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Nachlese

Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:Artogon

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Autor: Claudia K.

Es sind viele Jahre vergangen, seit Nelly und Tom als kleine Kinder in "Die Schatzsucher: Auf der Jagd nach dem Piratenschatz" ihr erstes Abenteuer zu bestehen hat. Nun sind sie junge Erwachsene, die durchaus ihre eigenen Wege gehen. Doch als Nelly aus Guatemala zurück kehrt, findet sie einen Brief ihres Bruders Tom vor, der sich auf den Weg nach Schloss Totenkraft in Rumänien gemacht hat. Dort hofft er, den Stein des Philosophen zu finden. Nelly reist ihm unverzüglich nach. In Schloss Totenkraft findet sie zwar nicht ihren Bruder, aber eine Wand mit magischen Gemälden. Nelly geht in das erste der insgesamt sechs Gemälde hinein und schon beginnt das Abenteuer.

Von der Basis her erinnert Die Schatzsucher: Die verzauberten Gemälde sehr an Azada 2: Ancient Magic. Nur dass es sich hier um Gemälde handelt, in die Du hineinschlüpfst, nicht in Bücher. An den verschiedensten Orten suchst Du nach Hinweisen, wo Tom sein könnte. Und triffst dabei viele unterschiedliche Charaktere, die Deiner Hilfe bedürfen und Dir dafür Hinweise geben, was mit Tom geschehen ist. Ob Du nun einem Zauberschloss aus Tausend und einer Nacht einem Flaschengeist hilfst, wieder Gestalt anzunehmen, einem verfluchten Piraten vom Fluch befreist oder einem unglücklichen Mädchen hilfst, nicht mehr Nacht für Nacht in einen Werwolf verwandelt zu werden; es erwarten Dich jedes Mal wunderschöne und detaillierte Grafiken, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Man kann diese liebevollen Szenen ansehen, dass sie mit viel Liebe, Talent und einem hohen Produktbudget erstellt worden sind.

Was Du zu tun hast, wird schriftlich festgehalten. So hast Du im unteren Teil eine ständige Liste von Aufgaben, die mit jedem Fortschritt aktualisiert wird. Wie schon im ersten Teil suchst Du in Die Schatzsucher: Die verzauberten Gemälde nicht nach den traditionelle Listen, sondern füllst Container mit den abgebildeten Objekten. Diese Container bewirken dann die verschiedensten Dinge. Und man muss Artagon wirklich ein Kompliment machen - sie haben aus der allgemeinen Kritik des ersten Spieles gelernt. Du wirst nicht mehr sinnlos auf der Suche nach noch sinnloseren Objekten suchen, die als Container dienen, sondern wirst finden, dass Container immer im Zusammenhang mit Deiner nächsten Aufgabe stehen. Ist ein Container gefüllt, wird er immer eine Reaktion hervorrufen, die Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Mal sind es Objekte, die Du für einen weiteren Container benötigst oder Inventarobjekte. Oder eine Maschine funktioniert und viele andere Möglichkeiten. Auch haben die meisten der in die Container zu füllenden Objekte einen Bezug zum Container oder der Aufgabe. Aber nicht alles, was Du findest wird auch in Container gebraucht. Diverse Gegenstände gehen automatisch ins Inventar und müssen von dort aus benutzt werden.

Das Spiel ist erfreulicherweise nicht linear. Betrittst Du ein Gemälde, wirst Du in der Regel auf eine Person treffen, die Hilfe braucht. So wie am Anfang ein Flaschengeist, der seine menschliche Gestalt zurück erhalten möchte. Den Trank, den er dafür braucht, wirst Du nur finden können, wenn Du ein Pulver zubereitest, dass eine verwunschene Tür öffnet. All diese Aufgaben sind mit einander verwoben und Du wirst zwischen den verschiedenen Orten des Gemäldes (das können bis zu fünf verschiedene sein) wechseln müssen, um die einzelnen Aufgaben zu erledigen. Du wirst z.B. immer wieder mal zu Ort A zurückkehren, um dort etwas zu finden, was Du an Ort D brauchst um etwas zu erhalten, was Dir in Ort C weiterhilft. Deine Aufgaben selber werden in einer Liste unten am Bildschirm aufgelistet und stets aktualisiert, wenn etwas Neues hinzu kommt. Hast Du alle Aufgaben erledigt, wird die Person Dir etwas zu Tom sagen können.

Aufgelockert wird das Ganze durch Minispiele, die Du manchmal benötigst, um eine Tür zu öffnen oder ein bestimmtes Objekt zu bekommen. Kein Minispiel kommt genau gleich zweimal vor und die Schwierigkeitsgerade wechseln angenehm von "nett" bis "verzwickt". Da gibt es Memory und Puzzle, Lichtstrahlen ausrichten, finde die richtige Sequenz, finde die richtige Reihenfolge und vieles mehr. Sie sind nicht nur eine schöne Abwechslung sondern passen in der Regel auch zu Deinem momentanen Spielverlauf. Minispiele können übersprungen werden, aber nicht sofort. Erst muss sich eine Leiste aufladen. Dies ermutigt den Spieler, sich zumindest an einer Lösung zu versuchen und nicht sofort aufzugeben. Wie lange das aufladen dauert ist durch den Modus bestimmt, in dem Du spielst.

Das Spiel kommt mit zwei Modi - entspannt und schwierig. Im entspannten Modus lädt sich der Tip schneller auf, ebenso die Anzeige zum überspringen von Minispielen. Suchst Du nach Objekten, so wird Dir nach kurzer Zeit der Inaktivität ein zu findendes Objekt durch aufleuchten angezeigt. Der entspannte Modus ist durch letzteres so einfach, dass er wirklich nur für ganz unerfahrene Spieler zu empfehlen ist. Ein geübterer Spieler wird sich sonst schnell langweilen.

Aber es ist nicht alles gut und schön in Die Schatzsucher: Die verzauberten Gemälde. So sind die Ladezeiten zu Beginn eines Kapitels nicht gerade kurz und werden Dir durch einen Text schmackhafter gemacht. Der Text ergibt höchstens beim ersten Mal einen Sinn, aber auch da nicht immer. Du bekommst aber jedes Mal den gleichen. Wenn Du also die nicht die Zeit hast, jedes Gemälde von Anfang bis Ende durchzuspielen wirst Du immer wieder in diesen zweifelhaften Genuss kommen.
Gleiches gilt, wenn Du das Spiel startest. Obwohl die Grafiken wirklich wunderschön sind... Ich habe Tom's Brief so oft gelesen, dass ich ihn inzwischen schon auswendig kann. Ist ein Ladevorgang beendet, kannst Du auf "überspringen" klicken. Der Text aber ist dann in der Regel noch nicht fertig.
Ist ein Puzzle gelöst, so dauert es länger als üblich, bis dies auch angezeigt wird. Eine böse Erfahrung in einem etwas schwierigerem Puzzle bei dem ich schon die Lösung mitgeschrieben hatte. Ich hatte die korrekte Lösung, glaubte aber einen Fehler gemacht zu haben, weil sich am Ende nichts tat.....und hab dann wieder alles umgeschmissen.....
Die Erklärungen für einige der Puzzle sind mehr als spartanisch. Das erste Puzzle jedes Minispieles besteht dementsprechend aus dem Herausfinden, was eigentlich gemacht werden soll. Natürlich ist das für einen erfahrenen Spieler oft offensichtlich. Aber auch erfahrene Spieler werden an einigen Stellen eine überraschung erlebt haben, wenn sie herausgefunden haben, was denn eigentlich gefordert ist.
Das Spiel hat kaum einen Wiederspielfaktor. Spielst Du ein zweites Mal werden alle Gegenstände an der gleichen Stelle sein, bis auf ein oder zwei willkürliche Puzzle haben alle stets die gleiche Lösung.

Doch trotz dieser kleinen Minuspunkte: Die Schatzsucher: Die verzauberten Gemälde ist ein tolle Spiel, dass man uneingeschränkt sowohl einem Anfänger als auch einem erfahrenen Spieler empfehlen kann. Es macht Spass, es ist wunderschön anzusehen. Gerade die Details in der Grafik machen dieses Spiel so spielenswert. Da sieht man auch die kleinsten äste am Baum, die Tag- und Nachtunterschiede in einem der Gemälde sind wunderbar umgesetzt. Die Spiellänge ist (davon ausgehend, dass der Spieler im schwierigen Modus spielt und die Puzzle selber löst) liegt bei vier bis fünf Stunden, was guter Durchschnitt ist. Die Puzzle sind zwar nicht neu, aber gut gemacht und bieten Abwechslung und Anspruch. Und ich persönlich bin sehr dankbar, dass aus Kindern Erwachsene geworden sind (siehe meine Nachlese für Teil 1 dieser Serie). Artagon hat gelernt und uns mit Die Schatzsucher: Die verzauberten Gemälde ein wunderbares Spiel gebracht, dass zwar hier und da ein wenig Politur gebrauchen kann, den Spieler aber von Anfang bis Ende an sich fesselt.

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