A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Dark Tales: Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Sammler): Deutschland-Spielt

Wenn Du Dark Tales: Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 16.01.2013
Deutsch (Sammler): 20.06.2013


Dein Freund Dupin hat die Nachricht eines Bekannten bekommen, der auf einer abgelegenen Insel den Beweis für einen alten Schatz gefunden haben will. Doch er benötigt Hilfe, um alle Teile eines Dokumentes zu finden und somit sind deine detektivischen Fähigkeiten gefragt. Schon bei der Ankunft begegnet ihr einem maskierten Mann, der überdeutlich zu verstehen gibt, dass eure Anwesenheit nicht erwünscht ist und kurz danach wird bei dem Professor eingebrochen. Der Maskierte scheint hinter dem gleichen Schatz her zu sein, den der Professor sucht. Aber auch eine geheimnisvolle Frau mit Schleier spielt eine Rolle.

Es stehen dir zu Beginn drei Modi zur Verfügung, die sich im Wesentlichen durch die Dauer der Aufladezeiten von Tipp und Überspringfunktion unterscheiden. Eine Wahl ist konsequenzlos; über die Optionen kannst du jederzeit zu einem anderen Modus wechseln. Der Tipp, der auch als Richtungsweiser dient, zeigt dir allerdings nicht zuverlässig den Weg zur nächsten Aktion, sondern weist eher darauf hin, wo es weiter gehen könnte. Es ist also reiner Zufall, wenn du an einer Stelle landest, die aktuell eine Aktion erfordert. Eine zusätzliche Karte zur Orientierung gibt es nicht, wird aber auch nicht unbedingt benötigt. Der Spielverlauf stellt recht deutlich klar, wann ein Ort einfach nicht mehr benutzt wird. Solltest du doch noch mal weit zurück müssen, wird das aus einem Dialog oder dem Spielzusammenhang klar. Da die Wege nicht kompliziert oder verschlungen sind, ist die Gefahr des Verirrens recht gering.

Wimmelbilder gibt es in zwei Variationen. In der Mehrzahl sind es einfache Wortsuchlisten, die du in überfüllten Szenen abzuarbeiten hast. Du wirst sie alle mindestens zweimal spielen, dann aber mit anderen Objekten. Am Ende folgt das obligatorische Inventarobjekt, das meist früher, manchmal aber auch später für Puzzles und Rätsel zum Einsatz kommt (selbstverständlich nur einmal, es wäre ja zu logisch, ein Messer oder ein Feuerzeug 2x zu benutzen). In der anderen Variation wirst du kleinere Puzzles zu lösen haben. Jeder durch Umriss angezeigte Gegenstand muss gefunden und wieder eingesetzt werden, um schlussendlich das begehrte Inventarobjekt zu bekommen. Auch hier wirst du dich immer zweimal bemühen müssen.

Betrachtet man das Gesamtspiel, kann man ERS nur gratulieren. Dark Tales: Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe ist grafisch gesehen auf jeden Fall eines der besseren Spiele des Entwicklers. Die häufig eher konservativ und uninspirierten Bilder des Entwicklers sind hier fantasievoller, kreativer und wirken eindringlicher. Der Spielverlauf selbst ist recht vorhersehbar. Es gibt keine Überraschungen, auch dann nicht, wenn man die Originalgeschichte nicht kennt. ERS hat sich bemüht, nahe am Original zu bleiben, doch während das in den anderen Spielen der Serie auf gute Art gelungen ist, wirkt hier vieles abgerissen, nur angedeutet, aber nicht ausgeführt. Das wirkt verwirrend und zusammenhangslos.

Niedlich gemacht ist ein Dritter im Bunde des Detektivgespannes. Ein kleiner Hund wird für dich buddeln oder anhand von Beweisstücken weitere Hinweise erschnüffeln. Es ist ein kleines, eigentlich unwichtiges Extra, dass aber angesichts der mittelmäßigen Umsetzung der Geschichte dem ganzen Spiel einen Bonus verleiht. Ein weiterer Bonus, der wohl nicht nur in der Sammleredition zum Einsatz kommen soll, sind die Puzzles. Nicht, dass diese besonders gut wären, Dark Tales: Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe hat für Puzzlefreunde nichts zu bieten, was man nicht schon in zahlreichen Spielen besser zu sehen bekommen hat. Aber sobald sie im Hauptspiel einmal "freigespielt" wurden (unabhängig davon ob selbst gelöst oder mit der Überspringfunktion), können einige über das Hauptmenü nach Belieben oft wiederholt werden.

Dark Tales: Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe bietet angenehme Unterhaltung. Grafisch besser als die meisten anderen Arbeiten des Entwicklers, bleibt es bei allem anderen im behäbig-bequemen und vor allem sicheren Mittelmaß. Nichts ist neu, nichts ist original, keine Kreativität zeichnet sich im Spielverlauf ab. Heinz Rudolf Kunze sagte einst in einem seiner Texte: "Ich bete jeden Tag für ein Leben ohne Wiederholung". Beim vierten Teil der Dark-Tales-Serie waren diese Gebete vergeblich. Man kann sich einrichten in Dark Tales: Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe, kann es gut spielen, sich unterhalten lassen. Aber es bleibt die lauwarme Unterhaltung eines TV-Filmes, der zum x-ten Mal wiederholt wurde.

 


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top