A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Enlightenus 2: Der Ewige Turm


tassentassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blue Tea Games

Wenn Du Enlightenus 2: The Timeless Tower auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
05.09.2010
Deutsche Version: 15.10.2010


Clarence Flatt, seines Zeichens Erfinder, bittet dich in Enlightenus II: Der ewige Turm um deine Mithilfe. Als Reporter bist du gut geeignet, ihm bei der Vollendung seines Lebenswerks zu helfen. Da Clarence bereits sehr alt und müde ist, ist das seine einzige Möglichkeit. Er forschte an einer zeitlosen Uhr, jedoch sind ihre Teile nach einer Panne im Enlightenus-Turm verstreut. So bringen sie alles durcheinander und wenn du nichts tust, wird es Clarence in der heutigen Zeit gar nicht geben.

Wenn du hier den Turm erstmal betreten hast, befindest du dich in einer Art Endlos-Schleife. Geh die Treppe hinauf, sieh dir das Foto an und was daran gerade gerückt werden muss, nimm den Schlüssel und geh durch die Tür. So endet und beginnt jedes der 6 Kapitel, in denen du in Wimmelbildern die Wirklichkeit zurechtrückst.

Während das erste Kapitel lediglich 3 Wimmelbilder aufweist, gibt es in den anderen 4 Kapiteln 9, im letzten dann 6 Wimmelbilder. In jedem bekommst du einen Teil der Uhr, die du für die nächste Zeit benötigst. Die sind so konstruiert, wie man es aus dem Vorgänger Enlightenus kennt. Es gibt keine Listen, deren Gegenstände du in der Szene finden musst, sondern du musst bildlich dargestellte Objekte hineinlegen.

Dazu gibt es Texthinweise, wenn du eines davon an die Maus nimmst. Eine nähere Erklärung zu dem Objekt selbst und dann in der Szene zu den unterschiedlichen Einrichtungsgegenständen und was es dort sonst noch so alles gibt. Wenn du dir diese Texte nicht aufmerksam ansiehst, bist du oft verloren. Ich weiss nicht, ob das wirklich der Sinn ist, so viele verschiedene Beschreibungen zu lesen, um einen Standort herauszufinden.

Nur per Auge ist die Sache fast aussichtslos. Das Spiel verfügt zwar über eine sehr schöne Grafik, jedoch hilft die wenig, wenn vieles zu klein oder auch einfach unlogisch ist. Dass ein Storch einen Doktorhut aufgesetzt bekommt, mag man ja noch drauf kommen, aber es gibt viele Beispiele, wo man einfach ein Fragezeichen im Gesicht hat. Da bekommt ein Eichhörnchen eine Geige, eine Rasierklinge wird an einem Schwein angewandt (ohne sichtbaren Effekt übrigens), eine graue Markise muss eingefärbt werden, was man auch nicht unbedingt wissen kann.

öfters musst du auch gewisse Reihenfolgen einhalten beim Einsetzen der Objekte. Beispielsweise wird erst ein Fass mit dem Hammer zerschlagen, um das Gold darin sehen zu können. So weit, so gut. Dass man dann aber eine verschlossene Schatzkiste daneben stellt, die durch Zauberhand nun geöffnet ist, erschliesst sich mir nicht wirklich. Auch bin ich mir sicher, von den Machern hatte jemand ein Augenleiden. Wie sonst ist es zu erklären, dass man allem möglichen - egal, ob Gemälden oder Büsten - Augentropfen verpassen muss?

Die hätte der gute Mann/die gute Frau mal benutzen sollen, als sie die E-Karten versteckt hat. Da du oft auf den Tipp angewiesen sein wirst, der sich aber quälend langsam auflädt, brauchst du die Karten. Sie werden gesammelt und geben dem Tipp eine volle Ladung zurück, so dass du nicht warten brauchst. Wäre es wirklich zu viel verlangt, die Dinger auch lokalisieren zu können? Da sie oftmals derartig klein und im Hintergrund verschwunden sind, ist das Auffinden oft sehr schwierig, wenn nicht gar fast unmöglich.

Besser wird das Ganze auch nicht unbedingt durch die ständige Wiederholung der Zeiten. Ich habe nicht gezählt, wie oft man ins Zelt der Wahrsagerin oder ins Londoner Museum kam, es war reichlich. Zuvor platzierte Gegenstände sind dann noch an ihrem Platz und du baust die neue Runde darauf auf. Das Spiel wird schlichtweg mit der Zeit zäh wie Kaugummi.

Aber nochmal zurück zur Unlogik: Nun bewegst du dich innerhalb eines Kapitels zu Fuss durch mehrere Räume, in denen die Uhren mit den Wimmelbildern verteilt sind. Natürlich kommst du nicht überall einfach so hinein, sondern brauchst auch mal einen Schlüssel. Den hat in einem Kapitel eine Katze bzw. sie sitzt darauf. Kein Problem, links steht eine Dose Katzenfutter, damit kann man sie bestimmt weglocken. Da diese Dose jedoch verschlossen ist, überlegt man selbstverständlich, wo man denn nun einen Dosenöffner herbekommt oder ob es eine andere Möglichkeit gibt, diese Dose zu öffnen. Aber das ist gar nicht nötig! Die Katze ist so geschickt, die kann sogar aus der verschlossenen Dose fressen oder hat selbst einen Dosenöffner dabei. Ich überlege immer noch, wie ich das unseren Mietzen beibringe....

Schlüssel sind jedoch nicht das einzige, das du zum öffnen von Türen oder auch Wimmelbildern brauchst. Hier kommen wir zu den Minispielen. Du kannst sie überspringen, das kostet dich zwei Karten. Oder doch nicht? Wenn du nämlich keine mehr hast, geht das auch so. Ich nenne das sehr inkonsequent. Das Gegenteil und sehr konsequent waren die Entwickler bei der Art der Minispiele. Es sind fast immer diegleichen, wenn auch mit steigendem Schwierigkeitsgrad und anderen Aufgaben. Du musst hier Bilder in die richtige Reihenfolge bringen. Der danach ablaufende Zeichentrickfilm muss dadurch so angeordnet sein, dass du z.B. den König vor dem Drachen rettest oder den grossen Fisch fängst. Das sind gute Logikaufgaben, die auch passen. Etwas anderes als dieses ist jedoch eher selten.

Bleiben noch die Hintergrundgeräusche, die sehr gut gelungen sind wie auch die Musik. Aus den Händen von Somatone ist das jedoch auch nicht anders zu erwarten. Ansonsten hat sich Blue Tea Games hier nicht mit Ruhm bekleckert. Während der erste Teil noch völlig begeistert hat, stürzt dieser hier im Gegensatz dazu rapide ab. Zuviel Einerlei, zuviel Unlogik! Aber ein Probedownnload kostet ja (noch) nichts, den sollte man auf jeden Fall in Anspruch nehmen.

 

Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top