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Druids: Operation Mistelzweig


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Herausgeber: Nevosoft
Entwickler:  Zoom Out Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 03.07.2013
Deutsch: 01.09.2013

Das alte Königreich der Sieben Hügel war einst reich, berühmt und mächtig. Jedoch stürzte der neu gekrönte König Jakob das Land in Armut, Schulden und ödnis. Aber eines Tages erschien neben den Burgmauern ein Wandernder Turm. Bewohner des Turms war Dalvah, ein mächtiger Zauberer. Er bot König Jakob Reichtümer im Gegenzug für ein mächtiges Artefakt – den Stab des ersten Magiers. Er soll sich im Besitz eines Druidenmeisters befinden. Jakob machte sich sogleich auf den Weg, als Begleitung hatte er Etain, die wunderschöne Assistentin des Zauberers dabei. Von Etains Schönheit und dem Wunsch nach Reichtum geblendet, führte beide ihre Reise zuerst ins mysteriöse Gebiet der Druiden.

Ein flotter Sound und eine farbenprächtige, klare Grafik lassen uns sofort in die schöne Welt des Zeitmanagement-Spiels eintauchen. Doch wer gleich zu Beginn den falschen Modus wählt, sich nicht die Extras ansieht und die Zusammenhänge der Schwierigkeitsgrade nicht erkennt, erlebt eine große Enttäuschung.

Nachdem wir anfangs lediglich gefragt werden, ob wir im leichten oder schweren Modus spielen möchten, ohne irgendwelche Informationen zu den Unterschieden zu erhalten, startet das Spiel. Wir erhalten 500 Juwelen als Startkapital, die im weiteren Verlauf dazu benötigt werden, um PowerUps zu aktivieren. Zu Beginn eines jeden Levels wird uns erzählt, was unsere Aufgaben sind und welche Bonusobjekte wir zusätzlich einsammeln können, um weitere Juwelen zu erhalten. Diese Bonusgegenstände können ins Spiel integriert sein, also z. B. drei Schafe beschaffen, 50 Goldeinheiten sammeln usw. Sie können aber auch aus nur gelegentlich auftauchenden Figuren bestehen, und dann fliegt entweder ein Schmetterling über den Bildschirm oder ein Pilz wächst irgendwo aus dem Boden und verschwindet wieder, wenn wir ihn nicht rechtzeitig entdeckt haben.

Wie bei vielen anderen Zeitmanagement-Spielen auch, beseitigen wir hier äste, Steine und Felsen, bauen Farmen, Goldminen und Sägewerke und versuchen vor Ablauf der Zeit unsere Aufgaben zu erfüllen. Je nach Schnelligkeit können wir eine goldene, silberne oder bronzene Krone erhalten. Ist die Zeit abgelaufen, ohne dass wir alle Ziele erreicht haben, müssen wir den Level neu starten. Nach und nach kommen diverse PowerUps ins Spiel, die uns schneller laufen oder arbeiten lassen, uns kurzfristig einen zusätzlichen Arbeiter bescheren oder auch für 10 Sekunden die Zeit anhalten. PowerUps können wir in unbegrenzter Anzahl einsetzen, zahlen dafür aber jedes Mal mit Juwelen aus unserem Vorrat. Und hier ist auch der Knackpunkt. Läuft im leichten Modus die Zeit so langsam, dass man komplett auf diese „Helfer“ verzichten kann und trotzdem noch die Bonusaufgaben schafft, werden wir im „schweren“ Modus eine Unmenge dieser PowerUps benötigen, viele davon gleichzeitig, um überhaupt innerhalb der Zeit die Aufgaben zu bewältigen, und unser Juwelenkonto wird erheblich geschröpft. Dumm nur, dass wir die Edelsteine auch brauchen, um uns ins nächste Kapitel einzukaufen. So kann es also passieren, dass wir eine Episode zu Ende gespielt haben, uns aber das Geld ausgeht, um weiter zu kommen. Bleibt also nur, die vorangegangenen Level zu wiederholen, um den Juwelenstand ansteigen zu lassen.

Freundlicherweise bietet uns der Entwickler zusätzliche nützliche PowerUps wie „Auftragsablauf“ (hilft bei der Planung der Aktionen) und „Sucher“ (für die Bonusobjekte) zum Kauf an, die sind allerdings so teuer, dass unser gesamter Vorrat dafür eingesetzt werden müsste. Im leichten Modus können wir uns „Auftragsablauf“ zwar leisten, es aber erst nach Abschluss des letzten Kapitels erwerben. Entweder spielen wir „Druids –Operation Mistelzweig“ also in beiden Modi, um die PowerUps zumindest mal zu Gesicht zu bekommen oder wir benutzen unsere Beute dazu, uns Verschönerungen wie Blumenbeete oder Burgwachen für das Königreich zu kaufen.

Wie man das Spiel dreht und wendet, es macht alles keinen Sinn. Egal für welche Variante man sich entscheidet, man kommt nie in den Genuss, alle Extras zu nutzen, irgendwo müssen wir immer Abstriche machen. Rinnt uns im schweren Modus die Zeit durch die Finger und verbrauchen wir alle unsere Juwelen, um auf den letzten Drücker die Aufgaben zu schaffen, so schleppend läuft’s im leichten Modus. Zwar können wir hier bis zu drei Aktionen im Voraus planen, sollten aber keine PowerUps benutzen, um Juwelen zu sparen, damit wir am Ende wenigstens das ein oder andere nützliche oder unnütze Accessoire erwerben können.

Nevosoft als Produzent hat hier fast 1:1 die Spielführung von „Ritter Arthur“ vom Entwickler übernehmen lassen. Passte da aber noch das ständige Zurücklaufen der Arbeiter nach Ausführung der einzelnen Handlung ins Bild, ist es hier nur frustrierend, da wir dazu genötigt werden, im schweren Modus ständig den PowerUp-Button zu drücken, weil wir aus Zeitmangel die Männlein beschleunigen müssen. Zudem hat man nicht mal versucht, eine ähnlichkeit zu leugnen, selbst die Anzahl des benötigten Materials für den Bau eines Sägewerks oder den Abriss eines Felsens hat man zu 100 Prozent übernommen. Und haben wir noch bei „Ritter Arthur“ in den Bonusleveln mit einem Hammer auf Wölfe oder Schlangen geschlagen, so sind es hier eben Dschinn-ähnliche Geschöpfe.

„Druids – Operation Mistelzweig“ mit seinen 44 Leveln hätte so schön werden können. Leider hat es der Entwickler nicht verstanden, uns in ein fesselndes Spiel einzubinden und uns klare Anweisungen zu geben. Wir müssen hier selbst herausfinden, was Sinn oder Unsinn des ganzen Konzepts ist und können nur hoffen, dass man sich mit der angekündigten Fortsetzung Zeit lässt und erst mal seine ganze Kraft und Kreativität in einen gut durchdachten vierten Teil von „Ritter Arthur“ investiert!


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