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Dark Tales: Das vorzeitige Begräbnis von Edgar Allan Poe


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 27.10.2011

Da sind wir wieder: Das viktorianische Zeitalter und Edgar Allan Poe's Geschichten, die in der damaligen Zeit durchaus Kult waren. Kult in der Hinsicht, dass sie manchmal tatsächlich eine Kulturänderung geschaffen haben. Nach Veröffentlichung der Geschichte "The Premature Burial" (deutscher Titel: "Lebendig begraben") im Jahre 1844 stieg die Angst vor dem lebendig begraben werden deartig, dass die Damen und Herren der reichen Gesellschaft sich Glocken in die Särge einbauen liessen um sich in einem solchen Fall definitiv bemerkbar machen zu können. Bis heute ist dies in einigen Gesellschaftsschichten durchaus nicht ungewöhnlich. Und genau um diese Geschichte geht es in ERS Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, der dritten Adaption einer Poe-Geschichte.

Diesmal wird Detective Dupin engagiert um einem verzweifelten jungen Mann zu helfen. Juilien hat die Liebe seines Lebens, Victorine verloren. Dummerweise war Victorine mit einem wohlhabendem Mann verheiratet, der sie nicht nur ungewöhnlich schnell beerdigt hat, sondern Julien auch nicht sagt, wo. In einigen Seitensträngen wirst du dann nicht nur von einem rachsüchtigen Geist verfolgt, sondern musst den armen Julien vom Selbstmord abhalten und natürlich Victorines Grabstätte finden, während du steckte Objekte suchst, Gegenstände sammelst, Puzzle löst und mit einigen Einwohneren des hübschen aber leider heruntergekommenen Dorfes sprichst, in dem alles stattfindet. Nicht zu vergessen die 33 Rosen, die du zu sammeln hast und deren Zweck erst zum Ende klar wird.

Grafisch ist Dark Tales: Das vorzeitige Begräbnis von Edgar Allan Poe gut, aber auch nichts besonderes. Wenn auch die Gebäude rein äusserlich Atmophäre schaffen, so wirkt alles trotzdem wie schon einmal gesehen und vermutlich haben wir dies auch, mit kleinen änderungen. Musikalisch hat sich nichts geändert, die Musik ist die gleiche wie bei den beiden ersten Teilen. Die Unterschiede in den beiden wählbaren Modi sind ebenfalls wie immer: Aufladezeit und glitzern oder nicht glitzern sind die einzigen Unterschiede.

Nach Dark Tales: Dark Tales: Der Mord in der Rue Morgue von Edgar Allan Poe und Der schwarze Kater von Edgar Allan Poe ist dies von der Geschichte her sicherlich der stärkste Teil. Sie ist beklemmend, der Verlauf der Geschichte macht sie tiefer und gibt dem Spiel mehr Atmosphäre. und weckt eigene ängste, der etwas gruselige Geist und seine Geschichte geben Extrawürze. Es ist auch als Pluspunkt anzusehen, dass dieses Spiel mal nicht in der Nacht spielt, sondern alles im hellen Tageslicht. Und auch das stärkt die Geschichte. Solche Dinge bei Sonnenlicht lassen es wirklicher, wahrscheinlicher erscheinen. Und das bereitet ein wohliges Unbehagen.

Allerdings gibt es auch die vielen Minuspunkte, die bei ERS Spielen so häufig auftauchen. Der Tipp ist einzig in den Wimmelbildern vorhanden. Diese sind zugemüllt, du suchst endlos nichtsagendes Zeug. Die meisten Wimmelbildszenen werden zweimal gespielt, gern auch innerhalb von zwei Minuten. Interaktionen in den Wimmelbildern sind da und da zumindest hat man ab und an über das öffnen von Behältern oder Schubladen hinausgedacht. Die Objektbezeichnung ist teilweise falsch, einige Gegenstände sind nur schwerlich als das zu erkennen, was sie sein sollen. Das Spiel ist sehr geradeaus. Du findest eine interaktive Szene, du suchst das Objekt dafür, du löst es. Komplexität ist selten gegeben. Und der Navigationszyklus unten ist reine Glücksache, öfter landest du erst mal im Inventar. Dazu lässt man dich gern auch für ein Objekt mal hin- und herlaufen, reine Zeitschinderei also.

In der Sammler-Edition erhältst du neben den üblichen Dingen ca. 30-45 Minuten Extra-Spielzeit. Geschichtlich nicht mehr ganz so stark, wirst du in dieser Zeit ebenfalls ans Händchen genommen, spielst viel Wimmelbildszenen und von den Puzzlen ist nur eines wirklich einen zweiten Blick wert.

Die Puzzle sind gut gemacht und ergeben meist auch Sinn dort wo du sie tun musst; zumindest kann man sie sich an diesen Stellen vorstellen. Einige bieten auch eine Herausforderung, aber das sind die Wenigsten. Und irgendwie macht es auch keinen Spass, wenn ich drei, vier Mal hintereinander das Gleiche tun muss. Man muss aber anerkennen, dass ERS zumindest die Neustart-Funktion bei Logikpuzzle entdeckt hat.

Was dich erwartet mit Dark Tales: Das vorzeitige Begräbnis von Edgar Allan Poe ist ein Spiel mit einer "durchschnittlichen Länge" von 4 Stunden (inklusive Bonusspiel, also ca. 3,5 Stunden im normalen Spiel). Die Grafiken sind gut und vor allem hell. Die Puzzle bieten Abwechslung, wenn auch nur selten Anspruch. Stark ist die Geschichte, die ja in erster Linie nicht von ERS stammt, sie trägt das Spiel. Und solltest du zufällig reich sein und einen etwas dubiosen Mann kennenlernen, dann wird dich diese Story vielleicht denken lassen, dass die Menschen im 19.ten Jahrhundert eventuell nicht ganz Unrecht hatten, mit den Glöckchen im Sarg ;). Der Probedownload lohnt sich, die Sammler-Version eher nicht. In der Standardversion erhältst du ein Spiel, was du von diesem Entwickler erwarten kannst: Solide Fliessbandarbeit mit angenehmen Grafiken, den besten Teil dieser Serie und ein paar wenige Stunden Unterhaltung.


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