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Donna Brave: Der Würger von Paris


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: MadHead Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 28.02.2017


Wimmelbild-Abenteuer ordentlicher Länge mit vielen Emblemen und wenigen Ideen
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Wir spielen als Donna Brave und besuchen unseren Onkel in Paris. Hier hat es in letzter Zeit einige mysteriöse Morde gegeben. Unsere Aufgabe ist es selbstverständlich herauszufinden, wer oder was dahinter steckt.

Die Geschichte wird recht flüssig erzählt und enthält zunächst keine erheblichen Ungereimtheiten. Neu ist sie nicht gerade, es handelt sich um einen der beiden Standardvertreter übler Geselle aus einer Anderwelt oder Rachegeschichte. Du wirst sehr bald feststellen, welcher der beiden in Frage kommt. Die Länge ist durchaus zufrieden stellend.

Die Grafik ist routinierter Durchschnitt, ein kleiner Wermutstropfen besteht darin, dass etliche Szenen (speziell Wimmelbilder) recht dunkel geraten sind. Wer tagsüber bei schönem Wetter spielt, wird seine liebe Mühe und Not haben.

Die Wimmelbilder sind abwechslungsreich und überwiegend gelungen. Es gibt solche mit Standardsuchlisten und eher unbedeutenden Interaktionen, Silhouetten kommen vor und auch welche mit Zurücklegen. Alle werden nur einmal besucht. Ergänzt werden sie durch gelegentliche kleine Suchbilder im Fenster, die sämtlich ohne Anspruch vorgetragen werden. Dazu kommt schon wieder ein wiederholt auftretendes Spielchen mit einer Linse, wobei Fragmente in einer Szene gesucht werden müssen. Dies trägt zwar zur Geschichte bei, ist aber ermüdend langweilig auf die Dauer und mehr Zeitschinderei.

Bei den Minispielen hat man sich wenig Mühe gemacht. So gut wie alle sind recyclte Vertreter, die schon mehrfach vorgekommen sind, großteils sehr einfach, manche auch mittelschwer. Alle lassen sich zurücksetzen undüberspringen.

Der Abenteuerteil lässt jeglichen Einfallsreichtum vermissen, insbesondere nach der Demo. Es wimmelt nur so von fehlenden Schlüsseln, Embleme jeder Art treten wieder einmal auf, gern in der mehrfachen Variante x/y, pausenlos ist irgendetwas erst einmal kaputt. Inventarobjekte sind an den unwahrscheinlichsten Orten zu finden, Abschalten des Verstandes ist angesagt. Wiederholtes Vor- und Zurückgehen ist ebenfalls eher lästig.

Die üblichen Hilfen sind gut gelungen, sowohl Tipp als auch Karte arbeiten zuverlässig. Dazu gesellt sich ein Tagebuch, das von Zeit zu Zeit zwecks Nachschlagen von Informationen aufgesucht werden sollte.

In der Sammlerausgabe sind in fast jeder Szene Madhead-Logos zu finden, manche davon sind gar nicht so leicht zu sehen. In vielen Wimmelbildern gibt es zusätzlich Chamäleonobjekte zu suchen. Wimmelbilder lassen sich nach spielen, Minispiele nicht. Dazu gibt es ein ebenso kurzes wie belangloses Bonus-Kapitel, das übliche und ein Memory. Dieses ist die Wiederholung eines der Minispiele aus dem Hauptspiel.

Fazit:
Es liegt hier ein durchschnittliches Spiel ohne ein gewisses Etwas vor. Gute Länge und Wimmelbilder sind ein Plus, die Minispiele sind durchwachsen, der Abenteuerteil schwach.