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Nachlese
Fabulous Finds


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Herausgeber: I-Play
Entwickler: rondomediaE

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Autor: Sonja R.
23.02.2011


Unsere Heldin hat geerbt. Ein Haus in Carmel nennt sich nun ihr Eigen, aber nicht von einer Verwandten. Die Verblichene ist eine Tante Bea, bei der sie als Kind oft mit ihren Eltern in den Ferien war. Tante Bea hat bereits früher regelmässig Dachboden, Keller und Garage ausgemistet und alles bei sogenannten Garagenverkäufen verscherbelt. Als Kind war unsere namenlose Heldin gern dabei und das ist auch der Grund, warum ihr Tante Bea das Haus vererbt hat: Keine eigene Verwandten und in der Hoffnung, dass diese Tradition fortgeführt wird.

So ist es dann auch. Zu Beginn jedes der wenigen Level, die dir eine Spielzeit von unter 2 Stunden garantieren, liest du in der Zeitung. Was ist so aktuell, was wird gebraucht? Das ergibt dein Thema, zu dem du passende Gegenstände finden musst. Und zwar nur in Garage, Keller und auf 2 Dachböden. Mehr Suchorte gibt es nicht, du kommst während des gesamten Spiels nur an diese 4 Orte. Anschliessend wird alles im Garagen-Verkauf verkauft (der übrigens im Garten stattfindet).

Mal brauchst du alles, was so für Hof und Garten ist, dann Filmobjekte, Babies und Kinder, Reisen und Transport oder auch Schätze. Dabei weisst du nicht, was als das gewertet wird, musst dir den Ort ansehen und alles anklicken, was dir zugehörig erscheint. Erst bei einem Fund wird es bildlich links dargestellt. Manchmal bringt dich das in die Bredouille, denn wer vermutet unter "Schätzen" einen Golfschläger? Und woher soll der Spieler wissen, dass er deshalb etwas Besonderes ist, weil er John F. Kennedy gehört haben soll? Einiges sieht er auch erst gar nicht, weil es fast völlig verdeckt ist.

Es ist nicht alles Gefundene so präsentabel, wie es sein sollte. Da ist beispielsweise eine Statue verdreckt und dafür bekommt man natürlich im Verkauf nicht so viel. Das muss geändert werden und deshalb hat diese Statue, wenn du sie gefunden hast, einen roten Rand. Darunter steht der Begriff des Hilfsmittels, das du benötigst, um den Gegenstand - in diesem Fall die Statue - teurer verkaufen zu können. Finde also das zusätzlich, wie hier das Reinigungsmittel, und der Umsatz ist gerettet.

Deine Suche ist zeitlich begrenzt, das bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass du von vorn beginnen musst, hast du innerhalb der Zeit nicht alles gefunden. Du wirst dann trotzdem im Spiel weitergebracht, hast aber eben weniger zum Verkaufen. Denn das kommt anschliessend, nachdem du zwei oder auch 3 Orte abgesucht hast.

Im Garagenverkauf musst du öfters etwas um die Ecke denken. Er findet sinnigerweise im Garten statt, wo deine Kunden umher laufen. Sie haben alle bestimmte Merkmale, anhand derer du sie meistens erkennen kannst. Meistens heisst aber leider nicht immer. Eine Prinzessin kann man gut erkennen, einen Golfer, einen Punk oder auch einen Detektiv, der eine frappierende ähnlichkeit mit Sherloch Holmes hat. Andere sind da eher unauffälliger und es braucht einige Versuche, die richtige Person zu erwischen. Das ist deshalb notwendig, weil du Texthinweise bekommst. Als Beispiel möchte der Polizist 3 Punkte erzielen. Das heisst, du schnappst dir den Uniformierten und ziehst ihn auf den Basketballkorb, der da zum Verkauf hängt. Logisch ist das nicht immer, denn warum jemand einen Brunnen kauft, weil er Korallen für seinen Koi-Teich sucht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nicht immer haben diese Kunden gleich ein Kaufinteresse. Da verliert der eine seine Geldbörse, der andere seine Braut. Erst nach einer erfolgreichen Zusammenführung gibt es die Gelegenheit, dem Kunden das Objekt seiner Begierde zu verkaufen. Dabei darfst du nicht zu lange damit warten. Zwar gibt es für den gesamten Verkauf kein Zeitlimit, wohl aber pro Käufer. In seinem Texthinweis befindet sich eine Leiste, die beständig kürzer wird, umso länger du brauchst. Irgendwann wird die rot und ist sie abgelaufen, verschwindet der Kunde und an ihm kannst du nichts mehr verdienen.

Man merkt also schon, ohne Tipps ist man aufgeschmissen, auch wenn man alles Möglilche und Unmögliche ausprobiert. Leider gibt es davon nur 5 pro Level und nichts, womit sie aufgestockt werden könnten. Da du in einem Level bis zu drei Suchorte und den Verkauf hast, kann das mehr als knapp werden. Zumal manches eben nicht ohne Tipp zuzuordnen bzw. zu finden ist.

Das liegt auch ein wenig mit an der Grafik. Das Spiel ist bereits ein Dinosaurier unter den Spielen und man merkt es ihm an - grafisch als auch von dem Geklimper von Musik her. Wenigstens werden in den Suchbildern die Bezeichnungen angezeigt, legst du den Mauszeiger auf einen Gegenstand. Aber das hilft dir wenig, wenn du ihn gar nicht erst siehst.

Als Auflockerung zwischendurch sind deine Funde zu sortieren. Es gibt ein Regal, in dem verschiedene Sachen lagern. Darunter zwei oder drei Kartons mit Aufschriften wie Filmobjekte oder Küche. Zuerst kannst du einen Blick darauf werfen, aber dann geht das Licht aus und mithilfe einer Taschenlampe ziehst du die Gegenstände aus dem Regal in den jeweils passenden Karton. Dabei beginnst du mit einem Wert von 500, der immer mehr abnimmt. Was übrig bleibt wenn du alles einsortiert hast, wird deinen Einnahmen zugerechnet.

Du fragst dich sicher: Was mache ich damit? Du richtest das Haus neu ein. Nach jedem Level wird ein Raum freigeschaltet. Du kannst mit dem Erlös aus deinen Verkäufen Schlafzimmer, Küche und einige andere Zimmer neu einrichten und renovieren. Umso mehr du eingenommen hast, desto komfortabler kannst du es gestalten. Das geht immer direkt nach einem Level oder aber du sammelst erstmal alles und machst es am Schluss des Spiels.

Man muss der Tatsache Rechnung tragen, dass Fabulous Finds schon alt ist. Die Idee des Spielaufbaus ist wirklich gut. Nicht einfach nach Liste suchen, sondern überlegen, was gehört in diese Kategorie. Beim Verkauf die richtige Person der richtigen Ware zuordnen. Aber es wurde leider nicht so gut umgesetzt, wie man es auch damals hätte machen können. Es ist zuviel dabei, wo man nur mit einem Tipp vorankommt, von denen man zudem nicht viel hat. Ausserdem hätte auch eine längere Spielzeit diesem Spiel gut zu Gesicht gestanden, ebenso ein Abschluss der Geschichte, denn irgendwie hört man einfach mittendrin auf.

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