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Der Fluch von Silent Marshes


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Herausgeber: Deep ShadowsE
Entwickler: Deep Shadows

Download: Deutschland-Spielt

Wenn Du Der Fluch von Silent Marshes auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 12.02.2014

Durchschnittliches Wimmelbild mit bemerkenswert wenig Engagement
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Um dich mit alten Freunden zu treffen, kommst du zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in deine alte Heimatstadt zurück. Doch während ihr noch Erinnerungen austauscht, wird es plötzlich finster, die Türe öffnet sich und ein furchterregender Clown steht vor euch. Auf der Flucht verliert ihr euch aus den Augen und als du dem Clown gegenüberstehst, verlierst du das Bewußtsein.

Als du wieder zu dir kommst, bist du ... irgendwo. Ob dir die Gegend bekannt ist oder nicht, ist nicht klar. Schnell findest du den ersten deiner Freunde, der deine Hilfe benötigt und so verläuft auch das Spiel: Hilf deinen Freunden. Der Clown ist natürlich auch dabei und wer Deep Shadows Spiele kennt, kennt auch das Geräusch, dass bei jedem gefundenen Gegenstand zu hören ist. Offensichtlich hält man es nicht für nötig, es entweder zu lassen oder sich zumindest mal was neues einfallen zu lassen. Grafisch ist Der Fluch von Silent Marshes keine Katastrophe, aber auch keine Offenbarung. Atmosphäre oder Detailgenauigkeit, liebevolle Gestaltung oder auch nur ein wenig Fantasie sucht man vergebens.

Schon zu Beginn stellst du fest, dass Deep Shadows bei Der Fluch von Silent Marshes nicht gerade vor Kreativität (oder Sorgfalt) überströmt. Es ist zum Beispiel nicht nachahmenswert, zu versuchen, mit 3 Heringen Krokodile zu füttern und sie während dieser Fressorgie als Hüpfsteine zu benutzen. Und wenn du in einer Nahansicht etwas auf einem Fass liegen siehst, was du später haben möchtest, dann wundere dich nicht: Die Fässer, die einen Eingang versperren, sind nicht in der Szene, sondern nur in der Nahansicht zu sehen. Ein weiteres, bezeichnendes Beispiel: du findest ein Foto von den Freunden, es ist mit bösen Kritzeleien beschmiert. In deinem Buch ist das Bild dann aber ohne diese Schmierereien zu finden. Auch Richtungen haben für diesen Entwickler wenig Bedeutung - du siehst, dass du nach vorn gehen müsstest, um dort raus zu gehen, wo du rein gekommen bist, aber den Richtungspfeil suchst du vergebens. Du musst rückwärts... Oder du trotzt todesmutig (und unsterblich) dem Kugelhagel eines automatischen Gewehres um Sandsäcke einzusammeln. Der Soldat, der sich das nicht getraut hat, kann jetzt den Ort verlassen, weil die Kugeln selbstverständlich nicht durch die Sandsäcke kommen....Naja, wer Krokodile bespringt, während sie einen Hering verspeisen, ist vermutlich für die Wissenschaft der Ballistik nicht wirklich zugänglich.

Wimmelbilder bestehen aus normalen Suchwortlisten mit drei Interaktionen, wobei zwei stets darauf beruhen, etwas anzuklicken, was dann an die Seite geht oder sich öffnet. Die Szenen sind chaotisch, aber nicht völlig zugemüllt, allerdings sind einige Dinge etwas klein oder im Dunkeln versteckt. Eine Karte für den Laufteil gibt es nicht, das Vor- und Zurück wirst du selbst erledigen müssen. Der Tipp als Richtungsgeber zeigt dir zwar auch Stellen an, die du nur teilweise erledigen kannst, aber für Deep Shadows ist es schon eine erwähnenswerte Tatsache, dass diese Hilfe ansonsten einwandfrei funktioniert. Die Puzzles sind noch das Beste am gesamten Spiel. Zwar sind sie für Jeden leicht zu lösen, die überspringfunktion ist also nicht unbedingt von Nöten, aber sie machen teilweise einen frischen Eindruck und bieten ein oder zwei nette Varianten.

Ab und an landest du unverhofft in einer Traumwelt, auch hier wurde keinerlei Energie für eine Erklärung oder Kreativität verschwendet. Eventuelle Dialoge (alle ohne Stimme) sind dümmlich, die Aktionen des Clowns nicht nachvollziehbar. Denn rettest du einen deiner Freunde, ist alles fein und er unternimmt auch dann nichts mehr, wenn er direkt daneben steht. Die ganze Geschichte bietet am Ende zwar eine Erklärung für alles an, die aber kann man voraussehen und ansonsten hat sie absolut nichts, was der Erinnerung wert wäre.

Nach etwa 2,5 bis 3 Stunden ist es dann vorbei. Positiv ist: Es gibt ein Ende. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Der Fluch von Silent Marshes ansonsten kaum etwas zu bieten hat. Es ist ein Spiel. Es ist nicht wirklich schlecht, aber so durchschnittlich und lieblos dargebracht, dass man fast schon geneigt ist, einen Kauf zu bereuen. Das Demo vermittelt einen guten Eindruck, es wird danach nicht besser, aber auch nicht schlechter, sondern dümpelt unbeirrt dem Fahrwasser der vielen großen Brüder hinterher, zu denen Deep Shadows so gern gehören würde.

 

 


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