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Empress of the Deep 3: Das Erbe des Phönix


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Herausgeber: Gogii Games
Entwickler: Silverback

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de
Download: Gogii Games.com

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Autor: Claudia K.
Datum: 08.05.2013
Deutsch (Normal): 16.07.2013

Durchschnittliches Spiel mit wenig Pepp, das nur für einige Spieler durch das Zem-Extra in der Sammleredition wirklich punktet
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Nachdem Anna bereits zwei Abenteuer bestanden und Pandorra scheinbar besiegt hatte, weckt Jakob sie erneut. Noch immer ist sie allein, hat ihr Volk nicht gefunden und nun ist es in großer Gefahr. Denn Pandorra ist mitnichten in der Ewigkeit verschwunden, im Gegenteil. Mit der ihr noch verbleibenden Kraft will sie den Kollossus ins Leben zurück rufen. Doch das muss unter allen Umständen verhindert werden. Mit Hilfe von Jakob und dem Phoenix macht Anna sich auf, ihr Volk zu retten und ihre böse Zwillingsschwester Pandorra ein für alle Mal zu retten.

Geleitet von Jakob, sowie einem zweiköpfigen Magier macht sich Anna also erneut auf dem Weg. Wimmelbilder, Rätsel und Puzzles warten auf sie und man kann es nicht leugnen, sonderlich herausgefordert wird Anna davon ebenso wenig wie du. Die drei zur Wahl stehenden Modi unterscheiden sich hier nicht in den Aufladezeiten, sondern einzig darin, wieviel Tipps und Navigationshilfen es gibt.

Wobei die Hilfen absolut relativ zu sehen sind. Die beigefügte Karte zeigt nur sehr bedingt irgendetwas von Interesse an, außerdem ist sie nur umständlich über das Buch zu erreichen. Gibt es in der aktuellen Szene gerade nichts zu erledigen, wird der Tipp dir einen schriftlichen Hinweis geben, der nur dann hilfreich ist, wenn du weißt, von welchem Ort er spricht. Die durch einen Teleporter zu erreichenden Orte sind, sofern du sie freigeschaltet hast, immer nur ein "Hauptpunkt", willst du an eine etwas spezifischere Stelle, bist du auf dich allein gestellt. Und benutzt du den Tipp in den Wimmelbildern, ist er nicht nur sehr schnell, sondern wird auch auf eine Art eingesetzt, die es nicht immer leicht macht, herauszufinden, wo er dir nun etwas anzeigt. Dazu versagt er auch noch ab und an, zeigt überhaupt nichts an, entlädt sich aber trotzdem. Wem der gewählte Modus nicht gut erscheint, kann diese Wahl über die Optionen jederzeit ändern.

Wimmelbilder gibt es in drei Varianten, ein Pluspunkt, den man anerkennen muss. Neben den Wortsuchlisten mit zusätzlich versteckten Objekten (aber ohne Interaktion) finden sich auch diverse Szenen mit einer Detailsuche und einige wenige Listen mit veränderlichen Objekten. Für die Wortsuche hat man sich dann auch zweimal für die Variante "Suche eine bestimmte Anzahl der gleichen Objekte" entschieden.

Grafisch hat Empress of the Deep 3: Das Erbe des Phönix ein kleines Problem. Aquarellzeichnung ist zwar in erster Linie eine Geschmackssache, der eine mag es, der andere mag es nicht. Wenn aber in einem Spiel viele Szenen und Gegenstände dann wie verschwommen und kaum erkennbar sind, dann ist es eben nicht nur eine künstlerische Note, sondern gibt Abzüge in der B-Note. Gleichzeitig aber sind die Orte wenn auch nicht schön, so doch fantasievoll gestaltet. Und bei Silverback war man gleich so begeistert von der eigenen Arbeit, dass man Szenen eingebaut hat, die einfach nur zum Durchlaufen gedacht sind. Du wirst dort nichts tun, du wirst dort nichts finden, diese Orte bieten keinerlei Informationswert, sie sind nur dazu da, dich noch mehr laufen zu lassen, als du es eh schon tust. Ebenfalls eher Zeitschinden als wirklich notwendig sind viele Animationen, die sich nicht überspringen lassen.

Der Abenteuerteil von Empress of the Deep 3: Das Erbe des Phönix besteht, wie bereits erwähnt, zu einem großen Teil aus Laufarbeit, der Teleporter nimmt dir davon nur wenig ab. Ansonsten ist der Spielverlauf sehr gradlinig und ob nun mit Tipps oder ohne - du wirst ans Händchen genommen, hast immer nur ein kleines Bewegungsfeld, zumindest was Aktionen angeht und kennst meist auch schon deine nächsten drei Schritte im Voraus. Auch den Puzzlen hat man nicht allzu viel Sorgfalt angedeihen lassen. Alte Bekannte, die wenig bis gar keine Neuerungen erfahren haben und wer eine Abneigung gegen Sequenzen-Wiederholen hat, der darf dieser Abneigung dann gleich mehrfach frönen. Nur wenige der Puzzles bieten einem Freund dieser Spielart wirklich Herausforderung, weniger schön aber: nicht alle der Puzzle können übersprungen werden.

Vielleicht ist es die Geschichte, die das einzig echte Hoch in diesem Spiel bedeutet. Wie schon bei den Vorgängern (Empress of the Deep: Das dunkle Geheimnis und Empress of the Deep: Der Gesang des Blauwales) bleibt bis zum Ende eine Unsicherheit, wem zu trauen ist und wem nicht. Kleine Ereignisse lassen Zweifel aufkommen, werden wieder weggewischt und kommen zurück. Die Tatsache, dass das Ende mit einem Fragezeichen versehen ist, lässt vermuten, dass die Entwickler und Produzenten abwarten wollen, wie sich Teil 3, der zwei Jahre in der Entwicklung war, verkauft, bevor man sich entscheidet, ob es einen vierten Teil geben wird.

Die Spieldauer ist, trotz vieler Wege und nicht zu überspringender Animationen, ebenfalls kein Meisterstück. 3-3,5 Stunden wirst du brauchen, bis du das Finale erreichst. Die Sammleredition gibt 4 Wimmelbilder und 8 zu findende Gegenstände als Extra-Spiel. Hier geht es darum, Zugang zum Zem-Raum, dem eigentlichen Bonus, zu bekommen. Zem ist eine 3-Gewinnt Variante, an der sich die Geister schon in Teil 1 geschieden haben: Die einen finden es extrem langweilig, die anderen sind begeistert. Wer Zem 1 mochte, für den lohnt sich dann auch ganz sicher die Sammleredition. Alle anderen sollten hier definitiv verzichten.

Und überhaupt gehört Empress of the Deep 3: Das Erbe des Phönix leider zu den Spielen, die nicht unbedingt in jede Spielesammlung gehören. Grafisch ebenso wenig überzeugend wie im Abenteuer- und Puzzleteil, bleibt nur der Wimmelbild-Teil, aber drei Varianten eines Wimmelbildes machen noch kein gutes Spiel aus. Zumal gerade die grafischen Unzulänglichkeiten in diesem Teil an Bedeutung gewinnen. Wer die Vorgänger gespielt hat, möchte vielleicht wissen, wie es weitergeht. Wer die Vorgänger nicht kennt, wird zahlreiche unterhaltsamere Spiele finden.

 


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