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Dark Realm: Königin der Flammen

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Madhead Games

Download (Normal): BigFishGames.com
Download (Sammler): BigFishGames.de

Autor: Elke M.
Datum: 07.10.2014
Deutsch (Sammler): 25.12.2014


Erstklassiges Wimmelbildabenteuer mit viel frischem Wind
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Friedlich und harmonisch leben die Einwohner im Städtchen Northpearl zusammen. Doch eines Abends erscheinen mysteriöse Figuren dort und hinterlassen mit ihren Feuern eine Spur der Verwüstung. Auch unser Haus, in dem wir mit unserem Vater, einem Schmid wohnen, wird attackiert. In letzter Sekunde finden wir ein paar magische Reliquien unserer verstorbenen Mutter, mit deren Beistand wir uns in Sicherheit bringen können. Mit der Unterstützung einiger Weggefährten nehmen wir den beschwerlichen Weg auf uns, die Wurzel alles Bösen ausfindig zu machen und das ein oder andere Geheimnis zu lüften.

In opulenten Bildern und einer schaurig-schönen musikalischen Untermalung sehen wir zu Beginn, wie sich alles um uns herum in Schutt und Asche verwandelt. Dank eines Paar Stiefels, mit dessen Hilfe wir unsichtbar werden, kommen wir dem Feind ganz nahe ohne dass er uns bemerkt. Dazu sind wir im Besitz eines Medaillons, welches nach und nach seine Fähigkeiten offenbart. So können wir Steinfiguren zum Sprechen bringen, Pflanzen und Menschen heilen und uns gegen Feuer verteidigen.
Ganz wunderbar ist auch die Perspektive aus der wir spielen. Wie im realen Leben sehen wir nämlich nur unsere Füße oder Hände, nie aber die ganze Person. Jedes Detail ist von Anfang bis Ende durchdacht, fabelhaft animiert und niemals sinnlos. Als ein Drache mit einem Wisch die komplette Inventarleiste samt Tipp, Journal und Karte weggefegte, konnte ich es kaum glauben. Mühselig müssen wir uns anschließend diese Sachen aus einer Gerölllawine wieder heraussuchen. Und als ich einen Stab in die Hand nehmen musste, um über einen schmalen Dachbalken zu balancieren, hatte ich wirklich die Befürchtung, gleich in das brennende Haus unter mir zu stürzen.

Die einzelnen Szenen sind teilweise um ein Bild nach rechts und links erweitert, so dass die Stadt gleich viel größer wirkt. Auch dort ist immer etwas zu erledigen, aber wie überall im Spiel in einer so logischen Reihenfolge, dass wir keine unnötigen Wege laufen. Trotzdem gibt’s zur Orientierung eine Karte, die wir aber getrost vernachlässigen können. Im Journal wird knapp die Geschichte mitgeschrieben, zudem Codes und unsere Aufgaben hinterlegt, außerdem zeigt es die Spielzeit an. Wer die Sammleredition erwirbt, findet dort auch noch die Auszeichnungen. Eine besondere Hilfestellung, die es ebenfalls nur in der Sammlerausgabe gibt, ist folgende: Am rechten unteren Bildrand ist eine Flamme dargestellt. Ist diese farbig, haben wir bereits an diesem Ort eines von insgesamt 57 versteckten Flammensymbolen entdeckt. In den Wimmelbildern ändert sich das Zeichen in eine verschnörkelte Kugel. Leuchtet diese in Blau, haben wir eines von 20 Chamäleonobjekten ausfindig gemacht.

Ein kundenfreundlicher Modus erlaubt uns, verschiedene Einstellungen individuell vorzunehmen. Die Palette reicht von Glitzern in Wimmelbildern und aktiven Bereichen, über Objektbeschreibungen, Einführungsrunde, Hinweise in der Karte und zu den mit Plus gekennzeichneten Gegenständen im Inventar bis hin zur Ladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen. Natürlich können wir jederzeit über das Menü in einen der drei anderen vordefinierten Schwierigkeitsgrade wechseln oder den Kundenmodus nochmal nachjustieren.

Im Hauptteil sind 15 Wimmelbilder verteilt, die alle mit großen oder kleinen Besonderheiten aufwarten, aus diesem Grund nenne ich hier nur einige Beispiele. Sehr anrührend ist es, als wir im Traum unsere verstorbene Mutter sehen, die ein Lied singt. Einige Begriffe aus dieser musikalischen Darbietung müssen wir dann in der Höhle finden, in der sich unser Nachtlager befindet. Bei einem anderen steht beispielsweise der Begriff „Glück“ in der Wortsuchliste und wir müssen zwei passende Objekte dazu finden, hier sind es ein Hufeisen und ein vierblättriges Kleeblatt. Gar nicht so einfach ist es auch, Spiegelbilder zu bestücken, aber seht selbst.

Rätsel gibt es eigentlich eine ganze Menge, doch etliche sind so geschickt in die Umgebung eingeflochten worden, dass sie gar nicht als solche auffallen. Des öfteren müssen wir mit Pfeil und Bogen schießen oder auch Gegenstände in einem Buch an den richtigen Ort verschieben. Aber neben den einfacheren Minispielen wie Sequenzen wiederholen, Bilder zusammensetzen oder etwas in der richtigen Reihenfolge öffnen, werden wir zwischendurch immer wieder mit einem cleveren Puzzle belohnt, das nicht gleich auf den ersten Blick lösbar ist. An diesen Stellen haben wir aber immerhin die Möglichkeit des Neustarts. Wir zeichnen zum Beispiel einen Weg nach, auf dem plötzlich Geister auftauchen und denen wir ausweichen müssen. Oder wir sind angehalten,  auf einem Brett Soldaten aus dem Weg zu gehen, um an einen Schlüssel heranzukommen, der uns ein Tor aufsperrt. Selbst das Bonuskapitel hält noch das eine oder andere Highlight bereit.

 

Nach einigen Stunden, die wir unter anderem mit Drachen, Elfen, einem Ballonfahrer und einem Schmetterling verbracht haben, ist das Ziel unserer Reise erreicht. Doch nicht ohne ein fulminantes Finale, das schier kein Ende nehmen will. Im ca. einstündigen, eigenständigen Bonuskapitel werden wir erneut um Hilfe gebeten, dieses Mal kommt ein riesiger Steinkoloss darin vor. In den Extras können wir an die Orte zurückkehren, bei denen wir das Flammensymbol übersehen haben. Wenn wir im Besitz aller sind, erwartet uns ein großes Suchspiel. Die Wimmelbilder können wir ebenfalls erneut aufsuchen, dort die fehlenden Chamäleonobjekte einsammeln und unsere Zeit verbessern. Ein Kartenspiel, das bereits auch im Hauptteil vorkommt, lockt mit einem Album, in dem nach gewonnenen Runden, Informationen zu den Charakteren hinterlegt werden. Dazu gibt es ein Making Of, den Soundtrack und Wallpapers.

Genauso geht es, liebe Mitkonkurrenten, die ihr seit Jahren auf dem gleichen, niedrigen  Niveau herum dümpelt. „Dark Realm: Königin der Flammen“ ist das außergewöhnlichste und am besten durchdachteste Spiel der letzten Monate. Viele Punkte sind dort so gestaltet, dass man sie kaum mit Worten beschreiben kann sondern sie einfach selbst sehen bzw. erleben muss. Es ist unwahrscheinlich fesselnd und trotz vieler Kleinigkeiten gar nicht kompliziert in der Handhabung, da alles so klar scheint. Hut ab, vor den Künsten dieses Entwicklerteams, das in allen Bereichen von mir eine 1 mit Sternchen bekommt. In diesem Fall rate ich sogar tendenziell zur Sammleredition, da man sich dort selbst nach beendetem Spiel noch lange Zeit beschäftigen kann.


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