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Dark Tales: Edgar Allen Poe's Das Geheimnis der Marie Roget


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 09.03.2015
Deutsch (Normal): 29.05.2015

Angenehmer Teil einer guten Serie
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Ein Brief seines Studienfreund Jacque hat Dupin erreicht und du sollst ihn begleiten. Seit seiner Hochzeit mit der bezaubernden Marie Roget geschehen seltsame Dinge im Haus. Als du mit Marie sprechen möchtest, wird sie in einen Schrank gesogen, doch als du nachsiehst, ist nur eine Katze drin. Kurze Zeit später siehst du einen Mann, der ein blutiges Messer abwischt - und so langsam beginnst du zu begreifen, was Jacque so beunruhigt.

Gemeinsam mit Dupin - der die Schlussfolgerungen zieht, während du die Arbeit machst - versuchst du nun herauszufinden, wo Marie Roget ist und entdeckst nach und nach ein wohlgehütetes Geheimnis. Da die Geschichte etwas verwirrend aufgebaut ist, empfiehlt es sich für Spieler, die englisch nicht als Lieblingssprache haben, auf die deutsche Übersetzung zu warten. Es ist für den Verlauf des Spieles sehr viel angenehmer, wenn man begreift, warum man was tut.

Vier Modi stehen dir zur Verfügung, der Vierte ist dabei zur individuellen Einstellung. Die zur Hilfe eilenden Karte spielt bei diesen Einstellungen keine Rolle. Zwar ist sie schön anzusehen, doch oftmals etwas umständlich, da sie immer nur Teilbereiche anzeigt. Du wirst auf einige Bereiche durch Zusatzklick extra zugreifen müssen und auf der Karte selbst vor und zurück gehen, um alle Orte zu sehen. Gezeigt wird jeder Ort, wo es etwas zu tun gibt - auch wenn z.B. nur ein Inventarteil eingesetzt werden kann. Der Tipp, sofern im Spiel gewünscht, zeigt zuverlässig die Richtung an.

Der magische Spiegel, den man zu Beginn des Spieles erhält, dient zur Codeermittlung bei einigen wenigen Puzzles. Es ist schade, dass er nur selten eingesetzt wird. Nett dagegen ist es, dass einige der Inventargegenstände einige Zeit im Inventar verbleiben und somit öfter genutzt werden.

Grafisch gesehen ist es ERS und doch nicht ganz. Die meist schwache Pinselstrichführung, die in vielen Spielen einen "verwaschenen" Eindruck hinterlässt, ist hier kräftiger und klarer. Die wenig verspielten, aber atmosphärischen Bilder von Dark Tales: Edgar Allen Poe's Das Geheimnis der Marie Roget gehören mit zum Besten, was ERS uns in dieser Hinsicht bisher geboten hat.

Im Wimmelbildbereich ist man nur am Anfang wirklich abwechslungsreich. Wortsuchlisten mit mehr oder weniger Interaktionen wechseln sich ab, mit einer Puzzzleszene, einer Szene in welcher ein Puzzle gelöst werden muss, um die Wortsuchliste zu erhalten, einer Umriss-Suche, einer Paar-Suche und 1x aus dem Inventar zurück legen. Einige, aber nicht alle Szenen werden 2x bespielt. Doch darauf folgen Wimmelbilder nur mit Wortsuchlisten und eher weniger denn mehr Interaktionen. Zum Schluss hin wird dies dann ein klein wenig besser.

Ähnliches erleben wir bei den Puzzles. Sind sie anfänglich für Puzzlefreunde und nicht so begeisterten Puzzler gleichermaßen interessant ohne frustrierend zu wirken, werden im Verlauf nur noch die Freude daran haben, die eine Lösung ohne jegliche Anstrengung bevorzugen. Dass dann ein Puzzle eine Wahlmöglichkeit im "Schwierigkeitsgrad" hat, ist auch nur so lange eine nette Idee, bis man herausfindet, dass es eh nur um Geduld, nicht ums Knobeln geht. Grafisch nett, aber nicht interessant oder aufwändig gestaltet, bewegen wir uns in bekannten Gewässern ohne Überraschungen.

Spieler im Besitz der Sammleredition können 13 Auszeichnungen erspielen, erhalten Wimmelbilder und Puzzles zum erneuten Spiel, sowie die üblichen Verdächtigen wie Musik, Konzeptkunst etc.. Außerdem können sie während des Spieles veränderliche Objekte finden. Diese sind nur in ihrer Originalgestalt anklickbar und dekorieren ein Aquarium, das mit dem Spiel nicht das Geringste zu tun hat. Vielleicht ist Dupin ja ein Aquarienfreund.

Edgar Allan Poe - Freunde sei gesagt, dass die Geschichte sehr weit am Original vorbei geht. Ansich wäre das nicht weiter schlimm, denn ERS schafft es in Dark Tales: Edgar Allen Poe's Das Geheimnis der Marie Roget auf jeden Fall so zu erzählen, dass man wissen möchte, wie es weiter geht. Und doch zeigt sich hier ein großes Minus. In der Geschichte gibt es in der Normalversion scheinbar einen Fehler - erst das Bonusspiel der Sammleredition klärt diesen offensichtlichen Fehler auf, mehr oder weniger. Gewiss, auffallen wird dies nur Spielern, die die geschichtlichen Dialoge verfolgen, doch ein wenig mehr Sorgfalt dürfte man von einem so erfahrenen Entwickler doch erwarten.

Im Standard-Zeitgefüge sowohl bei der Normalversion als auch im Bonusspiel gehört dieses Spiel zu einer der wenigen Serien, die trotz langer Laufdauer (begonnen im Frühjahr 2010) keine Ausreisser nach unten hat. Auch Dark Tales: Edgar Allen Poe's Das Geheimnis der Marie Roget bewegt sich im Rahmen dessen, was "Dark Tales" immer geleistet hat: Gute Unterhaltung mit Geschichten, die durch ihre literarische Basis zu den Besseren gehören. ERS ist nie ein Freund von tollen Puzzles gewesen, doch ihre abwechslungsreichen Wimmelbilder machen Spaß. Wie meist ist die Sammleredition unnötig, doch die Normalversion ist nicht nur für Freude der Serie ein Gewinn.

 


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