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Dream Chronicles: The Book of Water

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Herausgeber: Playfirst
Entwickler: KatGames

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 25.04.2011


Als Lyra von ihrem Abenteuer in "Dream Chronicles: The Book of Air" findet sie in Teil 5 der Serie ihre Heimatstadt Wish zerstört und verlassen vor. Nur ihr Vater Fidget ist noch da. Die ewige Widersacherin Lilith und ihr Sohn haben ihn und ganz Wish auf der Suche nach dem Buch des Wasser mit einem tödlichen Fluch belegt. Lyra muss sich beeilen und ein Gegengift finden. Ihre Mutter Faye hat ihr wichtige Hinweise hinterlassen und so macht sich Lyra mit dem Luftschiff wieder auf den Weg.

Nach dem eher enttäuschenden vierten Teil der Dream Chronicles Serie war die Spannung groß: Hat KatGames wieder zum bezaubernden Charakter der ersten drei Spiele zurückgefunden? Um die Antwort vorweg zu nehmen: Zwar ist das Spiel besser als sein direkter Vorgänger, aber das Dream Chronicles, dass wir kannten, scheint endgültig verloren.

Mit dem Luftschiff reist du gemeinsam mit Lyra, die weiterhin viel spricht aber selten etwas sagt, zu den verschiedensten Orten. Einige davon kennen wir bereits. So werden wir das Haus des Kräuterkundigen wiedersehen, dessen Küche uns sowohl aus Teil 2 als auch Teil 4 bekannt ist und auch das Haus von Merrow ist uns aus Dream Chronicles 2: Eternal Maze bekannt, beim Uhrmacher war Lyra bereits in Teil 4 (und er hinterlässt den Hinweis auf Teil 6: Dream Chronicles: The Book of Fire). Aber es gibt auch drei neue Orte - auch wenn du zwei davon nur für fünf bzw. zehn Minuten besuchst.

Traumsteine gibt es wieder zu finden, findest du alle für ein Traumjuwel bekommst du verschiedene Hilfsmittel. So wird dir Licht an dunklen Orten gegeben, du kannst Kaputtes reparieren, Verschlüsseltes lesen oder hast eine Vision von Faye (die ohne weitere Bedeutung oder Hilfe fürs Spiel ist). Das Traumjuwel ist eine Silberscheibe, die du ebenfalls finden musst, die Traumsteine werden gesammelt und hast du alle, erhältst du eine Schaltfläche mit Symbol. Es scheint, dass die Welt der Dream Chronicles nichts mehr von aufwendigen Traumjuwelen hält.

Auf deinem Weg musst du diverse Puzzle lösen und die sind gut gemacht. Der Schwierigkeitsgrad ist unterschiedlich, aber immer für jeden machbar. Tatsächlich Dinge suchen tust du nur selten und das meiste davon liegt so offensichtlich herum, dass man eher von aufheben als von einer Suche sprechen kann. Alles was du findest, wird mehr oder weniger sofort benutzt. Der Schlüssel, den du in Merrows Haus findest und erst drei oder vier Minuten später eingesetzt werden kann, ist da schon die große Ausnahme.

Die Geschichte ist erneut nicht allzu spannend und vor allem sehr unlogisch. Denn da Faye ihrer Tochter überall Hinweise hinterlässt, fragt man sich, warum sie: erstens die jeweilige Angelegenheit nicht gleich selber erledigt hat und zweitens ihrer Tochter die wichtigsten Hinweis nicht gibt, sondern sogar zulässt, dass das Mädchen fast ... nein, weiter rede ich nicht, das wäre nicht fair, aber wenn du an die Stelle kommst, wirst du wissen, was ich meine.

Auch die Länge ist, wie in allen Dream Chronicles Spielen, nicht beindruckend. 2-2,5 Stunden sind es, die Bonus-Version wird noch mal 15-20 Minuten dazugeben. Die erzählt die Geschichte von Faye in dieser ganzen Angelegenheit und sorgt dafür, dass man sich noch mehr fragt, warum sie nicht die richtigen Hinweise hinterlässt.

Die Grafiken sind schön, eigentlich wie immer, aber auch ihnen fehlt der Zauber der ersten drei Spiele. Der ganzen Geschichte fehlt es daran. Und Lyra, die zwar ständig Kommentare abgibt, äußert sich nicht mal zu der Tatsache, dass Merrow eine Notiz hinterlassen hat, dass er zum Begräbnis ihres Großvaters geht.

Die Dream Chronicles sind zu einer kommerziellen Milchkuh verkommen. Nach den ersten drei Spielen durfte man hohe Erwartungen haben, aber man spürt auch in Teil 5 erneut: Hier wird eine Geschichte künstlich erweitert ohne dass noch Seele dahinter steht. Grafisch schön aber kalt, mit guten Puzzlen versehen - man verbindet bekannte Elemente mit dem Wunsch die Brieftasche zu füllen und heraus kommt ein Spiel, dass sich zweifelsohne gut verkaufen lässt; ein Spiel, das für einen Serieneinsteiger sicherlich großartig ist. Aber wer die Serie von Beginn an verfolgt hat, der wird die Leere spüren, die auch Dream Chronicles: The Book of Water hinterlässt.


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