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Nachlese
Die verschollenen Fälle des Sherlock Holmes


Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Legacy Interactive
Wenn Du Die verschollenen Fälle des Sherlock Holmes auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Sonja R.
Datum: Oktober 2009

Sherlock Holmes und seine rechte Hand Dr. Watson müssen einige Fälle aufklären. Sie wundern sich nur darüber, dass sie so eingespannt sind und merken erst sehr spät, was wirklich dahinter steckt. Ich wußte gar nicht, das der gute Holmes so schusselig ist, dass er seine Fälle verschlampt. Aber nun helfen wir ihm ja, wenn auch mit einem Zeitlimit für jeden Fall. Das kann schon manchmal knapp bemessen sein und obwohl das Spiel schon älter ist, verfügt es über eine recht gute Grafik und angenehme, passende Hintergrundmusik.

Es verläuft am Anfang sehr linear: ein Unterschiedsuchbild mit Minispiel, ein Listensuchbild mit Minispiel und dann das Aussortieren der Verdächtigen bei Scotland Yard. Gerade wenn man sich daran gewöhnt hat und sich sicher ist, was als nächstes kommt, wird die Taktik aber geändert und es gibt keinen sturen Ablauf mehr.

Sowohl die Unterschiedbilder als auch die Wimmelbilder warten mit Kleinigkeiten auf. Die Gegenstände sind oft nur mit einem Zipfelchen zu sehen oder mit bloßem Auge eigentlich gar nicht. Dafür gibt es die Lupe. Du nimmst sie mit einem Klick darauf und setzt sie auch so wieder ab, alterniv geht auch beides mit Rechtsklick. Es ist nicht etwa so, dass du die Lupe benutzen KANNST, du musst es häufig tun. Sonst stehst du bald mitten in einem der 16 Fälle und kommst nicht mehr weiter.

Die Tipps sind nämlich für die Menge, die finden ist, rar. Für jeden Fall gibt es als Startkapital 5 Tipps und in jeder Szene ist (jedesmal woanders) eine von Sherlocks Pfeifen versteckt. Die bedeutet einen zusätzlichen Tipp. überleg dir aber gut, wann du einen nimmst.

In die Suchszenen selbst sind immer wieder Minispiele integriert, die mit dem Finden eines Gegenstandes aktiviert werden. Du kannst sie überspringen, aber nur 5 mal im gesamten Spiel. Außerdem kostet dich das 5 Minuten deiner Zeit. Sie sind sehr vielfältig: Von mehreren Arten Puzzle über Anagramme bis zum Encodieren von Nachrichten ist vieles dabei. Das ist auch nicht so 08/15 gemacht, sondern schon mit etwas Phantasie und Bezug zum Fall.

Zum Ende eines Falls kommst du immer in der Baker Street 221b an, die Adresse von Scotland Yard. Hier werden Verdächtige sortiert und aussortiert. Das Ganze läuft nach einer Verbindung von Logik und Eigenschaften ab und wird irgendwie nie langweilig. Das und auch alles andere im Spiel steigt im Schwierigkeitsgrad stetig.

Wenn du die Fälle löst, achte immer auf Sherlocks Mützen. In jeden Fall ist willkürlich eine versteckt, aber niemand weiß, in welcher Szene. Finde alle 16 und du schaltest das Labor-Bonusspiel frei, wo du nach Herzenslust Farbkombinationen erknobeln kannst.

Solltest du die Mützen nicht alle gefunden haben, kannst du jeden Fall wiederholen. Das ist ohnehin empfehlenswert, weil die Suchbilder völlig zufällig sind. Es sind immer dieselben Suchlisten und Anzahl der Unterschiede, aber sie sind jedesmal woanders in der Szene.

Zu der Zeit, als "Die verschollenen Fälle des Sherlock Holmes" erschienen ist, wäre es wohl nahe an einem 5-Tassen-Spiel gewesen. Der Zahn der Zeit hat genagt und ich musste irgendwo einen Kompromiss finden. Das so klischeehafte Eton-Englisch hat mich in der Sprachausgabe sehr amüsiert und die beiden Herren haben absolut keinen Staub angesetzt. Der Wiederspielwert ist ebenfalls sehr hoch und wer sich die Probeversion gönnt, wird nicht mehr aufhören wollen zu spielen.


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