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Darkness and Flame: Das Feuer des Lebens


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Five-BN Games

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 25.10.2016


Abenteuer mit guten Wimmelbildern und vielen Minispielen, weder zu einfach, noch zu schwer
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Wir spielen als Mädchen, das ein irgendwie magisches Ei findet und dadurch spezielle Kräfte erhält. Kräfte, die benötigt werden, denn wieder einmal bedroht ein Reich der Finsternis die Welt.

Wir können zu Anfang zwischen drei vorgefertigten Modi wählen, sie lassen sich nach Vorliebe anpassen, wodurch der heute übliche 4. Modus entbehrlich wird.

Als Hilfen stehen der bekannte Tipp, eine Karte und auch ein in letzter Zeit rar gewordenes Tagebuch, das tatsächlich nicht einfach die Geschichte nach erzählt, sondern gefundene wichtige Informationen fest hält.
Die Karte ist in Anbetracht der recht vielen zu besuchenden Szenen gut strukturiert, indem sie in fünf Teile aufgeteilt ist. Diese lassen sich über benannte Karteireiter am Rand bequem anwählen. Ist dieses Feature nicht abgewählt worden, zeigt die Karte auch Orte, an denen aktuell etwas zu erledigen ist. Sie verfügt ferner über eine Transportfunktion. Der Tipp arbeitet fast immer zuverlässig und stellt ebenfalls eine Sprungfunktion bereit. Wegen der stellenweise erheblichen Strecken, die zu bewältigen sind, ist eine solche Funktion nicht zu unterschätzen.

Die Geschichte ist flüssig erzählt und ohne erhebliche logischen Mängel. Eine Einschränkung muss hier aber doch erwähnt werden: Es gibt für viele Spieler viel zu viele und vor allem zu lange und textlastige Einspieler. Zumindest lassen sich die meisten überspringen. Die Länge ist absolut akzeptabel, das Ende zwar zufriedenstellend, aber mit einer angedeuteten Aussicht auf eine Fortsetzung.

Sehr wenig gefallen können einige Punkte, die eine bessere Wertung verhindert haben:
Die Stimme des Mädchens ist einfach nur nervig.
Bei den Inventarobjekten und deren Einsatz im Abenteuerteil wurde mehrfach gegen den guten Geschmack verstoßen. So wimmelt es im Spiel von Maschinenteilen. Sofern ich mich nicht verzählt habe, sind es 20 davon. Einfallsreichtum sieht anders aus. Außerdem kommt auch hier wieder mehrfach der Unsinn vor, dass Rost mit ein paar Tropfen Öl beseitigt wird. Immerhin kommt kein kaputter Reißverschluss vor.

Eine absolute Stärke des Spiels stellen die acht Wimmelbilder dar. Sie sind sämtlich von derselben Machart und werden alle nur einmal gespielt: Es werden Objekte gefunden und in der Suchszene gewinnbringend wieder eingesetzt. Sie sind grafisch gut aufbereitet, die Teile fair versteckt. Zusätzlich gibt es häufig kleinere Minispiele zu bearbeiten.

Was uns zum nächsten Punkt führt: Minispiele. Sie sind zahlreich (27, sofern die Zählung stimmt), diejenigen der Wimmelbilder nicht mit gezählt. Es gibt durchaus sehr einfache, viele eher mittelschwere und durchaus auch ein paar, die dem Spieler einiges abverlangen. Alle lassen sich überspringen. Unverständlicher weise lassen sie sich nicht zurück setzen, obwohl dies bei einigen dringend angeraten wäre. Immerhin lässt sich ein Reset erzwingen durch Vierlassen des Minispiels mit anschließendem Neustart.

Von der Sammlerausgabe raten wir ja schon grundsätzlich ab, jedoch bekommt man hier wenigstens etwas für den Mehrpreis. Neben dem (unabhängigen) Bonusspiel und der integrierten Lösung sowie dem üblichen sind einige Auszeichnungen zu erzielen, Sammelobjekte zu finden, und auch die bei vielen beliebten Chamäleonobjekte haben ihren Auftritt. Die Minispiele lassen sich nach spielen (nicht jedoch die Wimmelbilder), und es gibt ein paar Bonus-Minispiele, die allerdings offenbar sämtlich von derselben Art.

Fazit:
Bei akzeptabler Länge haben wir ein Spiel, das sich flüssig spielt. Anfänger und Gelegenheitsspieler werden nicht überfordert, werden aber wohl das eine oder andere mal den Tipp bzw. das Überspringen in Betracht ziehen. Erfahrene Spieler andererseits werden nicht unterfordert, so dass ein gutes Mittelmaß gefunden wurde in dieser Hinsicht.
Stärken gibt es bei den Wimmelbildern und großteils den Minispielen.
Schwächen sind die übertriebenen Einspieler, die Stimme und Sprechweise des Mädchens, die fehlende Neustartfunktion bei Minispielen und die in Teilen einfallslosen Objekte unterwegs.