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Enchantia: Der Zorn der Phönixkönigin


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blue Tea Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 15.02.2013
Deutsch (Normal): 31.05.2013


Dein Ziel ist der Ort, an dem die Phönix-Königin vor 500 Jahren verbannt wurde. Doch kaum angekommen, stellst du nicht nur fest, dass diese herausgefunden hat, wie sie ihre alten Kräfte zurückbekommen hat, sondern auch, dass dein Professor Teil einer großen magischen Zivilisation in Enchantia ist und du die Auserwählte. Auserwählt, Enchantia vor der erneuten Zerstörung durch die Phönix-Königin zu retten und sie für immer aus dieser Fantasiewelt zu verbannen.

Das Land Enchantia besteht aus kleinen Kolonien, bewohnt von fantasievollen Rassen, die einander nicht immer friedlich zugetan sind. Und das ist eines der Dinge, die die Phönix-Queen so auf die Palme bringen. Schon einmal hat sie die Wesen und Kreaturen bestraft, doch noch immer missbrauchen sie die Natur und zerstören sie zu ihrem Nutzen oder führen Kriege um sinnlose Ziele. Und schaut man sich in der Realität um, kommt man nicht umhin die Wahl des Themas von Enchantia: Der Zorn der Phönixkönigin als "sozialkritisch" zu sehen. Ob Enchantia oder unsere Welt, ob Fantasiewesen oder Mensch, es scheint überall gleich.

Da du aber zu den Guten gehörst, machst du dich natürlich auf den Weg. Und auf diesem begleitet dich nicht nur dein Professor und steht dir mit Rat und Tat zur Seite, auch viele Oberhäupter, Wächter und Bewohner aus den verschiedenen Gebieten werden dir helfen. Allerdings nur für eine Gegenleistung, versteht sich. Reisen wirst du mittels einer Karte - die einzelnen Orte aber erkundest du ohne ein solches Hilfsmittel. Sie sind aber in der Regel nicht allzu verworren aufgebaut, so dass man sich schnell zurecht finden kann. Wer einen der ersten beiden von drei zur Verfügung stehenden Modi benutzt, kann sich von dem Tipp helfen lassen, der die Richtung anzeigt. Im dritten Modus bist du allerdings, abgesehen von der Karte, auf dich allein gestellt.

Wie es sich für ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer gehört, gibt es auch Suchbilder. In denen wirst du immer drei Gruppen von Einzelteilen finden müssen, die sich dann erst zu einem größeren Bestandteil und am Ende zu einer Gesamtheit verbinden, zum Inventarobjekt. Dies sind immer ganz besondere Dinge wie Medallions, Kronen, Zepter und Ähnliches, Werkzeuge und andere Gebrauchsgegenstände findest du in den Szenen selbst oder erarbeitest sie dir durch Rätsel und Puzzle. Und während ein Teil des Spieles sehr gradlinig wirkt (du brauchst A, findest A sofort und benutzt A dann auch) lernt man schnell Dankbarkeit für die Variante. Denn nicht selten hast du zehn und mehr Gegenstände im Inventar, die du auf keiner deiner zahlreichen "Baustellen" benutzen kannst, sondern dich immer nur weiter vorkämpft.

Dazu kommt: Durch die fantasievollen Grafiken ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, was man eigentlich da so mit sich rumträgt. Und so läuft man gern auch drei Mal an der Stelle vorbei, wo es etwas zu tun gibt, einfach weil man das Bild und das Gesuchte nicht direkt miteinander in Verbindung bringt. Visuell unterscheiden sich auch die einzelnen Gebiete von Enchantia: Der Zorn der Phönixkönigin und machen das Spiel so zu einer echten Reise in eine magische und fantasievolle Welt. Doch während man anfänglich durch einen Zauberspruch die Hoffnung hat, selbst aktiv an der Rettung von Enchantia beteiligt zu sein, merkt man schnell, dass man selbst trotz eigentlich hochtrabender Bezeichnung als Auserwählter nur ausführenden Befehlsempfänger ist. Es gibt nur wenige Stellen, die das Gefühl geben, dass man eventuell doch etwas tut, was jeder Bewohner der Welten nicht auch hätte selbst zu tun können. Und selbst diese Stellen sind keine Schlüsselmomente. Aber die kreativen Bilder und die strahlenden Farben, die selbst die fast allgegenwärtige Dunkelheit erstrahlen lassen, machen viel von diesem Manko wett.

Die Puzzles in Enchantia: Der Zorn der Phönixkönigin bewegen sich in den üblichen Bahnen, es gibt auch nicht all zu viele davon. Diese sind aber nicht nur teilweise sehr fantasievoll gestaltet, sondern geben auch dem Knobelfreund die ein oder andere Herausforderung. Eine Neustartfunktion sorgt dafür, dass man ausprobieren kann, während die Überspringfunktion jedem eine Chance zum testen gibt, ohne zu lange auf die "Erlösung" warten zu müssen. Zwar gilt dies nur für zwei der drei Modi, da du aber über die Optionen jederzeit den Modus wechseln kannst, ist das im Grunde nebensächlich, wenn nicht gar irrelevant.

Die Geschichte ist komplexer als man im ersten Augenblick annimmt und jedes Gebiet von Enchantia hat seine eigene, die sich so nach und nach zu einem großen Ganzen zusammensetzen. Durch Dialoge mit den Beteiligten und Erklärungen zur Geschichte der einzelnen Landesteile ergibt sich so ein Ganzes, das nach 3,5 - 4 Stunden Spielzeit ein durchaus überraschendes Ende bereit hält. Enchantia: Der Zorn der Phönixkönigin ist teilweise ein emotionales Spiel und für jüngere Kinder deshalb nur unter Aufsicht zu empfehlen. Die Sammleredition enthält fünf Bonuspuzzle der Knobelsorte und bietet den eigentlichen Anfang der Spielerfigur mit etwa 60 Minuten Spielzeit.

Am Ende bleibt ein gutes Spiel, das Mankos an Stellen hat, auf die man den Finger nicht so direkt legen kann. Ein paar Baustellen zuviel, ein paar Ähnlichkeiten zuviel, was Aufgaben, Inventargegenstände u.ä. angeht. Ein wenig Geschichte zuviel, die "Nicht-Lesern" es erschwert, Zusammenhänge zu begreifen und das Spiel zu einem logiklosen Ablauf von "Aufträgen und Erledigung" macht. Gleichzeitig aber viel Anrührendes, wunderschöne Bilder und angenehme Unterhaltung, die keine Langeweile aufkommen lässt. Aber halt auch keine Hochspannung.


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