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Das Drachenei: Die Geschichte des Wanderers
Nachlese
Herausgeber: Dream Farm Games
Entwickler: Dream Farm Games

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Autor: Claudia K.

Es gibt Zeiten, da will ich einfach pingelig sein. Und jetzt ist so eine Zeit. DAS Drachenei? Ha! Es sind Dracheneier. Es sind viele Dracheneier. In vielen Farben. Und warum das wichtig ist, werde ich im weiteren Verlauf noch erklären.
Und: Die Geschichte des Wanderers? Wer wandert? Das Ei? Der Drache? Ein Wanderer? Wo wandert er hin? Wo kommt er her? Wer ist es? Der ältere Herr mit ungepflegten Haar und undichtem Spazierstock im hautengen Star - Treck Outfit auf der Startseite des Spieles? Oder ist es vielleicht der Spieler, der wandernder Weise die Eier zerstört? Und welche Geschichte? Die des wandernden Drachens auf der Suche nach seinen kaputten Eiern? Die Memoiren eines Ei? Fragen über Fragen. Nur leider keine Antworten. Nicht hier und auch nicht in dem Spiel. Die Geschichte gibt es nicht. Nicht am Anfang und nicht im weiteren Verlauf. Die einzige "Geschichte", die es gibt, ist der Werbetext. Das Spiel selber schweigt.

Nun kann man mit Recht sagen: "Wenn das Spiel gut ist, wen interessiert dann die Geschichte!" Stimmt. Allerdings liegt die Betonung des Satzes auf dem Wörtchen "wenn". Es fängt erst einmal ganz normal an. Verbinde durch das verschieben der waagerechten und senkrechten Reihen. die farbigen Eier, so dass du drei oder mehr gleichfarbige Eier vom Spielfeld entfernen kannst. Alle paar Sekunden wird dann dein Spielfluss unterbrochen, weil manche Eier einen Dickkopf haben. Sie werden zu Stein und lassen sich nicht mehr mit anderen Eiern verbinden. Oder vermissen die Wärmelampe und bekommen eine Eisschicht. Da lassen sich dann Reihen nicht mehr verschieben. Oder sie fühlen sich allein. Und wollen Händchen halten. Mit anderen Eiern. Neben ihnen oder unter ihnen, auch gern mal zwei Reihen tiefer. Nun ja, wo die Liebe hinfällt. Dann können die verbundenen Eier nur noch gemeinsam inklusive der senkrechten und waagerechten Reihen verschoben werden. Jedenfalls ist es ziemlich enervierend, dass dafür grundsätzlich der Spielverlauf unterbrochen wird.

Wie Du diese Hindernisse wieder auflösen kannst, wird dir mit einem Satz erklärt: "Benutze den Zaubertrank". Der steht links unten. Gefüllt mit blauer und roter Flüssigkeit. Und zeigt einen kleinen blauen, roten und manchmal auch gelben Punkt. Was die einzelnen Punkte genau bedeuten? Wer weiss? Und wir haben ja schon zu Beginn festgestellt. In diesem Spiel ist Schweigen Gold. Klar wird durch ausprobieren, dass beim anklicken des blauen Punkt Vereisung und Versteinerung gelöst wird, der gelbe Punkt löst das Händchen halten. Der rote? Mag sein, dass das die schwarze Magie ist, die kurz und ohne sich mit weiteren Erläuterungen aufzuhalten, angedeutet wurde. Warum Du dann einen Punkt hast? Ich weiss es nicht.
Zaubertrank erhältst Du, wenn Du Eier verbindest. Damit füllt sich der blaue Punkt auf. Vermutlich auch der Gelbe. Dann gibt es noch Eier, die einen Zettel tragen. Man bekommt sie, wenn man diese Eier farbgleich miteinander verbindet. Die Zettel haben farbige Symbole und zeigen an, welche der farbigen Flasche man gerade füllt. Die stehen links mittig. Und haben Zahlen oben drauf. Die wiederum zeigen an, wie oft Du den jeweiligen Zauberspruch (Extra, denn darum handelt es sich) benutzen kannst. Dafür musst Du den Spruch anklicken und an eine Stelle im Spielfeld klicken. Wo ist wichtig. Denn: blau wird an einer Stelle willkürlich ca. 15 Eier zerstören, inklusive Versteinerung, Händchen halten und Vereisung. Rot entfernt alle Eier einer Farbe. Und grün mischt das Spielfeld durch und zerstört dabei alle Hindernisse, aber auch die daran befindlichen Zaubersprüche. Das findest Du aber nur durch ausprobieren heraus. Schweigen ist Gold....

Was kein Geheimnis bleibt sind dagegen die Fähigkeiten der Eier. Hier bricht nun die pure Geschwätzigkeit aus. Denn diese Extras sind mannigfaltig. Leg dir schon mal Papier und Bleistift zurecht. Denn vier Eier von dieser Farbe stellen ein Ei her, das, wird es mit 2 Eiern der ursprünglichen Farbe verbunden, zum Beispiel eine Reihe von Eiern ausradiert. Waagerecht. Denn andere Eier sind für senkrecht zuständig. Andere wieder rum für einen Blitz. Wieder andere für eine Flächensprengung. Oder für die Wandlung eines andersfarbigen Eis in seinen besonderen Zustand. Und so weiter und so weiter. Du bist verwirrt? Warte nur, bis Du spielst. Und einige der ansich grafisch wirklich schönen Eier nicht mehr auseinander halten kannst, weil das, was aus vier von diesen Eiern entsteht, einem anderen Ei sehr ähnlich sieht. Aber leider können die beiden nun gar nix miteinander anfangen. Und da sich nur Gedächtniskünstler das alles merken können, ist es dann auf die Dauer auch gar nicht mehr wichtig, welche Eier was tun und können. Sie gehen kaputt. Sie machen kaputt und das Spiel bekommt einen halben Pluspunkt, weil zumindest kein Eigelb über den Bildschirm läuft.

Es gibt auch noch zwei Minispiele (in englischen mit "Several mini-games angekündigt, also "etliche, mehrere...). Einmal wirst du am Ende jedes der neun Kapitel (mit jeweils 5 Level) einige einfarbige Papierstücke zusammen puzzeln müssen. Die werden dann eingefärbt und zeigen ein hübsches Bild mit Drachen, dass du dir als Desktop - Hintergrund herunterladen kannst. Bei dem anderen Minispiel erhältst Du ein Spielfeld mit Kugeln. Klicke Gruppen von drei oder mehr gleichfarbigen Kugeln um möglichst viele vom Spielfeld zu entfernen. Dafür gibt es dann Bonuspunkte. Punkte erhältst du überhaupt sehr reichhaltig in diesem Spiel. über das Hauptmenü kannst du eine Tabelle erreichen, die Dir am Ende Deinen Punktestand anzeigt. So kannst du dann, spielst du noch einmal, dich selber besiegen. Ebenfalls übers Hauptmenü erreichbar ist die Trophäen-Sammlung.

Das Spiel kommt in zwei Modi. Arkade und Klassisch. Der Unterschied: Bei Arkade füllst Du eine komplette Leiste durch das entfernen von gleich welchen Eiern (nicht, dass du glaubst, dies würde dir mitgeteilt....). Im klassischen Modus musst Du kleine farbige Leisten füllen, so dass jedes Ei gleich oft entfernt werden muss. Zumindest war das der einzige Unterschied, den ich festellen konnte.

Auf der positiven Seite ist zu vermerken, dass das Spiel zumindest keine technischen Fehler aufweist und ja, die Grafiken sind wirklich hübsch. Jedes Level kann über die Karte noch einmal gespielt werden. Die chinesisch anmutende Hintergrundmelodie stört nicht weiter (und gibt eine Hinweis: Der geheimnisvolle Wanderer wandert vermutlich durch China) und wird nur ganz selten und willkürlich von Fernsehshow - typischem Aaaaaaaaah unterbrochen. Letzteres lässt keinen Sinn erkennen. Denn weder kommt es nur bei besonders guter Leistung, noch kommt es immer beim erreichen der gleichen Leistung.

Ein erfahrener Spieler, den es nicht stört, dass er keine oder nur unzureichende Erklärungen bekommt, nie weiss ob er nun tut, was er tun sollte, wer damit klarkommt, dass er das halbe Spiel damit verbringt, herauszufinden, was einem nicht gesagt wird und wer es nicht nervend findet, wenn er ständig im Spiel unterbrochen wird, der wird ein kleines 3-Gewinnt Spiel finden, dass in den höheren Level zwar anspruchsvoller wirkt, durch die grosse Anzahl an Hilfen (Tipp, Zaubertrank und Zaubersprüche) aber dann doch eher langweilig wird. Natürlich muss man diese Hilfen nicht in Anspruch nehmen. Aber sie sind da. Vor allem die sehr wirkungsvollen Zaubersprüche. Bis zu 30 Stück hatte ich gleichzeitig, da du sie von Level zu Level mit nimmst. Es gibt auch keinen Zeitmodus, der es spannender machen würde. Zwar werden kommen mehr und mehr Hindernisse, die es schwieriger machen. Aber da das erst im letzten Drittel wirklich anfängt das Spiel zu beinflussen, hast du bereits so viel Zaubersprüche, dass du ein Zimmer damit tapezieren kannst. Verlierst du ein Level, weil du keine Züge mehr machen kannst, beginnst du von vorn. Du kannst aber auch jeder Zeit über die Karte ein leichteres Level noch mal spielen, um so an Zaubersprüche zu kommen.

Anfängern dieses Genre kann nur abgeraten werden. Dieses Spiel ist offensichtlich nicht für Spieler gedacht, denen 3-Gewinnt unbekannt ist. Es wäre schade, sich von Das Drachenei: Die Geschichte des Wanderes abschrecken zu lassen.

Ich habe nichts dagegen, wenn ich Tipps & Tricks bei einem Spiel selber herausfinden muss. Das ist oft der halbe Spass an der Sache. Wenn aber grundlegende Spielvoraussetzungen nicht mal genannt werden (und in den höheren Level wirst du zum Beispiel ohne die Zaubersprüche nicht auskommen), der Spielfluss permanent unterbrochen wird und die Spielmechanik so verwirrend ist, dass die eigentlich auch keine Erklärung mehr braucht, man kann sich eh nicht alles merken; dann hört der Spass auf, bevor er überhaupt angefangen hat.
Ein Reiz des 3-Gewinnt Spieles liegt darin, dass man durch das Einsetzen von Extras oder das Entfernen von vier oder mehr gleichen Elementen bestimmte Strategien entwickeln kann. Man kann daran arbeiten, ein solches Spiel Level für Level zu besiegen. Hier ist genau das durch die riesige Vielfalt von Extras unmöglich gemacht worden. Man macht und hofft das Beste.

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