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Fallen: Die Blumen des Bösen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: taba games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 06.01.2013
Deutsch: 23.06.2013


Als du zu einem Hausbesuch gerufen wirst, ahnst du nicht, dass ein übernatürliches Abenteuer dich erwartet. Ein junges Mädchen wird von einem Monster angegriffen und bekommt anschließend hohes Fieber. In der Hand hält sie eine seltsame Blume, die sie nicht ablegen kann, weil es ihr dann unverzüglich schlechter geht. Das Mädchen ist nicht die Einzige, auch andere leiden nach einem Angriff unter den gleichen Symptomen.

Die Stadt wurde wegen dem Befall durch die Blumen längst evakuiert, doch Anne, deine Patientin, ist nicht transportfähig. Der Vater fleht dich an, ihr zu helfen und so machst du dich auf die Suche nach der Ursache all des übels. Doch schon bald wird Anne entführt. Wer steckt hinter dem allen und vor allem: Warum?

Die Unterschiede der drei zur Auswahl stehenden Modi geben die Möglichkeit mit Tipp und Glitzern, sowie ohne Strafen für zu schnelles Klicken zu spielen, mit Tipp und Strafen, aber ohne Glitzern oder aber ohne Tipp und Glitzern, aber mit Strafen. Die Wahl ist hier endgültig - ein anderer Modus kann nur durch Anlegen eines neuen Profils benutzt werden. Da das Glitzern nicht nur aufdringlich ist, sondern auch konsequent weiter angezeigt wird, selbst wenn du bereits alles angesehen hast, empfiehlt sich hier der mittlere Modus. Der Dritte in der Runde kann nur für einen sehr geduldigen Spieler empfohlen werden. Der Tipp ist auch ein Richtungsweiser und da Wimmelbildszenen unverhofft an vermeintlich bereits abgeschlossenen Orten wieder aktiviert werden und zusätzlich der gesamte Spielverlauf auf Laufarbeit ausgelegt ist, wirst du dir ohne diesen Tipp die Füße wundlaufen. Es gibt zwar noch eine Karte; allerdings ist die ins Handbuch eingebunden und öffnet sich sehr umständlich. Sie bringt dich per Klick an einen gewünschten Ort und zeigt dir an, wo du bist, nicht aber, wo es etwas zu tun gibt.

Die zahlreichen, vollgemüllten Wimmelbildszenen kannst du durch ein Spiel ersetzen. Hier müssen mit einem sich bewegenden Ball Steinmauern entfernt werden, um so an "Blumensteine" zu kommen. Hast du diese mit dem Ball getroffen, wird ein Objekt von deiner Suchliste gestrichen. Interaktionen sind nicht vorgesehen, alle Gegenstände sind sofort sichtbar. Schwieriger wird es da schon mit den ab und an auftretenden falschen Bezeichnungen, die es schwierig machen, das Objekt zu finden.

Es gibt viel zu tun, in Fallen: The Flowers of Evil. Auf Schritt und Tritt fehlen Puzzleteile, Messer, Schlüssel, Milch, Hammer, Nägel ... die Liste ist endlos. Und schon recht früh im Spiel beginnt das zu nerven, weil wirkliche Fortschritte oft nicht auszumachen sind. Hast du endlich den Schlüssel gefunden, brauchst du nach dem öffnen der Truhe wieder etwas, um den Gegenstand nehmen zu können. Solche Situationen gibt es viele. Dazu kommen viele kleine Animationen, die normalerweise ein Spiel eher attraktiver machen. Es ist halt hübsch, wenn der Schraubenzieher sich wirklich dreht, die Säge wirklich sägt. Aber es macht ungeduldig, wenn jede dieser Animationen betont langsam vonstattengeht und damit den Eindruck erweckt, dass man eigentlich nur Zeitspannen vorgeben möchte, die das Spiel selbst nicht hergibt. Das endlose Gerenne verstärkt diesen Eindruck nur noch.

Ebenfalls ärgerlich machend ist die Tatsache, dass taba games häufig in Wimmelbildern Dinge sehen lässt, die man braucht. Aber nicht bekommt. Auch nicht, wenn die Wimmelbildszene ein zweites Mal gespielt wird. Da fragt man sich doch mal wieder eindringlich, wie blöde der Held/die Heldin eigentlich sein muss, so etwas zu übersehen. Und dann stellst du fest, dass genau dieses Teil dadurch gefunden werden kann, dass man das im Wimmelbild erhaltene Inventarobjekt anwendet. Es ist einfach nur zum Haare raufen.

Von der Puzzle-Seite her ist es ebenfalls eher negativ. Ein Großteil der vorhandenen Puzzles sind im Grunde nur eins. Die Optik ändert sich, die Spielmechanik ist die gleiche. Dass die Puzzles dann in der Hauptsache auch noch reine Geduldspiele sind und ohne Neustart-Funktion auskommen müssen, verwundert dann auch nicht mehr weiter. Vom Spielablauf ist es wie 99% der Spiele. überraschungen, was du womit machen musst, gibt es nicht.
Die Geschichte ist recht nett geschrieben, natürlich nicht neu, weder im Thema noch im Ablauf. Aber man kann ihr folgen und sie gibt immerhin Impulse, die zum Weiterspielen animieren, wenn sich mal wieder alles wie Kaugummi zieht. Die Spielzeit von 4 - 4,5 Stunden ist folgerichtig dann auch eher den Animationen, der Laufleistung und den Geduldpuzzlen geschuldet. Grafisch ist Fallen: The Flowers of Evil gut, liegt da auf jeden Fall im oberen Bereich. Auch wenn das Spiel in der Nacht spielt; Farben gibt es und man gut erkennen, wo man ist und was man zu tun hat. Es sind gezeichnete Grafiken, auch in den Einspielungen, das ist begrüßenswert.

Am Ende hat man dann ein Spiel, dass überall aneckt, nichts wirklich gut, dafür aber einiges schlecht macht. Fallen: The Flowers of Evil gibt sich Mühe und hätte in den Händen von interessierten Entwicklern sicherlich um Klassen besser werden können. So aber wirkt es eher lieblos und nachlässig gemacht. Dankenswerterweise ist es zumindest keine Sammleredition. Von daher: Wer ein Freispiel hat und sonst nichts Besseres findet, der wird sich vielleicht nicht amüsieren, aber auch nicht komplett langweilen.

 


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