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Dark Parables: Jack und das Königreich der Lüfte

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blue Tea Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 07.02.2014
Deutsch (Normal): 04.04.2014

Mittlerweile sechster Teil ohne überraschungen
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Auf einer satten, grünen Wiese wird eine Kuh von einer jungen Magd gemolken, als plötzlich und unverhofft ein riesiger Gesteinsbrocken vom Himmel fällt.
Am nächsten Tag befinden wir uns als Detektiv bereits in Alblasserwaard, Südholland, am Ort des Geschehens und erhalten die Nachricht, dass es sich dabei um ein Teilstück des Himmelkönigreichs handelt. Wir sollen uns nach dem berüchtigten Glücksritter Jack umsehen, der es Gerüchten zu Folge schon einmal geschafft hat, dieses Königreich zu betreten. Er könnte uns womöglich eine große Hilfe sein, uns durch dieses legendenumwobene Land führen. Mit einigen Anlaufschwierigkeiten machen wir ihn endlich ausfindig, um schließlich unser Abenteuer beginnen zu können.

Die vorherrschende Farbe ist wieder mal bunt und zwar bis in den letzten Winkel. Dazu wurde auf Teufel komm raus alles mit Schnörkel und Dekor verziert, was nicht bei drei auf dem Baum war. Es glitzert und blinkt an allen Ecken und Enden und fügt sich somit nahtlos in die die Reihe seiner Vorgänger ein. Die Handlung selbst hat mit dem Original recht wenig zu tun, da haben die Entwickler ihrer Phantasie gnadenlos freien Lauf gelassen. Es geht sogar so weit, dass uns am Spielende die Rotkäppchen-Armee Spalier steht, die wir schon aus „Dark Parables: Der Orden der Rotkäppchen“ kennen. Warum man allerdings bewusst oder unbewusst einen Jack-Klon eingebaut hat, der sich im nächsten Moment in eine Haremsdame mit Männergesicht verwandelt, hat sich mir nicht erschlossen, dafür aber für großes Gelächter gesorgt, herzlichen Dank.

Gerade zu Beginn erleben wir eine Zwischensequenz nach der anderen. Dazu unzählige Dialoge, die sich glücklicherweise schnell weiterklicken lassen. In der Sammleredition können wir uns als Extra alle Kurzfilme noch einmal ansehen. Im Spiel selbst gibt es kein Tagebuch bzw. Journal, so dass wir dem Wirrwarr der Geschichte entweder aufmerksam folgen müssen oder es aber gleich vernachlässigend an uns vorüberziehen lassen. Wie auch in den anderen Teilen dieser Reihe können wir hier sowohl in der Standard- als auch in der Sammleredition Parabel-Stücke einsammeln, die dann, wenn sie vollständig sind, uns in einer kleinen Geschichte erzählt werden. In der langen Fassung gibt es allerdings wesentlich mehr dieser versteckten Parabeln, das als Hinweis.

Die Schwierigkeitsstufen nennen sich „Leicht“, „Normal“ und „Schwer“. Punkt eins und zwei unterscheiden sich nur in den Aufladezeiten von Skip und Tipp und ob interessante Orte immer oder nur gelegentlich glitzern. Im schwersten Modus gibt es weder Hinweis und überspringen noch irgendein Glitzern. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, unter „Optionen“ auch in den leichtern Schwierigkeitsgraden das Funkeln bei Wimmelbildern und Rätseln abzustellen. Was uns aber ganz verschwiegen wurde ist die Tatsache, dass es in allen drei Modi Klickstrafen gibt. änderbar ist unsere Auswahl allerdings jederzeit.

Und dann kommen wir auch schon zu den wirklich nervtötenden bis schlecht durchdachten Punkten dieses Spiels. Zum einem gibt es zwar eine Karte, die aber ausschließlich zu Orientierungszwecken genutzt werden kann. Sie ist glücklicherweise sehr geradlinig und übersichtlich. Das einzige, das zuverlässig funktioniert, ist die Anzeige unseres momentanen Standortes. Das Sternensymbol, das interessante Bereiche markieren müsste, ist nur in jedem dritten Kapitel zu finden und dann mehr als spärlich. Ausrufezeichen, die für Ziele verwendet wurden, gibt es des öfteren, aber leider zeigen sie meistens nur unvollständige Aufgaben an, bei denen wir zwar einen Gegenstand aus unserem Inventar loswerden, die unser Vorankommen aber nicht unterstützen. Auf eine Transportfunktion wurde ebenfalls verzichtet, was gerade gegen Spielende ein nicht enden wollendes Laufen und Suchen zur Folge hat.

Ein weiteres Manko ist der Mauszeiger. Er zeigt uns so gut wie jede Sache im Lupensymbol an. Ganz gleich, ob dahinter wirklich eine Nahansicht versteckt ist, oder nicht. Selbst Wimmelbilder, die wir schon gespielt haben, verwandeln den Cursor in eine Lupe, wenn wir darüber fahren. Auch wird dem geübten Spielerauge auffallen, dass in der Komplettansicht eines Bildes oft Figuren oder ähnliches vor Kisten, Schränken usw. sitzen. Schaffen wir es dann aber tatsächlich, diese Dinge in die Nahansicht zu bringen, sind diese Gegenstände ganz plötzlich verschwunden.

über die Wimmelbilder gibt es nichts Neues zu berichten. Wir suchen Fragmente eines Objektes in einer hoffnungslos überladenen Landschaft und wenn wir alle Einzelteile gefunden haben, setzen diese sich automatisch zu einem Utensil für unser Inventar zusammen. Gelegentlich müssen wir mal eine Schublade öffnen oder einen Vorhang zur Seite schieben, um an ein Stück zu gelangen, aber das merken wir spätestens dann, wenn sich der Mauszeiger in ein Handsymbol abändert. Wir spielen alle 14 Wimmelbilder zweimal, gerne auch mehrere in kurzen Abständen hintereinander.

Die Rätsel sind wie ein zweischneidiges Schwert. Einige sind tatsächlich interessant und unterhaltsam, wiederholen sich aber dafür immer wieder in regelmäßigen Abständen. Alle anderen Minispiele sind dagegen schon wieder so einfach, dass vermutlich selbst Staubflusen sie lösen könnten, wenn sie einen Computer hätten. Die Erklärungen zu den Puzzeln sind dürftig, meistens müssen wir uns selbst zusammenreimen, wie die Spielsteine überhaupt bewegt werden können. Entweder setzen die Entwickler hier schon voraus, dass viele Spieler bereits wissen, wie es funktioniert, weil sie das Rad nicht neu erfunden haben oder wir haben es einfach nur ihrer Nachlässigkeit zu verdanken.

Die Schnellen unter uns, die auf die Geschichte wenig Wert legen, werden in guten drei Stunden Jack und sein Himmelkönigreich abgehakt haben. Auch wenn uns die Probestunde vorgaukelt, dass es lange dauern könnte, immerhin benötigen wir für die ersten beiden Kapitel fast eine Stunde. Die restlichen acht Abschnitte gehen dann aber Schlag auf Schlag und wir werden mit einem einigermaßen versöhnlichen Ende belohnt. Das Bonuskapitel, das sich um Rumpelstilzchen dreht, ist mit guten dreißig Minuten ebenso kurz gehalten, erklärt aber, warum es im Hauptspiel überhaupt zu all dem kam. In den Extras finden wir dann noch Musik, Wallpapers, Konzeptkunst, 20 Chamäleonobjekte, die den Tipp schneller aufladen lassen, Zwischensequenzen und 7 wiederspielbare Rätsel, die aber eigentlich nur drei sind, weil sie das gleiche Spielprinzip verfolgen.

Als kleinen Vorgeschmack sehen wir im Abspann des Hauptspiels noch, um was es sich im nächsten Teil drehen wird, nämlich um eine langhaarige Rocksängerin, die auf einer aufblasbaren E-Gitarre spielt, dabei ihr Haar aus dem Fenster wehen lässt und auf den Namen Rapunzel hört. Na gut, bis auf Rapunzel ist alles frei erfunden, aber wer weiß schon, welche Abwandlungen sich die Entwickler hier wieder einfallen lassen werden?

„Dark Parables: Jack und das Königreich der Lüfte“ ist für diejenigen, bei denen diese Reihe zu den Favoriten gehört ganz klar wieder ein Gewinn. Bei allen anderen, die es noch nie mochten, wird es auch dieses Mal nicht auf der Einkaufsliste landen. Es ist gewohnter Stoff, mit etlichen Schwachpunkten, der weder besonders heraussticht noch unterm Durchschnitt bleibt. Es ist Mittelmaß, bleibt Mittelmaß und wird immer Mittelmaß sein. Die Sammleredition ist allerdings keine Empfehlung wert.


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