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Depths of Betrayal


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Herausgeber: BigFish Games.com
Entwickler: Astragon

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 25.02.2012
Deutsch (Normal): 25.05.2012


Schon immer ist es der Traum vieler Wissenschaftler, künstliche Intelligenz zu schaffen. Als du einen Brief deines Freundes Morgan erhältst, in der dich dringend um Hilfe bei einem solchen Projekt bittet, kannst du natürlich nicht absagen. Doch schon am Bahnhof vor der Abreise erkennst du: Es gibt den Golem bereits, aber er scheint völlig außer Kontrolle zu sein. Morgan wurde entführt und der Golem scheint die Stadt zerstören zu wollen.

Gleich zu Anfang fällt bei diesem Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer auf: Normale Suchszenen mit Liste oder Umriss gibt es hier nicht. Deine Suchobjekte werden dir in einem Container angezeigt. Dieser öffnet sich entweder, wenn du das eigentliche Inventarobjekt aufnehmen willst, oder wenn du per Zufall einen Gegenstand anklickst, der in den Container soll. Hast du alles gefunden, bekommst du den Gegenstand, der zu diesem Container gehört.

Das allerdings hört sich einfacher an, als es meist ist. Denn nicht alles, was du benötigst, liegt genau da, wo du dich gerade befindest. Und nicht alles, was du findest und was in den Container gehört, ist gleich vollständig. Und so wirst du pro Kapitel durch verschiedene Szenen gehen, Container füllen, machen Gegenstände auch einfach so finden und dich vor allem stets daran erinnern, was wo noch fehlte. Dass einige Dinge auch in Nahaufnahmen versteckt sind, macht es auch nicht unbedingt einfacher.

Grundsätzlich eine wirklich gute Idee, die die Containersuche einen Schritt weiter bringt. Wäre da nicht die Tatsache, dass diese sich in einem Punkt nicht von den üblichen Suchszenen unterscheiden. Du suchst völlig sinnloses Zeug, um den Container zu füllen. Wofür um Himmelswillen brauchst du einen Kamm, eine Taschenuhr und anderen Unsinn um einen einfachen Spazierstock von einem Sitz zu nehmen? Und glaubt wirklich jemand, dass du ein Schaukelpferd benötigst, um eine Schachtel zu öffnen?

Die Puzzles, die dich erwarten, sind gut und ihr Schwierigkeitsgrad steigt im Verlauf des Spieles. Sie sind nicht unbedingt neu, aber alle gut gemacht und bieten eine Mischung aus Logik, Geduld und anderen Puzzlevariationen. Alle Puzzles können übersprungen werden, wie lange es dauert, bis diese Funktion oder der Tipp sich aufladen, liegt an deiner Modus-Auswahl zu Beginn des Spieles. Im leichten Modus wirst du durch Bemerkungen der Spielfigur noch zusätzliche Hilfen bekommen, auch glitzern interessante Stellen. Letzteres allerdings ist irritierend, weil diese nicht nur oft auch noch glitzern, wenn du bereits alles getan hast. Zusätzlich glitzern auch noch Stellen, die überhaupt nichts mit deinem Spiel zu tun haben. Auch im leichten Modus benötigt der Tipp aber genug Zeit zum Aufladen, um den Spieler zum Suchen zu animieren. Bei der Nutzung zeigt er dir entweder die nächste Richtung an oder eine Stelle, an der du etwas tun kannst (wirklich tun kannst) oder einen übersehenen Gegenstand.

Die Geschichte wird sich durch Notizen, Dialogen und deinen Spielergebnissen fortsetzen. Sie hat durchaus Spannung und nur langsam wirst du hinter die Wahrheit kommen. Sie bietet Anreize weiter zu machen und das ist bei den heutigen, doch meist eher lauen, Geschichten schon bemerkenswert. Von Beginn an hapert es ein wenig an Logik. Warum um alles in der Welt sollte ein leerer, zerstörter Zug losfahren können, wenn du dein Ticket entwertet hast?

Grafisch ist es gut gemacht, wenn auch an einigen Stellen etwas unscharf und man nicht alles auf Anhieb als das, was es ist erkennt. Obwohl es nicht in der Dunkelheit spielt, fehlt es ein wenig an Farbe, an Kontrasten. Trotz Animation und durchschnittlich guter grafischer Technik wirken die Bilder leider manchmal etwas statisch, leblos.

Nichtsdestotrotz: Auch, aber nicht nur wegen seiner Spielzeit von ca. 4-5 Stunden (die Sammleredition gibt nochmal etwa 45 Minuten dazu und bietet einen Schluss, den das Spiel nicht hat. Ansonsten ist die Sammleredition ohne weiteren Reiz.), Depths of Betrayal macht Spaß. Die Geschichte bringt dich dazu, weiter spielen zu lassen. Die Container sind, von dem sinnlosen Zeug mal abgesehen, eine angenehme und gut durchdachte Angelegenheit und während man anfänglich schon mal denkt: Das geht doch alles gar nicht, irgendwann fügt es sich dann doch zusammen und man kommt einen wesentlichen Schritt weiter.

Depths of Betrayal ist für Suchfreunde ebenso wie für Puzzle und Rätselfreunde geeignet. Der Abenteuerteil ist eher beschränkt, denn trotz Bewegungsfreiheit sind es die Container, die dich einschränken, aber auch das tut der Spielfreude keinen Abbruch. Und wenn auch die Sammleredition eine unnötige Ausgabe ist, die Normalversion ist definitiv die Aufmerksamkeit aller Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Freunde wert.


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