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Deadtime Stories


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Herausgeber: I-play
Entwickler: Nikitova Games

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Autor: Sonja R.
01.12.2010


Kennst du Edward Blackgate? Falls nicht, macht nichts! Du wirst ihn als Erzähler kennenlernen und er ist es auch, der dich in die betreffende Geschichte bringt, damit du sie hautnah miterleben kannst. Dabei geht es um Jessie Bordeen, die mit den Voodoo-Zaubern vertraut ist und sich überreden lässt, für eine reiche Dame zu arbeiten. Eigentlich mag sie diese gar nicht und würde viel lieber einen Bogen um sie machen. Deshalb verlangt sie für ihre Dienste sehr viel Lohn, aber auch das hält Delphine LaLauries nicht ab, diesen Dienst in Anspruch nehmen zu wollen. Als Jessie dann von ihr betrogen wird, begeht sie einen folgeschweren Fehler.

Die Geschichte ist nicht superspannend, aber mal etwas anderes und in sich schlüssig. Du beginnst vor Jessies Haus, in das du zunächst nicht hineinkommst. Geister blockieren die Gartenpforte und über den Zaun steigen ist wohl nicht. Um also tiefer in die Geschichte einzutauchen, musst du diesen Zauber entfernen und dafür etwas entsprechendes brauen.

Dafür bekommst du zunächst ein Buch, in dem die Zutaten für den Zauber aufgelistet sind. Einige findest du so, andere in Wimmelbildern oder auch, nachdem du Inventargegenstände eingesetzt hast. In diesem Buch gibt es nicht wie üblich Hinweise oder Aufzeichnungen, es bezieht sich rein auf die Rezepte. Wichtige Informationen musst du dir selbst notieren und das ist sehr gut so. Das Spiel kaut dir nicht alles vor und verlangt Eigentinitiative.

Kurz darauf kommt ein weiteres Buch dazu, das die verschiedenen Pflanzen abbildet. Das ist notwendig, denn in Jessies Garten gibt es ein Wimmelbild, in dem du benötigte Pflanzen findest. Um zu wissen, wonach du bei der einen oder anderen Bezeichnung suchen musst, kannst du in diesem Pflanzenbuch nachsehen. Zu diesem Wimmelbild wirst du immer wieder kommen, um Zutaten zu sammeln. Gleichzeitig sind die Wimmelbilder auch die Schwachstelle des Spiels.

Sie sind mit zufälligen Suchlisten, aber da es nur etwa 10 Suchszenen im ganzen Spiel gibt - an die du immer wieder zurückkommst -, spielst du sie immer und immer wieder. Mit der Zufälligkeit hapert es ebenfalls, denn viele Objekte hast du ständig wieder auf deiner Liste stehen. Wenigstens ist es so nicht weiter schlimm, dass der Tipp so lange zum Aufladen benötigt. Bei vielem weisst du dann schon, wo es zu finden ist. Ein Gegenstand geht anschliessend immer ins Inventar.

Der Tipp ausshalb der Suchszenen dagegen hat ein dickes Plus verdient. Zwar lädt er genauso lange, aber er zeigt dir die Ziele an, die noch erfüllt werden müssen. Unter ihnen kannst du dann auswählen, für welche Aufgabe du einen Hinweis haben möchtest. Der erfolgt in Textform und bringt dich auf den richtigen Weg. Die Ziele kannst du jederzeit aufrufen, sogar, wenn der Tipp nicht aufgeladen ist.

Um nun alles für das "Geister verbannen Amulett" zu bekommen, siehst du dich erstmal im Garten und im Schuppen um. Das Erfüllen von Aufgaben hat Tiefgang und erschöpft sich nicht in simplem Gegenstand ablegen und dafür Gegenstand bekommen. Im Schuppen stösst du beispielsweise auf eine Schlange, die dir nicht freundlich gesinnt ist. Für den Trank benötigst du einen vergifteten Apfel, der im Garten am Baum hängt. Nimm also diesen Apfel und reize die Schlange, damit sie in den Apfel beisst. Das mag sich jetzt gerade selbstverständlich anhören, aber wenn du schon einige Dinge zwischen dem Entdecken der Schlange, der Kenntnisnahme des Rezepts und dem Pflücken des Apfels erledigt hast, musst du daran erstmal wieder denken.

Das Amulett und andere Mittelchen und Tränke werden im Schuppen gebraut. Später kommst du zurück, um einen Putzzauber zu mischen, Farbe zur Geisteroffenbarung und ein Aconitin-Gegengift.

In die Handlung eingebunden sind die Minispiele, bei denen du beispielsweise Buchstaben in Sprüche sortierst oder Tauben einfangen und das Taubenhaus mit einem Seil verschliessen musst, um eine benötigte Feder zu bekommen. Fensterputzen erlebst du mal anders. Nach dem Erstellen des Putzzaubers stellst du die Schale mit dem Mittel ab, tauchst den Schwamm ein und wischst mit kreisenden Bewegungen über die untere Scheibe des Fensters. Danach die Scheibe darüber, aber dann kommt's! Der Schmutz der oberen Scheibe läuft hinunter auf deine gerade frisch geputzte. Was lernt also die gute Hausfrau? Putze Fenster immer von oben nach unten...

Die Grafik des Spiels ist sehr gut gelungen, es herrscht eine bedrückende Atmosphäre, die durch die Hintergrundmusik und -geräusche unterstrichen wird. Zirpen der Grillen im Sumpf, Krähen von Raben und Miauen von Katzen am Friedhof. Auch in den Wimmelbildern wurde darauf geachtet, dass alles hinein passt und anständig liegt, wo es zu liegen oder stehen hat.

Nikitova Games hat ein Spiel erschaffen, das den Spieler wirklich spielen und erforschen lässt. Es gibt nur dezentes Glitzern an wichtigen Gegenständen, lediglich die Wimmelbilder siehst du richtig deutlich. Die Areale sind eher klein, beinhalten aber viele Aufgaben und um zum nächsten Abschnitt zu kommen, benutzt du zeitgemäss eine Kutsche. Gäbe es etwas mehr Abwechslung in den Wimmelbildern, hätte dieses Spiel trotz der nicht ganz so langen Spielzeit die volle Wertung erhalten. Auf die Fortsetzung darf man jedenfalls sehr gespannt sein!

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