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Esoterica: Im Inneren der Erde


tassentassen
Herausgeber: Alawar
Entwickler: Happy Artist

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 23.01.2014
Deutsch: 25.04.2014

überladenes und wirres Wimmelbildabenteuer in Comic-Optik
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Als Stephanie haben wir einen seltsamen Traum, in dem unser Großvater, der Mond und ein seltsames Symbol darauf vorkommen. Am nächsten Morgen erhalten wir zufälligerweise einen Brief von Opa, in dem er uns schreibt, dass er uns sehr vermisst. Da wir wissen, dass Opa auf keinen Fall Wörter wie „vermissen“ benutzen würde, ahnen wir, dass er in Schwierigkeiten steckt. Wir beschließen, sofort zu ihm nach London zu fliegen. Doch wir kommen zu spät. Großvaters Haus ist verwüstet und er selbst wurde entführt. Werden wir ihn je wiedersehen? Und werden wir erfahren, was es mit unserem mysteriösen Traum auf sich hat?

Uns erwartet eine Comic-ähnliche Grafik, mittelmäßige Stimmen und eine Unmenge an Sprechblasen, die so schnell wieder verschwinden, dass es uns kaum gelingen wird, alle zu lesen. Die Bilder sind bunt, meist überladen und wollen so gar nicht zum Thema passen. Die Musik plätschert unauffällig vor sich hin.

Haben wir uns einmal für einen Schwierigkeitsgrad entschieden, müssen wir ihn bis zum Ende beibehalten. Allerdings spielt es keine große Rolle, ob wir den normalen Modus oder den Expertenmodus auswählen, da sie sich nur in der Aufladegeschwindigkeit des Tipps und im Glitzern von aktiven Bereichen unterscheiden. Der Hinweis-Button nimmt allerdings im fortschreitenden Spielverlauf eine immer wichtiger werdende Rolle ein, da „Esoterica: Im Inneren der Erde“ mit einer Vielzahl an Schauplätzen aufwartet, uns keine Karte zur Verfügung gestellt wird, und wir deshalb rasch die Orientierung verlieren. Einzige Hilfestellung ist ein Journal, das die Geschichte und Codes mitschreibt.
Der Knopf „Ziele“, der sich unter unserem Bildnis befindet, sagt uns, was demnächst auszuführen ist, um im Spiel voran zu kommen.

Außerdem gibt es 29 Lochkarten, die sich überall verstecken. Habe wir eine dieser Karten gefunden, können wir über den grün-blauen Button links vom Tipp ein Gerät öffnen, mit dessen Hilfe sie gelesen werden. So erhalten wir Informationen zu Personen oder Orte, die im Geschehen vorkommen. Machen wir nicht alle Lochkarten ausfindig, hat das keine Auswirkungen auf den Spielverlauf.

Die ersten Wimmelbilder von insgesamt 24 sind Wortsuchlisten mit Interaktionen, die sich allerdings auf das öffnen von Schubladen beschränken. Später verzichteten die Entwickler darauf und bieten uns nur noch die Begriffe an, ohne Zwischenschritte zu verwenden. Wenn wir ein Wimmelbild ein zweites Mal vorgesetzt bekommen, wurde meistens die Variante „Umriss-Suche“ gewählt. Die Gegenstände sind klar und deutlich dargestellt und ihr Auffinden bereitet uns keine großen Schwierigkeiten. Leider kann es passieren, dass wir etliche Wimmelbilder in kurzen Abständen hintereinander zu spielen haben.

Alle 28 Rätsel absolvieren wir im Fenstermodus, was das Anklicken von Kacheln, Rohren und anderen Dingen nicht gerade einfacher macht. Dazu kommt, dass sie nicht immer sinnvoll ins Spiel eingebaut wurden. Gleich zu Beginn müssen wir, obwohl wir es wahnsinnig eilig haben, nach London zu fliegen, ein Deckchen mit Perlen besticken, um an einen Schlüssel zu gelangen, der sich darunter befindet. Ansonsten beschäftigen wir uns mit einem Zodiak-Kalender, wer aber die Symbole für die Sternzeichen nicht im Kopf hat, wird sich schwer tun, weil sie nirgends hinterlegt wurden. Dann bringen wir noch ein paar Schalter auf die gleiche Höhe, drehen einige Ringe und setzen Papierfetzen zusammen. Das Zeichnen eines Hubschraubers treibt uns in den Wahnsinn, weil wir auf kleinster Fläche immer wieder daneben klicken und der Originalplan in unserem Journal nicht zu 100 Prozent mit der unfertigen Skizze übereinstimmt. Wer da nicht nach dem x-ten Versuch zur Skip-Taste greift, ist mit einem enormen Maß an Geduld ausgestattet.

Durch diese Vielzahl an Wimmelbildern und Rätseln, die wir in kürzester Zeit durchlaufen müssen, verschwimmen die Geschehnisse zu einem undurchsichtigen und wirren Brei. Die Aktionen, die wir auszuführen haben, werden immer sinnloser und die Wege, die zu beschreiten sind, immer länger.

Nach ca. 3,5 bis 4 Stunden ist das Spiel zu Ende, jedoch nicht ohne uns vorher mit einem Schwall an Sprechblasen zu bombardieren, die genauso schnell wieder verschwinden wie sie gekommen sind. Nicht dass sie übermäßig interessant sind, aber um den Schluss zu verstehen, wären sie eventuell hilfreich gewesen. So sehen wir den Abspann an uns vorüberziehen, trotzdem in unserem Kopf noch die eine oder andere Frage offen gewesen wäre.

Mit „Esoterica: Im Inneren der Erde“ wollen Happy Artist zu viel auf einmal. Sie überschütten uns geradezu mit Wimmelbildern und Rätseln, wie wenn es irgendwo günstig ein Schnäppchenangebot dazu gegeben hätte, bei dem die Entwickler gnadenlos zugeschlagen haben. Eine wohldosierte Mischung aus beiden Elementen wäre wesentlich effektiver gewesen. Dann hätte man auch mehr Energie in die Verarbeitung der Geschichte stecken können, um diese wenigstens einigermaßen interessant zu gestalten. Ich empfehle hier ausdrücklich die Probestunde, die einen guten Querschnitt vermittelt.


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