Dark Tales: Der schwarze Kater von Edgar Allen Poe


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Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: ERS

Download (Sammler): Deutschland-Spielt
Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.de

Autor: Sonja R.
Datum: 18.09.2010


In Dark Tales: Edgar Allan Poe's The Black Cat wirst du von Monsieur Mark Davies um Hilfe gebeten, dessen Frau Sarah spurlos verschwunden ist. Eine grosse Rolle spielt hier der literischen Vorlage nach eine schwarze Katze, der man im Spiel direkt ansieht, dass sie etwas Besonderes ist. Sie hat ein rotes und ein normales Auge und diese Katze setzt alles daran, dass du Sarah auch wirklich findest.

Also bekommst du einige Informationen eines Vermittlers und machst dich auf die Suche. Im gesamten Spiel kannst du dich frei bewegen, erst im kleineren Rahmen, dann eher weitläufig. Glücklicherweise erledigst du aber immer Aufgaben im engeren Kreis bis du zum nächsten Bereich vorstossen kannst. Ein ständiges "an den Anfang zurücklaufen" bleibt dir so erspart.

Wie bereits im Vorgänger Dark Tales: Edgar Allan Poe's Murders in Rue Morgue gibt es zwei Spielmodi zur Auswahl. Im Regular Mode bekommst du visuelle Hilfen, wo für dich etwas Wichtiges ist, die dir im Expert Mode versagt bleiben. Auch soll im Regular Mode der Tipp schneller aufladen, aber selbst hier ist er quälend langsam. Zu allem überfluss wurde es beibehalten, dass der Tipp nur in einer Wimmelbildszene auflädt und nicht ausserhalb. Und dort gibt es gar keinen, nur ein Buch. Das ist leider nicht sehr hilfreich und so wird der Spieler oft frustriert durch die Gegend schleichen, weil er nicht mehr weiss, was er nun tun soll.

Da hätte es Nachbesserungsbedarf gegeben, aber ansonsten ist es ein gelungenes Spiel geworden. Es wechselt zwischen Informationen, Minsipielen, Wimmelbildern und dem Finden bzw. Einsetzen von Inventarobjekten. Manche findest du so, andere erspielst du dir in Minispielen oder Wimmelbildern.

In den Suchszenen ist die Grafik wie im gesamten Spiel sehr gut, wenn auch nicht spektakulär. Du musst hier Truhen öffnen, einen Sesselbezug aufknöpfen oder Gardinen zur Seite schieben, auch kannst du einfach so ein Schaukelpferd zum Leben erwecken. Die Suchlisten sind zufällig und um alles finden zu können, ist es erforderlich, die Szenen genau abzusuchen. Am Schluss geht immer eins der gefundenen Objekte ins Inventar.

Einige Inventargegenstände kannst du gleich in der Nachbarschaft benutzen, viele aber schleppst du eine ganze Weile mit dir herum. Sie können manchmal mehrfach eingesetzt werden oder das Auseinanderbauen und kombinieren ist notwendig. Dafür bedient man sich einer anderen Methode, als es meistens üblich ist. Während du sonst die Inventarobjekte einfach im Inventar zueinander legt, brauchst du hier einen entsprechenden Tisch. Darauf legst du die Gegenstände und kannst dann kombinieren oder auseinanderbauen. Diese Tische sind in der Regel jedoch nicht weit entfernt.

Auch die Minispiele haben ihren Reiz, sie reichen von leicht bis zu welchen, bei denen man doch mehr überlegen muss. Bei einem jedoch ist ein Fehler hineingeraten, der so nicht passieren sollte: Du bekommst ins Inventar eine Maus in einem Käfig und auch Käse. Wenn du dieses nun im entsprechenden Minispiel einsetzt, ist die Maus zu einem Käse fressenden Hamster mutiert. Wobei es sonst schon schön gemacht ist. Du musst die Maus (den Hamster) mit Käsestücken durch ein Labyrinth locken. Insgesamt sind die Minispiele stimmig und gut gemacht, aber das hätte nicht sein dürfen.

Du wirst hier schöne Animationen sehen wie Augen eines Gemäldes, die deinem Mauszeiger folgen und von einer passenden Hintergrundmusik begleitet werden. Abgesehen von den Makeln des Tipps und der Maus-Hamster-Mutation handelt es sich hier um ein Spiel, das man sehr empfehlen kann. Nur nicht in der Sammler-Edition, denn dort gibt es kaum mehr Spiel für sehr viel mehr Geld, auch wenn Räume betreten werden können, die im Hauptspiel Ruinen waren.