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Death Pages: Eine Shakespere'sche Tragödie


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 23.01.2013
Deutsch (Normal): 21.06.2013


Drei Teenager sind verschwunden, zuletzt gesehen, als sie in die Bibliothek gingen. Da die Polizei keine Anhaltspunkte hat, bist du mit deinen detektivischen Fähigkeiten gefordert. Schon bald stellt sich heraus: Der Bibliothekar hat die Seelen der drei Teenies entführt und in ein Stück von Shakespeare eingefügt. Dort müssen sie die ihnen übertragenen Rollen immer und immer wieder spielen. Und wer Romeo und Julia kennt, der weiß, dass es drei Tote gibt.

Die Geschichte ist wirklich mal eine Abwechslung. Klar kennen wir die Sache mit den Büchern, aber hier geht es nicht darum, eine bekannte Geschichte zurechtzurücken, sondern vielmehr um das Gegenteil. "Romeo und Julia" muss zum Happy End kommen, sonst sind die Kinder als Mercutio, Romeo und Julia verloren. Deine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich die Ereignisse ändern.

Wimmelbildszenen im üblichen Sinne gibt es hier nicht, Elephant Games hat es genau umgedreht. Statt also Dinge zu suchen, die du nicht brauchst, stellst du nun Dinge, die aus dem Nichts kommen, in die Szenen zurück. Dies ist nicht immer ganz so offensichtlich wie z.B. ein Ziffernblatt einer Uhr oder einen Schuh dem zweiten zuzuordnen. Es gibt auch schwierigere Aufgaben und leider liegt es ab und an auch daran, dass trotz guter Grafiken der Erkennungswert mancher Dinge innerhalb der Szenen nicht besonders hoch ist.

Ansonsten aber zeigen sich die Bilder in guter Elephant-Games-Manier: Helle, fast strahlende Farben begleiten dich, auch in Nachtszenen außerhalb der Gebäude. Liebevolle Details finden sich an vielen Stellen und bis auf Stellen, wo es gewollt ist, gibt es keine Dunkelheit. Die Szenen in Verona allerdings sind zwar schön, aber in keiner Weise außergewöhnlich. Es ist nicht fassbar, aber hier wurde eine Gelegenheit versäumt, sich wirklich in das Theaterstück einzulassen.

Deinen Weg in die alte Geschichte findest du in Death Pages: Eine Shakespere'sche Tragödie durch Bücher. Diese dienen als Portal zu den verschiedenen Orten von Verona, die du aufsuchen musst, um das Leben der neuen "Hauptdarsteller" zu retten. Dein zweiter Wirkungsort ist natürlich die Bibliothek, hier sind die Körper der Teenager gefangen und der Bibliothekar und sein Helfer versuchen, dich von deiner Mission abzubringen. Eine Karte mit "Springfunktion" hilft dabei, die vielen, vielen Wege und das Hin und Her nicht ganz so nervig zu machen. Einen Begleiter hast du auch - um weiter oben liegende Gegenstände zu erreichen, eilt dir eine Eule zur Hilfe, als Dankeschön für ihre Befreiung. Das ist zwar ganz nett gemacht, hat aber nicht den sonst bei solchen Helfern oft erreichten "Lächel-Faktor" in anderen Spielen.

Die drei dir zur Verfügung stehenden Modi sind belanglos, da jederzeit über die Optionen wieder wechselbar. Die Karte mit Anzeige, wo es etwas zu tun gibt, ist auch im schwierigsten der drei Modi vorhanden. Der Tipp in den beiden anderen ist nicht empfehlenswert. Er gibt einen Texthinweis, der viel zu ausführlich ist. Elephant-Games ist einfach nicht in der Lage, Tipps zu erstellen, die nicht gleich drei bis vier Schritte weiter gehen, als man sich als Spieler eigentlich wünscht. Einen Tipp, liebe Entwickler, benutzt man, weil man im Augenblick nicht sehen kann, wo es weiter geht. Da möchte man nicht wissen, was dann am nächsten Ort gefunden und wo dieses dann wie eingesetzt wird. Auch die viel zu einfachen Puzzles, die zwar visuell gut gemacht sind, aber ansonsten keinerlei Originalität aufweisen, sorgen für eine relativ unbefriedigende Spielzeit.

3-3,5 Stunden zeigt Death Pages: Eine Shakespere'sche Tragödie ein zweigeteiltes Bild. Eine gute und durchaus "neue" Geschichte, schöne Bilder, "Stell-zurück"- statt "Such"-Szenen. Gleichzeitig aber fehlt es: an dem wirklichen Funken, an Leidenschaft, an Sorgfalt. Elephant Games macht oft wundervolle Spiele, diesmal aber reicht es nicht für einen Superlativ. Das Sammlerextra erzählt die Geschichte ein wenig weiter, fügt aber dem Spiel nichts hinzu. Und so bleibt: Schön anzusehende Unterhaltung, die nur geschichtlich etwas Neues bietet, sich aber ansonsten in bekannten Bahnen bewegt, die nicht falsch, aber auch nicht lobenswert sind.

 


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