Zum Spielportal
Dawn of Hope - Skyline Abenteuer


tassentassentassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Mad Head Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 03.05.2017


Kurzes Wimmelbild-Abenteuer, das ansonsten durchgehend gelungen ist
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In einer nicht ganz unwahrscheinlich erscheinenden Vision werden wir mit einer Welt konfrontiert, die die Menschheit durch Kriege und zügellose Ausbeutung nahezu völlig verwüstet hat. Deine Aufgabe ist es, die Welt zu retten (darunter geht heutzutage anscheinend nichts) und nebenbei deinen schwer erkrankten Vater zu heilen. Dazu muss ein Nukleus gefunden werden, damit die Elfen hilfreich einspringen können.
Zumindest ist das die anfängliche Idee. Erfahrene Spieler werden recht schnell vermuten, dass die Rollen von Gut und Böse dann doch ein wenig anders verteilt sind, aber das muss den Spielspaß nicht schmälern.

Zunächst muss aus einem von vier Spielmodi gewählt werden, der vierte ist weitgehend frei konfigurierbar. Allerdings bedeutet weitgehend nicht das, was Mad Head Games vollmundig versprechen: Auch hier wieder haben wir keine Möglichkeit, die äußerst lästigen pausenlosen Einblendungen von Aufgaben und deren Erledigung abzustellen.

Die Grafik ist sehr gut gelungen, die Szenen sind fantasievoll und klar gezeichnet. Auch der Ton gefällt, die Stimmen passen.

An Hilfen steht eine Karte zur Verfügung, die eine Transportfunktion zur Verfügung stellt und Orte mit verfügbaren Aktionen markiert (sofern der Modus das zulässt). Sie ist allerdings gewöhnungsbedürftig: Um alle Orte in einem Bild zusammen fassen zu können, sind häufig mehrere Szenen zu einer kombiniert, erkennbar an mehreren Kreisen.
Der Tipp arbeitet zuverlässig.
Es gibt ferner ein Tagebuch, das aber durchaus entbehrlich ist.

Die Wimmelbilder sind nicht zu leicht, aber fair, dabei abwechslungsreich. Sie enthalten selten mehr als Standard-Interaktionen. Insgesamt ist dieser Teil als gelungen zu bewerten.

Die Minispiele können größtenteils ebenfalls gefallen. Der Schwierigkeitsgrad reicht von leicht (ohne aber im Vorschulniveau zu landen) bis mittel. Ein Minispiel taucht mehrfach auf, es ist ein 3-gewinnt, bei dem alle Steine entfernt werden müssen. Hier starten wir sehr einfach, um dann fortschreitend mehr Anspruch zu erleben. Alle Minispiele können übersprungen und zurück gesetzt werden.

Im Abenteuerteil hat man dankenswerter Weise auf Reißverschlüsse und das Ölen von Rost verzichtet. Auch Embleme treten erfreulich selten auf. Über bekannte Standardaufgaben hinaus gehendes suchen wir allerdings vergeblich. Die Geschichte ist gut erzählt, die Logik bleibt im großen und ganzen nicht wie so oft auf der Strecke. Das Ende ist auch wirklich eines, wird aber zu schnell erreicht. Nur diejenigen, die sparsam mit dem Tipp umgehen und kein Minispiel überspringen, werden mit durchschnittlicher Länge belohnt.

Die Sammlerausgabe enthält neben dem üblichen in (fast) jeder Szene ein Sammelobjekt und ein Chamäleonobjekt in den Wimmelbildern. Wer das liebt, kann über die Anschaffung nachdenken, den doppelten Preis rechtfertigt die Sammlerausgabe nicht.

Fazit
Wir haben ein kurzes Spiel, das aber ansonsten in allen Belangen gelungen ist. Es spielt sich locker von der Hand und unterhält, was mehr ist, als allzu häufig in letzter Zeit angeboten wurde.