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Dark Tales: Mord in Rue Morgue von Edgar Allan Poe
Nachlese
Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:ERS g-studios
Wenn Du "Dark Tales: Edgar Allan's Murders in Rue Morgue" auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor:Claudia K.
Deutsche Version zum Normalpreis ab: 09.05.2010

Basierend auf der Erzählung von Edgar Allan Poe "Murder in Rue Morgue" (mit dichterischer Freiheit seitens der Entwickler) klärst du gemeinsam mit dem berühmten Amateurdetektiv Monsieur Dupon den brutalen Mord an der schönen Madame L'Espanye auf. Die Polizei hat keine Hinweise, aber gemeinsam mit Dupin, der für seine Scharfsinnigkeit bekannt ist (und als Vorbild von späteren Detektiven wie Sherlock Holmes und Hercule Poirot gilt), entdeckst jeden noch so kleinen Hinweis.

Entscheide dich zu, ob du als "Experte" spielen möchtest, oder doch lieber "Regular" (normal). Der Unterschied liegt darin, dass du im normalen Modus durch ein Glitzern alle aktiven Szenen (Wimmelbild, Puzzle etc.) sehen kannst, im Experten-Modus nicht und das der Hinweis im Experten Modus erheblich länger braucht um sich aufzuladen (gilt auch für die Möglichkeit des überspringen bei Puzzlen/Minispiele). Die Wimmelbildstellen werden in beiden Modi angezeigt.

Aufgebaut ist dieses Wimmelbild-Abenteuer wie viele in diesen Tagen. Du untersuchst die jeweilige Szenen nach Objekten, die du aufheben und deinem Inventar zufügen kannst. An verschiedenen Stellen findest du ausserdem Wimmelbildszenen, Schubladen, Fässer etc zum hineinschauen oder aber Türen (hauptsächlich), Schränke, Truhe und so weiter mit Hilfe von Puzzlen und deinen Inventarobjekten zu öffen. Am Ende einer jeden Wimmelbildszene erhältst du zusätzlich ein gefundenes Objekt für dein Inventar.

Die verschiedenen Orte erreichst du über die Karte, die dir jedes Mal erzählt, du könnest sie hin- und her bewegen, um so den Ort auszusuchen, den du besuchen möchtest. Kannst du zwar, aber kannst du nicht. Oder im Klartext: Zwar kannst du dich in den einzelnen Gebäuden, die du im Rahmen deiner Untersuchung betrittst mehr oder weniger frei bewegen, auf der Karte aber ist immer nur ein Ort anklick- bzw. spielbar.

Trotz des versuchten Eindrucks von "wir sind ein ganz tolles interaktives Spiel" blieb beim spielen nicht verborgen, dass "Dark Tales" doch eher auf der seichten Seite des Flusses bleibt. Die Grafiken sind gut, aber nicht sehr gut. Die Spielmechanik ist nett, aber vorhersehbar. Im gesamten Spiel gab es nur einen Stelle, wo ich tatsächlich kurzfristig nicht wusste, was ich tun sollte. Die Puzzle und Minispiele sind sehr einfach gehalten, die meisten kann man nach einer Wartezeit dazu auch noch überspringen. Es kommt an keiner Stelle Spannung auf, auch dann nicht, wenn man die Geschichte selber nicht kennt (was einem nicht immer hilft, wie gesagt: dichterische Freiheit). Die Wimmelbildszenen, alle Räume sind eher gewöhnlich und nur wenig Animationen geben dem Auge etwas Anreiz, sich auch mal genauer umzuschauen.

Die Wimmelbildszenen sind ebensfalls recht einfach - meistens jedenfalls. Denn ab und an gibt es falsch benannte Objekte, einige wenige sind nicht oder nur kaum zu erkennen. Schön gemacht: Auch in den Wimmelbildszenen gibt es Schubladen zum öffnen, Ecken zum hineinschauen oder ähnliches. Der Hinweis, der ausschliesslich für die Wimmelbildszenen zu verwenden ist, sollte sparsam eingesetzt werden, denn er lädt sich auch im "Regular"-Modus nur sehr langsam wieder auf und schlimmer noch, einzig und allein in den Wimmelbildszenen. Du kannst also nicht wie in vergleichbaren Spielen die Szene verlassen (doch, DAS kannst du schon), andere Aufgaben erledigen und dann mit aufgefülltem Hinweis wieder zurückkommen. Nein, wenn du wirklich zwei Hinweise brauchst, dann wirst du etwa 2 Minuten da sitzen und deinen Bildschirm anstarren.

Die Spieldauer ist auch eher durchschnittlich, ein normal "geübter" Spieler wird nach etwa 4 Stunden das Ende der Geschichte sehen. Der Wiederspielfaktor ist nicht allzu hoch, zwar sind die Objekte der Wimmelbildszenen willkürlich, aber nur teilweise, einen grossen Teil wirst du wieder an der gleichen Stelle finden.

Es ist kein schlechtes Spiel, ganz sicher nicht. Aber es ist auch kein besonders herausragendes Spiel. Es ist, wie viele andere Spiele, die gerade auf den Markt kommen - durchschnittliche Grafiken, durchschnittliche Musik, unterdurchschnittliche Puzzle. Es enttäuscht eigentlich auch nur deshalb, weil es durch die Collector - Edition den Anschein erweckt, mindestens den Standard eines "Mystery Case Files" - Spiel zu erreichen. Davon ist es aber weit entfernt.

In der Collector-Edition gibt es eine Bonusecke (unabhängig vom eigentlichen Spiel und erst nach Abschluss des Hauptspieles erreichbar). Ein paar Wimmelbildszene und Puzzle bringen dir Puzzlesteine mit denen du dann einen Videotrailer des nächsten Spieles "Dark Tales: Edgar Allan Poe's Black Cat" anschauen kannst, ein paar Skizzen aus dem vorliegendem und dem nächsten Spiel und drei Soundtracks. Die zusätzlichen Spielszenen ergeben etwa 15-20 Minuten zusätzliche Spielzeit. Es ist ausserdem ein Strategy Guide integriert, der, will ein Spieler ihn haben, in 2-3 Wochen ebenfalls gekauft werden kann. Das ist dann immer noch billiger, als die Collector - Edition. Davon abgesehen gibt einen Walkthrough nicht nur bereits auf Gamesetter, sondern auch auf anderen Seiten.

Wer die Geduld aufbringt, bis zur "normalen" Veröffentlichung zu warten, der wird ein Spiel finden, dass viele Qualitäten hat und seinen Preis wert ist.

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