keine Wendungen, keine überraschungen - das Böse ist klar definiert. Und auch wenn die Grafiken gut sind, atmosphärisch sind sie nicht. Tipp, überspringfunktion und Inventar liegen so nahe am Einzugsbereich des Richtungspfeiles, dass man des öfteren ungewollt den aktuelle Ort verlässt. Auch so will man nicht so recht warm werden mit dem Spiel. Es ist nicht zu gradlinig, es ist auch nicht verwirrend komplex, es hat eine gute Balance, nur mitreissend ist es nicht. Außer der Tatsache, dass man es gekauft hat, gibt es keinen echten Grund, das Spiel weiter zu spielen.

Ein Blick auf die Auszeichnungen der Sammleredition, die man zum Teil automatisch erhält und zum Teil erarbeitet werden müssen, zeigt: die Spieldauer ist nicht auf Länge ausgelegt, eine Auszeichnung erhält man, wenn man das Spiel unter vier Stunden schafft. Und wie wahr, 3,5 Stunden im Experten Modus ist leider ziemlich wenig. Ob die 45 Minuten Extraspielzeit, 30 zu sammelnde Vögel (nein, die haben keinen Zusammenhang mit dem Spiel) und die wiederholbaren Minispiele dann den Kauf einer Sammler lohnen, möge jeder für sich selbst entscheiden. Ein reeles Preisleistungs-Verhältnis ist, wie fast immer, nicht gegeben.

Fatal Passion: Gefährliche Kunst ist ein Spiel, das anständig beginnt und dann immer mehr nachlässt. Eine flache Geschichte, fehlende Puzzleerklärung, abwechslungsreiche aber langweilige Suchszenen, ein unvollständiges Ende, eine eher durchschnittliche Spielzeit, wenig Atmosphäre, im letzten Drittel baut es spürbar ab. Ja, es hat seine guten Momente und als Normalversion ist das Spiel sein Geld wert. Empfehlenswert im Sinne von: Muss man haben? Nein. Im Sinne von: Kann man spielen, wenn man nicht allzu viel erwartet? Ja.


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