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Delaware St. John: The Town with No Name
Nachlese
Herausgeber: Lighthouse Interaktive
Entwickler: Big Time Games

Download: BigFish Games.com
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Autor:Sabine

In Kelly's Buchladen stösst Delaware auf einen alten Atlas, in dem die Karte einer Stadt auftaucht, die offensichtlich nur er sehen kann, denn Kelly kann in dem Atlas keine Karte entdecken. Da Delaware die Stadt auf keiner anderen Karte finden kann, fühlt er sich von diesem offenbar unbekannten Ort wieder magisch angezogen und macht sich auf den Weg dorthin. Er findet sich zunächst in einem dichten Wald wieder und entdeckt erst nach längerer Suche einen Weg zu der Stadt, die mit ihren verrosteten Autos, verwitterten Häusern und einem heruntergekommenen Spielplatz wie ausgestorben wirkt, keine Menschenseele ist zu sehen.

Doch allein ist Delaware nicht, denn der Jäger beobachtet ihn bereits und wird ihn auch so schnell nicht wieder aus den Augen lassen. Nachdem Delaware den ersten Teil seines Grusel-Abenteuers überstanden hat, steht er plötzlich vor einem verlassenen Waisenhaus und wird das Gefühl nicht los schon einmal an diesem Ort gewesen zu sein. Ist das Haus wirklich so verlassen, wie es scheint oder wird Delaware bereits von alten Bekannten erwartet?

Auch der zweite zeitlimitlose Teil der Delaware St. John-Reihe bietet einem wieder eine unheimliche und gruselige Atmosphäre, die durch die eingeschränkten Lichtverhältnisse, die Geräuschkulisse, die Musik und die gut ausgearbeiteten Details der gelungenen Grafik erzeugt wird, dennoch war ich von Teil 2 nur mässig begeistert. Wer Teil 1 gespielt hat, wird sich hier nicht mehr ganz so doll erschrecken, wenn plötzlich das Licht ausgeht und ein Geist erscheint, der meistens eh nur die gute Absicht hat, Delaware aus der Patsche zu helfen...oder umgekehrt. Es gibt zwar selbstverständlich auch ein paar böse von dieser Sorte, aber denen entkommt man doch mit relativ leicht zu lösenden Aufgaben. Es reicht völlig aus, dem miesen fiesen Kinodirektor Epps ein Kinoticket in die Hand zu drücken und schon zieht er von dannen, auch die unsympathische Nonne Helena lässt sich leicht abwimmeln, obwohl sie eine Axt hat und du nicht mal eine Feder, um sie zu Tode zu kitzeln. Auch bleiben die Fragen "Warum sind die Uhren ausgerechnet um 13.15 Uhr stehengeblieben?" und "Warum sind in den Fussböden riesige Löcher?" unbeantwortet, selbst Kelly und der dazugewonnene Simon, die dir auch in diesem Teil per VIC wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen, konnten mir diese Fragen nicht beantworten.

Zu erledigen bzw. zu lösen gibt es auch nicht wirklich viel, man läuft hauptsächlich von Etage zu Etage und muss lediglich ein Kinoticket von einem Skelett entgegen nehmen, mit Hilfe eines Regenschirms eine Feuerleiter erklimmen, hin und wieder mal eine Tür, einen Schrank oder eine Schublade öffnen, um an Dokumente, Briefe und Tagebücher zu gelangen, einen Schlüssel aus einer eher unansehnlichen Toilette fischen, keine Sorge ihr habt dafür einen Handschuh, zwei Begriffe in einem Kreuzworträtsel erraten, an einem Spielautomat Tiere abschiessen, ein Bild ausmalen, und zwar ordentlich, sonst wird Tante Helena sauer, einen Zauberspruch verbrennen und zweimal vor dem Jäger flüchten.

Wenn man es geschafft hat, die nötigen Utensilien (Inventarobjekte) zu finden, fällt die Lösung dieser Aufgaben nicht mehr all zu schwer und auch bei der Flucht vor dem Jäger wird man teilweise von einem freundlichen Geist begleitet. Die Geister sind dieses Mal recht deutlich zu erkennen, da sie die Energie deiner Taschenlampe nutzen, die deswegen auch jedesmal ausgeht bevor einer von ihnen erscheint, vielleicht klauen sie ja auch einfach nur unbemerkt die Batterien, wer weiss schon wozu Geister so alles fähig sind.

"Delaware St. John - The Town with No Name" ist dennoch ein gutes Spiel und für "Ich fange gerade erst mit Abenteuerspielen an-Leute" bestens geeignet, man muss auch Teil 1 nicht unbedingt gespielt haben, um in Teil 2 zurecht zu kommen. Das verschafft einem zwar ein wenig mehr Sicherheit im Umgang mit grünen Richtungspfeilen, Cursor-Verwandlungen und VIC-Funktionen, aber auch "mit Teil 2-Beginner" können sich mit Hilfe von Kelly's Spielerklärungen schnell damit vertraut machen. Auch hier gibt es wieder zwei Kapitel, wobei das zweite erst wieder nach dem erfolgreichen Beenden des ersten gespielt werden kann. Für beide Kapitel sind sehr gute Englischkenntnisse von Nöten, da bei den Dialogen ein Wörterbuch oft nicht mehr ausreicht, Dank des Untertitels sind die angenehmen Synchronstimmen aber wenigstens für das Auge gut zu verfolgen.

 

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