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Echoes of the Past: Die Wolfsheiler


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Herausgeber: BigFish GamesE
Entwickler: Oreon Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 22.10.2014
Deutsch (Normal): 03.03.2015


Teil 6 - ganz passabel, sticht aber aus der breiten Masse nicht heraus
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Mira, die Tochter des ältesten der Stadt, soll am heutigen Tag ein Mitglied im Klan der Heiler werden. Aber die Zeremonie wird durch feindliche Krieger gestört, die die Siedlung attackieren. Wir legen alle unsere Armbänder am, um uns in Wölfe zu verwandeln und uns in die Schlacht zu stürzen. Doch wir, also der Spieler, werden geschlagen und verlieren unser Bewusstsein. Als wir wieder erwachen, erzählt uns Mira aufgeregt, dass wir eine Niederlage erlitten haben und sowohl ihr Vater als auch die anderen aus dem Klan in die Gewalt der Feinde gebracht wurden. Wer konnte schon ahnen, dass dieser Tag so verlaufen würde? Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns auf die Suche zu machen, in der Hoffnung, die Verschwundenen noch rechtzeitig retten zu können.

Eine gute Idee ist dieses Armband, das am unteren linken Bildschirmrand eingeblendet ist. Mit einem Klick darauf können wir uns je nach Belieben in einen Wolf oder wieder zurück zu einem Menschen verwandeln. Doch leider sind die Kristalle darauf von extrem schlechter Qualität, warum sonst müssen wir uns ständig einen neuen Stein dafür besorgen, und die Suche hinten anstellen? Und so scheint es, als setze Orneon hier alle Hebel in Bewegung, um die unsagbar langweilige Geschichte in die Länge zu ziehen. Als das kleine Mädchen aus Versehen in den Matsch fällt, will sie unbedingt neue Kleidung. Aber anstatt das erstbeste Teil zu schnappen, finden wir eine ganze Truhe voller Klamotten und kostümieren sie mit einer Engelsgeduld als Blumenkind, Piratenbraut oder Harlekin. Bei den vielen Dialogen fällt natürlich auch auf, dass keine Sprechbewegungen zu erkennen sind und einigen Szenen fehlt die Schärfe, um alle Gegenstände gut erkennen zu können, die wir irgendwo im Bild aufnehmen müssen.

Die Handlung können wir im Journal noch einmal nachlesen, ebenso unsere Aufgaben. Die Karte ist übersichtlich und mit einer Transportfunktion ausgestattet, die dann sehr nützlich wird, wenn wir uns von Ort zu Ort weiterbewegen ohne nennenswerte Aktionen sofort ausführen zu können. Meistens müssen wir dann die Strecke auch wieder zurück, um Gegenstände, die wir an einem Ende gefunden haben, am anderen einsetzen zu können. Zu unseren Fundstücken gehören leider auch immer wieder dieselben Dinge, wie Zangen, Hämmer, Messer, Lampen usw. Spätestens nach der zweiten Benutzung verschwinden sie wieder aus unserem Gepäckfach. Der Tipp verrät sehr viel, wenn wir ihn gebrauchen. Sind wir bereits am richtigen Platz, zeigt er in Umrissen das Objekt an, das wir hier verwenden müssen. Sind wir am falschen Standort, können wir über ein Fenster direkt an die richtige Stelle reisen. Wem diese Art der Hilfestellung zu viel ist, hat nur die Möglichkeit, den Expertenmodus einzustellen, bei dem der Hinweis-Button nicht verfügbar ist.

Auch wenn Wimmelbilder in großer Anzahl vorhanden sind und wir die meisten ein zweites Mal besuchen, sind sie doch sehr abwechslungsreich gestaltet. Zudem sind sie außerordentlich gut in die Handlung eingebunden. Bei der Variante, in der wir Utensilien in das Bild einsetzen müssen, wird die Geschichte weiter erzählt und als wir einmal in einem Wald den richtigen Weg nicht finden, wird uns dieser mit Hilfe verschiedenster Wimmelbildversionen angezeigt. Es gibt wenige Wortsuchlisten mit kleinen Zwischenritten und Umriss-Suchen. Häufiger erhalten wir Umschreibungen, an Hand derer wir die richtigen Gegenstände herausfiltern müssen.

Anfangs sind die zahlreichen Rätsel überaus einfach zu lösen. Doch umso weiter wir im Spiel fortschreiten, umso interessanter und auch etwas schwieriger werden sie. Puzzles wie Memory, ein Hütchenspiel und Bücher, die wir in der richtigen Reihenfolge aus einem Regal zu ziehen haben gehören sicherlich zu den leichten Vertretern. Das Zielen mit einer Schleuder auf Holzbalken erfordert da schon mehr Geschicklichkeit. Eine Pupille, die wir über eine bestimmte Verschiebe-Technik zum Auge bringen müssen, verlangt uns viel Vorstellungskraft ab und ebenso einige Rotations-Varianten. Die Erklärungen sind oft dürftig und erhöhen daher ungewollt nochmal den Schwierigkeitsgrad. Aber trotzdem die Minispiele im Hauptteil nicht schlecht sind, wurden die richtig Guten ins Bonuskapitel verschoben, was für den einen oder anderen Spieler mit Sicherheit ärgerlich ist. Wichtig ist vielleicht noch die Information, dass es in der Sammleredition einen Unterpunkt für wiederspielbare Rätsel gibt, den wir erst nach Beendigung des Bonuskapitels einsehen können. Auch hier wird bei einigen die Enttäuschung groß sein, da sich dort nur fünf dieser Puzzles befinden, die jeweils in drei ähnlichen Versionen spielbar sind.

Ohne große überraschungen verläuft das Ende nach Standardspieldauer. Der Ah-Effekt kommt erst dann, wenn wir tatsächlich die Sammlerausgabe nutzen. Dort beginnt das Bonuskapitel mit den Worten „Die Geschichte könnte auch anders ausgehen“ und wir starten nochmal in der Schlussszene des Hauptteils. Nach weiteren eineinhalb Stunden, die eigentlich nur den Zweck haben, Sirius, Miras Vater über ein Portal zurückzuholen, werden wir erneut Zeuge des gleichen Finales wie vorab. In den Extras können wir nach 32 Kristallkugeln suchen und auch später an die Orte zurückkehren, bei denen wir sie innerhalb des Spiels übersehen haben. Als Belohnung winkt ein zusätzliches Rätsel. Die zehn Auszeichnungen sind relativ einfach zu erlangen, ansonsten gibt es nur noch Konzeptkunst zum Anschauen.

„Echoes of the Past: Die Wolfsheiler“ ist mit Sicherheit besser als sein Vorgänger. Die Geschichte ist wieder ganz unabhängig von den anderen Teilen und setzt kein zusätzliches Wissen voraus. Die Handhabung und der Verlauf sind sehr geradlinig und schaffen so zumindest die Grundlage für zügiges Vorankommen. Die Wimmelbilder und Rätsel sind eine dankbare Auflockerung zur stupiden Handlung, bei der viel um den heißen Brei herumgeredet wird, ohne dass irgendetwas passiert. Es vertreibt ganz ordentlich die Zeit und es verlangt nichts Unmögliches von uns. Allerdings sticht es auch nicht aus dem ganz großen Berg der Wimmelbildabenteuer heraus, gehört aber dennoch nicht zu den schlechtesten.


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