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Fabled Legends: Die Rückkehr des Rattenfängers


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blue Tea Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 11.05.2012
Deutsch: 26.07.2012


Während eines Festes zu Ehren des Rattenfängers von Hameln erscheint plötzlich eine dunkle Gestalt und schwört Rache für alles, was man ihm hat angetan. Mit seiner Flöte lässt er eine Rattenplage erscheinen und schnell fliehen die Leute aus der Stadt. Gerufen wirst du von einem hohen Herrn der Stadt. Er möchte, dass du diese dunkle Kopie des Rattenfängers findest, bevor er ganz Europa mit der Rattenplage zerstört. Ein sehr freundlicher Wunsch, oder vielleicht doch nicht?

Du, als bekannter Detektiv für Märchengestalten (hergeleitet aus der Dark Parable Serie) machst dich also auf die Suche. Doch schwer zu finden ist der Flötenmann wahrlich nicht. Er scheint es von Beginn an förmlich darauf anzulegen, sich zu zeigen und ermöglicht dir ungewollt (?) so, mehr über ihn heraus zu finden. Die Geschichte hat ein paar Wendungen, die allerdings schnell vorhersehbar werden.

Mach dich auf eine lange Wanderung gefasst. Denn Fabled Legends: Die Rückkehr des Rattenfängers ist darauf angelegt, dich laufen zu lassen und das aus mehreren Gründen: Die vorhandene Karte ist nur bedingt hilfreich. Sie zeigt dir zwar an, wo es Ziele zu erreichen gibt, aber das hat nichts damit zu tun, ob du dort etwas tun kannst oder nicht, ist also eine mehr dekorative Anzeige. Du siehst wo du bist und die einzelnen Orte sind auch benannt, trotzdem ist es nicht einfach, mit der Karte zu navigieren. Denn was dort wie "gerade aus" erscheint kann durchaus auch rechts ab in ein Gebäude bedeuten. Oder rechts, dass du doch erst gerade aus musst. Einzig die Anzeige der, verhältnismäßig wenigen, Wimmelbildszenen ist wirklich hilfreich.

Aber laufen musst du in Fabled Legends: Die Rückkehr des Rattenfängers auch, weil deine Aktionen keinen roten Faden haben. Weil häufig wenig Sinn hinter dem steht, was du tust. Du findest viele Objekte, kannst aber nichts mit ihnen anfangen. Du findest viele Stellen, an denen es was zu tun gibt, aber dir fehlt das Werkzeug. Und wenn du dann etwas Brauchbares findest, dann kannst du nur hoffen, dass du dich noch erinnerst. Oder das du überhaupt noch weißt, dass du genau so etwas brauchtest. Dann wieder hast du kaum etwas im Inventar und läufst und läufst, um Neues zu finden oder mit den Verbliebenen etwas zu tun. Viele Gegenstände sind dazu da, dass du einen anderen Gegenstand findest, den du brauchst um einen Gegenstand zu finden, den du brauchst.... Ohne dass irgendetwas davon dich wirklich weiter bringt.

Puzzles gibt es wenig. Drei oder vier vielleicht. Eines davon spielst du dann gleich vier oder fünf Mal an verschiedenen Stellen, wobei sich der Schwierigkeitsgrad erhöht (weitere acht dieser Puzzle bekommt man in der Sammleredition als Bonus). Alle Puzzles sind ohne Zweifel sehr schön gemacht. Aber für Puzzle- oder Knobelfreunde nicht wirklich eine Herausforderung, bis auf das letzte der Wiederholungspuzzles vielleicht. Die Wimmelbildszenen sind klar und übersichtlich. Deine Gegenstände findest du schnell. Du wirst sie alle zwei bis dreimal spielen, jedes Mal mit ein bis drei mehr oder weniger interaktiven Objekten. In den Szenen liegen aber auch diverse andere Gegenstände, die sich aufnehmen lassen. Und die du niemals für eine Interaktion brauchst.

Die zusätzlichen Kräfte, die du erhältst, werden nur selten benötigt. Der Tipp zeigt dir in den Wimmelbildern oder ausserhalb übersehene Gegenstände, übersehene aktive Szenen und ansonsten wird dir gesagt, dass du dort nichts weiter tun kannst. Und das auch noch relativ unzuverlässig. Es gibt drei Modi zur Auswahl, du kannst über die Optionen diese Auswahl jederzeit ändern. Die beiden ersten unterscheiden sich lediglich in der Aufladezeit von Tipp und Überspringfunktion, sowie der Häufigkeit von glitzernden Stellen. Der dritte Modus hat weder Tipp noch Überspringfunktion und natürlich auch kein Glitzern.

Grafisch ist das Spiel, wie man es von Blue Tea Games gewohnt ist. Schön, hell auch in der Dunkelheit. Die meist statischen Szenen schaffen es trotzdem, das Auge zu beschäftigen. Der Rest des Spieles ist eher enttäuschend. Wimmelbildfreunde werden die Anzahl der Wimmelbilder nicht als befriedigend empfinden. Puzzlefreunde werden die geringe Anzahl der Puzzle und deren niedriger Schwierigkeitsgrad als unbefriedigend empfinden. Gleiches gilt vermutlich auch für die Abenteuerfreunde. Die kommen hier zwar läuferisch auf ihre Kosten, aber ihnen ist vermutlich die Geschichte in Fabled Legends: Die Rückkehr des Rattenfängers zu flach und zu unwichtig innerhalb des Spieles.

Die Spiellänge liegt zwischen 3,5 und 4,5 Stunden. Viel hängt einfach davon ab, wie gut dein Erinnerungsvermögen ist. Oder auch vom Zufall, ob du gerade in der Nähe von dem bist, was du zu tun hast. Die Geschichte selber hat einen Abschluss, auch in der Normalversion. Die Sammleredition fügt noch einmal etwa 30-45 Minuten hinzu. Sie erzählt eine mehr oder weniger für sich stehende Kurzgeschichte. Wer also auf die Standardedition wartet (was zu empfehlen ist), der wird ein "vollständiges" Spiel haben.

Was bleibt? Fabled Legends: Die Rückkehr des Rattenfängers ist ein Spiel, dass für Anfänger nur bedingt empfehlenswert ist. Zu groß kann der Frust sein, wenn man zum wiederholten Male alles abläuft, weil man keine Idee hat, welche unsinnige Aktion nun erfolgt. Dafür aber sind Puzzle und Wimmelbilder für Anfänger durchaus geeignet. Für Fans der Blue Tea Games ist es sicherlich ein Augenschmaus. Der regelmäßige Spieler von Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer aber wird vermutlich ein wenig unzufrieden zurück bleiben.


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