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Nachlese
Empress of the Deep: Das dunkle Geheimnis


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Herausgeber: Gogii Games
Entwickler: Gogii Games

Wenn Du Empress of the Deep: Das dunkle Geheimnis auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
Datum: 26.02.2010

Eine wunderschöne junge Frau erwacht in einem mysteriösen Unterwassertempel-Komplex. Sie weiß nicht wer oder wo sie ist, erfährt aber bald, dass sie in einem todesähnlichen Schlaf in einer Krypta fast hundert Jahre eingeschlossen war. Nun muss sie dieser Krypta entfliehen und den alten Unterwassertempel erforschen um dessen Geheimnisse zu entdecken. Entsperre königliche Siegel und decke die schrecklichen Geheimnisse der Herrscherin der Tiefe auf.

Diese Unterwasserwelt mutet doch sehr futuristisch an, inklusive Musik und allem, was der Spieler hier erlebt. Dazu kann er sich Zeit lassen, denn ein Zeitlimit gibt es im gesamten Spiel nicht. Das ist auch gut so, denn der eine oder andere Spieler wird sich des öfteren verlaufen.

Beginnend in einem Mausoleum machst du dich als Anna auf die Socken, erstmal raus hier. Nach ein paar Schritten bereits vernimmst du die Stimme eines kleinen Mädchens, das dich anweist, alle lila Kugeln zu aktivieren, die du siehst. Das ist eine Aufgabe, die sich durch das ganze Spiel zieht. Es muss immer darauf geachtet werden, keine dieser Kugeln zu verpassen, denn sonst muss man später alles erneut abgrasen. Aber auch andere Gegenstände liegen auf und an den Wegen, die für das Inventar einzusammeln sind.

Das kleine Mädchen, dessen Identität ich hier mal nicht preisgebe, ist sich mit Jacob nicht so ganz einig und die beiden werden sich auch noch richtig fetzten. Jacob ist dein modernes Tagebuch, das alles Wichtige für dich speichert. Es kopiert Hinweise zu Rätseln, die zu lösen sind und dokumentiert auch deine Fortschritte im Spiel. Ausserdem werden hier Blumen gesammelt, die du bekommst, wenn du einen Ort abgeschlossen hast. Wieviel dieser lila Kugeln du bereits aktiviert hast, ist ebenfalls gespeichert. Das Wichtigste neben den Hinweisen ist oder sollte zumindest die Karte darin sein.

Aber das ist ein bisschen in die Hose gegangen. Die Orte erscheinen erst auf der Karte, wenn du sie bereits entdeckt hast, also dagewesen bist. Das ist gut und verhindert Verwirrung. Die entsteht vielmehr durch den Aufbau der Karte. Aus welchem Grund auch immer - ich könnte es gar nicht genau beschreiben - hilft diese Karte nicht wirklich weiter, wenn man einen bestimmten Ort sucht. Klar, er ist eingezeichnet und benannt, wenn man schonmal da war, aber der Weg dahin ist schlecht nachzuvollziehen. Du weisst im Grunde nie, in welche Richtung du musst. Umso öfter man sie benutzt, desto mehr gewöhnt man sich daran. So richtig aber nicht.

Das Problem dabei ist wohl auch, dass im Spiel zwar auffällige Richtungspfeile zu sehen sind, die anzeigen, wohin man gehen kann. Aber sie sind nicht benannt. Im Spiel selbst weisst du nie, wo du dich gerade befindest oder wohin ein Pfeil führt. Ich würde hier zu einem Ariadne-Faden raten. Trotzdem suchst du dir unverzagt deinen Weg, gilt es doch, die 3 Artefakte der königlichen Familie zu finden. Zumindest möchte Jacob das.

Auf deinem Weg durch die Unterwasserwelt auf der Suche nach diesen Artefakten, die aus dem königlichen Zepter, Wappen und Siegelring bestehen, sind viele Hindernisse zu überwinden, die durch eine Riesenlupe angezeigt werden. Eine Sorte Hindernis sind die Wimmelbilder, die immer wieder gut verteilt auftauchen. Die Suchlisten sind nicht zufällig, ein nochmaliges Spielen also eher uninteressant. Schlimmer aber ist, dass sie im Gegensatz zur sonst guten Grafik des Spiels grobkörnig und undeutlich sind. Zumindest ist das so, wenn man eine gute Grafikkarte und entsprechend hohe Bildschirmauflösung benutzt. Es sieht oft einfach nur grausig aus und ich musste oft auf Verdacht ohne wirkliches Erkennen klicken. Hier sind Spieler mit einer geringeren Auflösung wie z.B. 1024 x 768 klar im Vorteil.

In diesen Wimmelbildern sammelst du Inventargegenstände oder Hinweise, du für Minispiele gebraucht werden. Die sind richtig klasse geworden. Abwechslungsreich, in die Handlung integriert und mit Phantasie gemacht. Es gibt ein Schieberätsel mit Schiffen, das Einstellen von Spiegeln, Puzzle oder das logische Anklicken von Lampen, um nur einige wenige zu nennen. Aber versuche bitte nie, mehrmals ein falsches Inventarobjekt in ein Minispiel einsetzen zu wollen. Du musst dir dann lange Erklärungen anhören, die du nicht wegklicken kannst. Nach einer Aufladezeit können sie übersprungen werden, der Tipp gibt dir lediglich eine kurze Erklärung.

Bei den Wimmelbildern oder wenn du unterwegs bist, hilft er mehr. Während er in Suchszenen ein zufälliges Objekt von der Liste anzeigt, markiert er unterwegs die Karte. Wenn du also am Aussichtspunkt stehst und nicht weisst, wo du als nächstes hin oder mit deinen Inventargegenständen anfangen sollst, zeigt dir der Tipp auf der Karte, wo du als nächstes hingehen sollst. Falls du den Weg findest...siehe oben.

Eigentlich ist Empress of the Deep: Das dunkle Geheimnis ein gut gelungenes Spiel, trotz kleiner Unzulänglichkeiten. Dass man es unter 3 Stunden durchgespielt hat, ist wohl Gogii-Manier. Aber je nachdem, wie oft man sich verläuft, verlängert sich die Spielzeit. Da aber bereits im Nachspann eine Fortsetzung angekündigt wird, drängt sich der Verdacht auf, dass ein Spiel in zwei kurze unterteilt wurde. Es wäre nicht das erste Mal.

Ein Probedownload ist unbedingt zu empfehlen, zumal hier alle Spieler bedient werden, die laufen, suchen und rätseln möchten.


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